Studientage: Neue Ideen für unsere Schule

Zwei Studientage haben die Mitarbeiter*innen des Campus in diesem Kalenderjahr abgehalten. Am ersten Studientag im März überlegten sie sich, wie sie die Selbständigkeit der Schüler*innen bei der Bewältigung von Aufgaben im Unterricht fördern können. Hier wurde beispielsweise die inzwischen umgesetzte Idee einer wöchentlichen „Mini-Uni“ auf der großen Lernetage in der Grundstufe geboren. Es gab aber auch viele andere Gedanken und Anregungen, wie die Schüler*innen an unserer Gemeinschaftsschule Aufgaben im Unterricht eigenständiger angehen und bewältigen können.

Am zweiten Studientag im Mai ging es darum, in welchen Bereichen unsere Gemeinschaftsschule schon sehr gut aufgestellt ist und wie sie weiter entwickelt werden kann. Hieran nahmen nicht nur Lehrerkräfte, Erzieher*innen und Fellows teil, sondern auch Schüler*innen. In gemischten Gruppen sammelten und befassten sie sich mit Themen wie der Einbindung von neuen Kolleg*innen, dem Leistungsbewertungssystem, der Gestaltung des Mittagsbands, außerschulischen Lernorten, der Medienkompetenz am Campus oder einer Verewigungswand für abgehende Schüler*innen.

Bei der Präsentation der Ergebnisse gab es alles – vom informativen Poster über ein unterhaltsames Theaterstück bis hin zu einem Film. Und in manchen Arbeitsgruppen übernahmen die Schüler*innen einen großen Part bei den Präsentationen, wie ihr etwa in dem am Studientag erstellten Video zum Thema „Digitalisierung“ sehen könnt.

Brd

Wann tanzt und singt HeartGlobal mit uns am Campus?

Es wird eines der Highlights im nächsten Schuljahr werden: HeartGlobal (ehemals Young Americans) kommen wieder an unsere Gemeinschaftsschule. Sie werden mit den Schüler*innen der Grund- und Mittelstufe einen Musik- und Performance-Workshop durchführen. Höhepunkt wird eine Aufführung mit allen Beteiligten im hoffentlich vollgepackten Fontanehaus sein. Aufgrund der Corona-Situation wird das eigentlich für den September geplante Spektakel jedoch nochmal verschoben.

SCHNIPSEL: Frau Fuchs, alle am Campus reden nur noch von HeartGlobal – wer oder was ist das eigentlich?

Frau Fuchs: HeartGlobal ist eine Gruppe von Musical-Studierenden aus aller Welt, die zusammen durch ganz Europa reisen und Workshops an Schulen, Einrichtungen etc anbieten.

SCHNIPSEL: Warum holen Sie diese Gruppe an den Campus und wie lange arbeiten Sie schon am Projekt?

Frau Fuchs: Vor über 10 Jahren hatten wir das Projekt schon einmal an der Schule, nur dass sie anders hießen: Young Americans. Damals haben die 7.-10 Klassen gemeinsam auf der Bühne gestanden. Ein paar von uns älteren Kolleg*innen wie Herr Claus und Frau Lalasziewicz haben miterlebt, wie es die jungen Tänzer*innen mit unglaublich viel Freude, Power und Engagement geschafft haben, wirklich ALLE mitzureißen und zum Mitmachen zu bewegen. Selbst zunächst unwillige Schüler*innen standen am Ende mit auf der Bühne und haben aus vollstem Herzen getanzt und gesungen. Die Schüler*innen sprachen noch lange von dem Erlebnis und sangen die Lieder.

Vor etwa drei Jahren erinnerte ich mich wieder an dieses unglaubliche Erlebnis und stellte es dem Kollegium vor, die sofort begeistert von der Idee waren. Es war auch schnell klar, dass nicht nur ein paar Klassen, sondern die gesamte Schule gemeinsam teilnehmen sollte. Die Planungen und Vorbereitungen gingen also schon vor etwa drei Jahren los.

SCHNIPSEL: Was konkret wird HeartGlobal bei uns machen?

