Die Kinder der Lerngruppe 123e von Frau Trümper bringen ein Stück nach dem anderen auf die Bühne. Nach dem Märchen-Medley “Dornröschen zweimal wachgeküsst“, das sie zum Aufführungszeitpunkt aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht vor richtigem Publikum aufführen konnten, zeigten sie jetzt kurz vor Schuljahresende das “Dschungelbuch” als Musical.
Die Aufführungen des “Dschungelbuch” fanden kurz vor dem Schuljahresende in tropischer Hitze auf der Bühne in der SoFi in Haus 1 statt. Das verwendete Bühnenbild stammte aus einem Kunstprojekt der Lerngruppe 123g. „Beides ein schöner Erfolgt!“, befand Frau Trümper.
Brd
Schüler*innen blicken in die Küche von 40 SECONDS BERLIN
Wie wird das Mittagessen für unsere Schule gemacht? Mit dieser Fragenmachten sich vier SCHNIPSEL-Redakteurinnen auf in den Westhafen zu unserem Schulcaterer 40 SECONDS BERLIN. Dort sahen sie bei einem Rundgang durch die Küche, wie das Essen für den nächsten Tag zubereitet wurde, und fragten danach den Betriebsleiter Herrn Wewer, was er und sein Team noch alles machen müssen, damit die Kinder am Campus und an anderen Schulen mittags ihr Essen bekommen.
Beeindruckend: die riesigen Kellen und Schneebesen
Wir sind von der Schule mit Frau Gefeller und Herrn Brodersen mit der U-Bahn und der S-Bahn zu 40 SECONDS BERLIN in den Westhafen gefahren. Vor der Tür empfing uns Frau Ernst und ging mit uns rein. Drinnen wartete Herr Wewer, der Küchenchef, auf uns. Er führte uns durch die Küche und erklärte uns alles. Als erstes zeigte er uns, wie Herr König und Herr Winter das Essen für den nächsten Monat planten. Dann sahen wir, wie in riesigen Wannen das Chilli für den morgigen Tag gekocht wurde. Der Koch rührte die Maische und Bohnen mit einer riesigen Schöpfkelle um. Nach dem Kochen wird das Essen im Kühlschrank heruntergekühlt und später dann in Schalen für den Transport zur Schule gefüllt.
Herr Wewer erklärt die Abläufe in der Küche von 40 SECONDS BERLIN.
Nach dem Rundgang durch die Küche sind wir in die Büroräume von 40 SECONDS BERLIN gegangen. Dorthin, wo auch Frau Ernst normalerweise arbeitet. Hier durften wir Herrn Wewer unsere vorbereiteten Fragen über die Arbeit in der Küche stellen. Wir hatten ganz schön viele Fragen, und Herr Wewer beantwortete jede Frage ausführlich. Damit wir vor dem Schreiben unseres Artikels nicht alles wieder vergessen, haben wir das Interview mit dem Handymikrofon aufgenommen.
Nach dem Interview bekamen wir zwar kein Essen aus der Küche, aber gekaufte Croissants. Die waren auch lecker. Anschließend sind wir in die Schule zurückgefahren.
So viel Reden übers Essen macht hungrig!
Ich fand den Besuch in der Küche von 40 SECONDS BERLIN sehr gut, weil Herr Wewer und Frau Ernst uns alles ganz genau gezeigt haben. Mich hat vor allem der große Schneebesen beeindruckt.
Autorin: Alia
Der Weg vom Speiseplan bis zum fertigen Schulessen
Der Speiseplan wird jeden Monat von Herrn König und Herrn Winter erstellt. Der Küchenchef Herr Wewer schaut danach nochmal drauf und macht manchmal noch kleine Änderungen am Plan. Dann erstellt er die Einkaufsliste und bestellt das Essen bei den Lieferanten in Berlin und Umland. Die bringen die Zutaten dann zu 40 SECONDS BERLIN. Herr Wewer achtet bei der Auswahl auf regionale und saisonale sowie auf Bio-Produkte.
Nach dem Rundgang befragten unsere Redakteurinnen den Küchenchef.
40 SECONDS kocht in der eigenen Küche im Westhafen das Essen für die Schulen. Auf Rollwagen liegen sackweise Zutaten. Die werden in riesige Wannen gefüllt, gemischt und gekocht. Zum Umrühren benutzt der Koch riesige Kellen und Schneebesen. Nach dem Kochen muss das Essen innerhalb von 90 Minuten auf unter 4 Grad Celsius abgekühlt werden, damit es hygienisch bleibt. Nach dem Kühlen wird das Essen kommissioniert: Das heißt, es wird in Portionen für die verschiedenen Schulen aufgeteilt und auf Rollwagen für den Transport bereitgestellt.