Frau Fuchs: Sie werden mit uns an zwei Tagen eine Show einstudieren (sowohl Tanz als auch Gesang), die wir dann alle zusammen so richtig professionell auf die Bühne bringen werden. Dafür haben wir das Fontanehaus im Märkischen Viertel gemietet.

SCHNIPSEL: Das ist sicherlich alles sehr teuer: Wer bezahlt das alles?

Frau Fuchs: Einen großen Teil des Geldes können wir zum Glück durch Spenden finanzieren. Der fehlende Betrag wird dann von den Schüler*innen bezahlt. Jeder Schüler und jede Schülerin muss 25 Euro für die beiden Workshop Tage und die große Abschlussaufführung bezahlen. Jede Familie kann für die Abschluss-Show Eintrittskarten bekommen, die nichts kosten werden.

SCHNIPSEL: Wann kommt HeartGlobal zu uns?

Frau Fuchs: Es war geplant, dass die HeartGlobal im September 2022 zu uns kommen. Leider musste der Termin jetzt aufgrund der Corona-Situation verschoben werden. Wir haben aber zum Glück einen der wenigen freien Termine bekommen, so dass wir ganz fest davon ausgehen, dass wir im November 2023 endlich tanzen und singen dürfen.

Vielen Dank für die Antworten, Frau Fuchs.

Brd

Königinnen-Mord am Campus

Die Campus-Bienen gibt es schon über ein ganzes Jahr lang. Den ersten Winter haben sie gut überstanden. Inzwischen sind es drei Stöcke bzw. Bienenvölker. Jeder Stock hat seine Königin. 

Vor ein paar Wochen gab es im ersten Stock drei Weiselzellen (Weisel = Bienenkönigin). Das sind Töpfchen, in denen die amtierende Bienenkönigin ein Ei legt und die Ammenbienen Gelee Royal ansetzen. Schlüpfen aus mehreren Töpfchen neue Bienenköniginnen, tötet die als erstes geschlüpfte Königin die anderen. Bienen-Königinnen werden vier bis fünf Jahre alt, Arbeiterinnen nur etwa 35 Tage alt.

Weil das Volk danach in Schwarmstimmung war, entstand der dritte Bienenstock am Campus. Das darin lebende Bienenvolk entwickelt sich gut. Zum Schutz gegen die Varoamilbe wird es ebenso wie die anderen mit Oxalsäure behandelt. Die Milben sind sehr gefährlich für Bienen, weil sie deren Körperteile auffressen.

Wenn Bienen sich verständigen, dann  tanzen sie. Das Fachwort dafür heißt sterzeln. Das Sterzeln hatten wir zum Beispiel beim Einzug der ersten beiden Bienenvölker am Campus beobachtet

Mehr Bienenstöcke bedeutet auch mehr Honig. “Fleißige Bienen machen leckeren Honig”, sagt Frau Gefeller. Das erste Honigschleudern brachte 7 Kilogramm Honig. Die neun Schüler*innen der Bienen-AG haben ihr Zertifikat für ihr Wissen über die Bienen und ihre Lebensform sowie für ihre Unterstützung der Imkerinnen bei der Pflege der Bienen bekommen.

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Autorin: Yuna

Die SCHNIPSEL-Redaktion besucht den Tagesspiegel

Wie wird man Journalist*in? Wie arbeiten Journalist*innen und welche Fähigkeiten müssen sie mitbringen? Mit diesen und weiteren Fragen im Gepäck haben die Kinder der SCHNIPSEL-AG kurz vor den Sommerferien die Redaktion des Tagesspiegel besucht. Dort stand ihnen Frau Nieder, die beim Tagesspiegel Journalismus für Kinder und mit Kindern macht, Rede und Antwort. Sie führte die Schüler*innen anschließend durch die Redaktionsräume der Tageszeitung.

Die SCHNIPSEL-Redakteur*innen stellten Frau Nieder ihre Fragen über die Arbeit als Journalistin.

„Wenn du viel Geld verdienen möchtest, dann werde kein Journalist.“ Das war die erste, ernüchternde Empfehlung von Frau Nieder. Zumindest nicht bei einer Tageszeitung, denn viele der täglich erscheinenden Blättern kämpfen um ihre Existenz. Das hat unter anderem mit dem Internet und damit zu tun, wie sich junge Menschen heute informieren, so Frau Nieder. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene schauen eher bei Instagram und Youtube rein als bei einer Tageszeitung. Dabei bietet gerade der „Kinderspiegel“ im Tagesspiegel die Informationen, die beispielsweise für Referate in der Schule nützlich sind.

Nicht viel Geld, sondern die Abwechslung und Spannung machen den Job als Journalist*in attraktiv: „Der Beruf macht viel Spaß und wird nie langweilig“, berichtet Frau Nieder. „Man lernt immer neue Sachen kennen.“ Eine gute Journalistin muss informieren und zudem Geschichten erzählen wollen, die Leser*innen spannend finden, sowie Dinge herausfinden wollen. „Rerum Cognoscere Causas“ lautet das am Eingang des Tagesspiegel-Gebäudes angebrachte Motto. Übersetzt heißt das: „Den Dingen auf den Grund gehen.“ 

Der Arbeitsplatz von Frau Nieder, die die “Kinderspiegel”-Seite betreut.

Dazu gehört auch, mit allen betroffenen Parteien über ein Thema zu sprechen. „Wir Journalist*innen schaffen Klarheit“, sagt Frau Nieder. „Wir können in einem Artikel belegen, dass wir alle Seiten nach ihrer Sichtweise gefragt haben.“ Gleichzeitig hat der Tagesspiegel das Ziel, mit seinen Beiträgen und Seiten Haltung zu zeigen und für demokratische Werte einzustehen. „Wir wollen klarmachen, dass in unserer Gesellschaft alle mitmachen können und alle gleichberechtigt sind.“ Diesen Auftrag haben übrigens auch Lehrer*innen.

Bei einer Tageszeitung müssen die Journalist*innen schnell sein, damit die Artikel auch in die nächste Druckausgabe kommen. Mittlerweile arbeiten Journalist*innen im Schichtbetrieb quasi rund um die Uhr – der Tagesspiegel hat eine Früh- und eine Spätausgabe und für den am frühen Morgen erscheinenden Tagesspiegel-Newsletter Background schreiben die Redakteur*innen sogar nachts. Frau Nieder, die seit dem Jahr 2000 die Seite „Kinderspiegel“ betreut, kann es gelassener angehen – Hauptsache, die Seite wird an jedem Freitag fertig.

Blick in den Newsroom des Tagesspiegel.

Themen findet Frau Nieder nach eigener Aussage immer. Sie schreibt über das, was saisonal anliegt und was aktuell Wichtiges in der Welt passiert sowie über spannende Dinge, die ihr andere vorschlagen. Nur eine gute Rätselfrage für die Kinderseite fällt ihr manchmal nicht sofort ein, berichtet sie. 

Und wie wird man Journalist*in? Man braucht das Abitur und muss frühzeitig Erfahrungen in dem Bereich sammeln, so Frau Nieder. Praktika bekommen beispielsweise meist nur die, die schon schreiben können oder schon für andere Zeitungen geschrieben haben – eine Mitarbeit bei einer Schüler*innen-Zeitung ist da ein guter Anfang. Nach dem Abi kann man sich bei einer Journalistenschule bewerben oder an einer Universität studieren. „Am besten ein Fach, das euch besonders interessiert“, so der Tipp von Frau Nieder. Sie selbst hat früher Anglistik und Russistik studiert.

Freudensprünge nach dem Besuch in der Tagesspiegel-Redaktion.

Die Schüler*innen der SCHNIPSEL-Gruppe hatte sich vor dem Besuch die Fragen überlegt, die sie Frau Nieder stellen wollten. Nach dem Besuch in der Tagesspiegel-Redaktion tobten sich die Kinder noch auf einem Spielplatz in der Nähe aus und belohnten sich mit einem Eis. Und dann ging es auch schon wieder zurück in die Schule.

Die Belohnung nach der ganzen Arbeit.

Brd

In der Werkstatt von Herrn Paul

Herr Paul bleibt uns zumindest für ein weiteres Jahr erhalten! Unser Schulsozialarbeitsträger Aufwind e.V. und der Profi-Handwerker haben ihren Arbeitsvertrag verlängert. Damit haben die Kinder am Campus Hannah Höch weiterhin die Möglichkeit, unter der Anleitung von Herrn Paul in AGs und im Mittagsband zu hämmern, zu sägen und zu bohren, was das Zeug hält.

Am glücklichsten darüber wird unser Schüler Wisdom aus der 123f sein. Er ist nicht nur ständiger Besucher in der Werkstatt von Herrn Paul, sondern hatte auch in der Schule eine Unterschriftenaktion für Herrn Paul gestartet. Wisdom beschreibt im folgenden Artikel, was man am Campus bei Herrn Paul alles machen kann. Für den Artikel führte er zusammen mit Mia, Mounia, Nele und Julie ein Interview mit Herrn Paul in der Werkstatt.

Herr Paul bei der Arbeit.

Bereits seit 2014 bietet Herr Paul am Campus die Werkstatt-AG sowie die offene Werkstatt und den mit Werkzeug und Material gefüllten Bauwagen im Mittagsband an. Was die Schüler*innen seitdem unter seiner Anleitung alles gebaut und repariert haben, lässt sich überall auf dem Schulgelände und in den Lerngruppenräumen begutachten. Draußen etwa an der Aufbewahrungskiste in der Matschepampe, den Sitzelementen und Palettenmöbeln, dem Carport-Dach, der Torwand, den neuen Weghinweisschildern oder dem großen „WIR“-Schriftzug an der Wand von Haus 2 zur Bienenwiese hin. Drinnen zum Beispiel an Bücherregalen.

Die Holzwerkstatt von Herrn Paul befindet sich in Haus 3, also in der Mitte zwischen den Bereichen der Grund- und der Mittelstufe. Geöffnet ist die Holzwerkstatt montags bis donnerstags im Mittagsband, also etwa ab 12:30 bis 14 Uhr.. In der Zeit darf eigentlich jede Schülerin und jeder Schüler aus Grund- und Mittelstufe bei Herrn Paul vorbeikommen. Die Jahrgangsstufe spielt – anders als bei den AGs – keine Rolle.

Wisdom will, dass die Werkstatt im Mittagsband bleibt.

Allerdings dürfen nur um die zehn Kinder gleichzeitig in der Werkstatt basteln, damit die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist. Wären es viel mehr als zehn, würde Herr Paul den Überblick verlieren und könnte nicht mehr aufpassen, dass sich kein Kind beim Hantieren mit dem Werkzeug verletzt. Deswegen muss er manchmal auch einige Kinder, die zum Basteln in die Werkstatt kommen, wieder wegschicken. „Aber dann sage ich ihnen, dass sie am nächsten oder einem anderen Tag wiederkommen sollen, denn es sollen ja alle Kinder hier handwerkern dürfen“, erklärt Herr Paul.

Die Sicherheit beim Arbeiten steht bei Herrn Paul immer an erster Stelle. Bevor wir mit Hammer, Säge oder Schraubenzieher loslegen dürfen, bekommen alle Schüler*innen von ihm eine Unterweisung. Haare zusammenbinden, einen Zopf machen bei langen Haaren, keine Ketten tragen, dafür aber bei manchen Werkzeugen Schutzbrille und Handschuhe, heißt es dann. Unter seiner Aufsicht dürfen die Kinder an alle Maschinen in der Werkstatt, auch an den Akkubohrschrauber. Nur die Bandsäge und die Kreissäge sind tabu, hier macht Herr Paul das Sägen.

Herr Paul wird von den Schüler*innen interviewt.

Du kannst in der Werkstatt eigentlich alles aus Holz bauen, das du möchtest – zum Beispiel ein Holzhandy, ein Vogelhaus mit Schaukel, eine Schatulle, eine Kiste, Holztiere, Best-Friends-Herzen oder einen Hocker oder einen Tisch. Herr Paul hilft den Kindern dabei. Nur Schwerter oder Waffen bauen geht nicht, denn „es gibt so viel anderes Schönes, das wir bauen können“. Was noch nicht fertig gebaut wurde, lagert Herr Paul vorübergehend in den Regalen der Werkstatt. Ihre fertigen Objekte können die Kinder mit nach Hause nehmen.

Das ganze Werkzeug, das man dafür braucht, ist in der Werkstatt von Herrn Paul vorhanden. Geht etwas mal kaputt, dann kann Herr Paul über die Schule Neues kaufen.

Manchmal wird es richtig voll in der Werkstatt.

Herr Paul ist ein echter Experte fürs Bauen. Nach der Schule hatte er den Schlosser-Beruf gelernt (den nennt man heute Metallbauer), und er arbeitet nach eigenen Angaben in seiner Freizeit viel und gerne mit Holz. „Zu Hause habe ich mir zum Beispiel selbst eine Gartenlaube gebaut“, erzählt Herr Paul.  Und es mache ihm auch viel Spaß, mit Kindern zu arbeiten und ihnen das Bauen mit Holz zu vermitteln.

Am Ende müssen alle Kinder die Sachen, die sie benutzt haben, wieder wegräumen. „Das klappt ganz gut, da bin ich wirklich stolz auf die Kinder“, sagt Herr Paul. „Nur manchmal muss ich einige Kinder ermahnen, die unbedingt noch weiterbauen möchten, obwohl die Werkstattzeit schon vorbei ist.“

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Autoren: Wisdom, Brd

Kein Vergessen: Campus-Schülerinnen verarbeiten ihren Auschwitz-Besuch in Texten und Bildern

Nach zwei ausgefallenen Fahrten besuchten Schüler*innen des Campus Hannah Höch im vergangenen Dezember das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Polen. Jetzt gaben sie in einer Performance mit Texten und Bildern ihre Eindrücke von und Gedanken zu der Gedenkstättenfahrt wieder.

Sieben Schülerinnen der 10.3, die im Dezember an der Bildungsfahrt teilgenommen hatten, entwickelten zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Nassereddin und der Schulsozialarbeiterin Sabrin Heida in sechs mehrstündigen Workshops die etwa halbstündige Performance. Am vergangenen Freitagabend führten sie das Lesestück vor knapp 30 Zuschauer*innen im Mehrzweckraum im Haus 5 auf. 

Vier von ihnen – ganz in Schwarz gekleidet und mit einer weißen Rose an der Bluse – trugen abwechselnd die Tagebucheinträge aller Mitwirkenden während der Zeit der Gedenkstättenfahrt vor. Eine andere Schülerin in weißem Kostüm las Passagen aus dem Tagebuch Anne Franks vor. 

Die Zuschauer*innen wurden vor Betreten des Raumes aufgeteilt. Einige erhielten eine rote Rose und wurden durch die Tür direkt in den Zuschauerraum gewinkt. Andere bekamen einen Stein übergeben und mussten den Nebeneingang in den verdunkelten, abgetrennten hinteren Bereich des Raumes nehmen. Eine Anspielung an die Selektion der deportierten Juden und Jüdinnen gleich bei ihrer Ankunft im Vernichtungslager durch SS-Ärzte.

Schulleiterin Frau Ristow im Gespräch mit den Schülerinnen.

Solche Bildungsfahrten seien wichtig, betonte Schulleiterin Frau Ristow bei der Begrüßung der Zuschauer*innen. Gerade angesichts des Krieges und seiner schrecklichen Auswüchse in der nahen Ukraine. Sie wünschte den Gästen eine berührende Vorstellung – die diese auch erlebten.

Auf einer Stellwand zeigten die Schülerinnen Bilder von ihrer Gedenkstättenfahrt.

Nach der Aufführung hatten die Zuschauer*innen bei Kuchen, Keksen und Getränken die Gelegenheit, an Stellwänden die ausgedruckten Tagebucheinträge der Schüler*innen zu lesen und sich Bilder von der Gedenkstättenfahrt anzusehen. “Liebe Anne, ich kann immer noch nicht glauben, dass Menschen zu so etwas fähig sind”, beginnt einer der Texte. “Liebe Anne, ich halte es nicht mehr aus. Wie können Menschen so grausam sein?” fragt ein anderer.

Brd