Um 16:30 Uhr kommen die Fahrer zur Küche und laden die Rollwagen in ihren Wagen. Bis kurz nach Mitternacht liefern sie das Essen an alle Schulen, für die 40 SECONDS BERLIN kocht, aus. Um in die Schulküchen reinzukommen, haben die Fahrer einen Schlüssel. Die dreckigen Bleche vom Essen davor nehmen sie gleich mit, damit die in der Küche von 40 SECONDS gewaschen werden.
So viel Nudeln für das Chili für den kommenden Tag.
Autorin: Isabella
Wo kommt der Name 40 SECONDS her?
40 Sekunden dauerte die Fahrt mit dem Fahrstuhl in den damaligen Club des Gründers Thorsten
Schermall. Der Club lag im achten Stock eines Gebäudes nahe des Potsdamer Platzes.
Thorsten Schermall ist dann Familienvater geworden. Einen Club zu betreiben und außerdem
eine Familie zu haben, lässt sich schlecht vereinbaren. Außerdem hatte er immer schon eine
Neigung zur Gastronomie. Durch ein zufälliges Zusammentreffen mit einem bekannten Koch wurde
die Idee geboren am gleichen Platz ein Restaurant aufzumachen. Daraus ist das GOLVET geworden.
2017 wurde es gegründet und ist seitdem eines der besten Berliner Restaurants und hat sogar
einen Michelin-Stern.
In der Werkstatt von Herrn Paul
Herr Paul bleibt uns zumindest für ein weiteres Jahr erhalten! Unser Schulsozialarbeitsträger Aufwind e.V. und der Profi-Handwerker haben ihren Arbeitsvertrag verlängert. Damit haben die Kinder am Campus Hannah Höch weiterhin die Möglichkeit, unter der Anleitung von Herrn Paul in AGs und im Mittagsband zu hämmern, zu sägen und zu bohren, was das Zeug hält.
Am glücklichsten darüber wird unser Schüler Wisdom aus der 123f sein. Er ist nicht nur ständiger Besucher in der Werkstatt von Herrn Paul, sondern hatte auch in der Schule eine Unterschriftenaktion für Herrn Paul gestartet. Wisdom beschreibt im folgenden Artikel, was man am Campus bei Herrn Paul alles machen kann. Für den Artikel führte er zusammen mit Mia, Mounia, Nele und Julie ein Interview mit Herrn Paul in der Werkstatt.
Herr Paul bei der Arbeit.
Bereits seit 2014 bietet Herr Paul am Campus die Werkstatt-AG sowie die offene Werkstatt und den mit Werkzeug und Material gefüllten Bauwagen im Mittagsband an. Was die Schüler*innen seitdem unter seiner Anleitung alles gebaut und repariert haben, lässt sich überall auf dem Schulgelände und in den Lerngruppenräumen begutachten. Draußen etwa an der Aufbewahrungskiste in der Matschepampe, den Sitzelementen und Palettenmöbeln, dem Carport-Dach, der Torwand, den neuen Weghinweisschildern oder dem großen „WIR“-Schriftzug an der Wand von Haus 2 zur Bienenwiese hin. Drinnen zum Beispiel an Bücherregalen.
Die Holzwerkstatt von Herrn Paul befindet sich in Haus 3, also in der Mitte zwischen den Bereichen der Grund- und der Mittelstufe. Geöffnet ist die Holzwerkstatt montags bis donnerstags im Mittagsband, also etwa ab 12:30 bis 14 Uhr.. In der Zeit darf eigentlich jede Schülerin und jeder Schüler aus Grund- und Mittelstufe bei Herrn Paul vorbeikommen. Die Jahrgangsstufe spielt – anders als bei den AGs – keine Rolle.
Wisdom will, dass die Werkstatt im Mittagsband bleibt.
Allerdings dürfen nur um die zehn Kinder gleichzeitig in der Werkstatt basteln, damit die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist. Wären es viel mehr als zehn, würde Herr Paul den Überblick verlieren und könnte nicht mehr aufpassen, dass sich kein Kind beim Hantieren mit dem Werkzeug verletzt. Deswegen muss er manchmal auch einige Kinder, die zum Basteln in die Werkstatt kommen, wieder wegschicken. „Aber dann sage ich ihnen, dass sie am nächsten oder einem anderen Tag wiederkommen sollen, denn es sollen ja alle Kinder hier handwerkern dürfen“, erklärt Herr Paul.
Die Sicherheit beim Arbeiten steht bei Herrn Paul immer an erster Stelle. Bevor wir mit Hammer, Säge oder Schraubenzieher loslegen dürfen, bekommen alle Schüler*innen von ihm eine Unterweisung. Haare zusammenbinden, einen Zopf machen bei langen Haaren, keine Ketten tragen, dafür aber bei manchen Werkzeugen Schutzbrille und Handschuhe, heißt es dann. Unter seiner Aufsicht dürfen die Kinder an alle Maschinen in der Werkstatt, auch an den Akkubohrschrauber. Nur die Bandsäge und die Kreissäge sind tabu, hier macht Herr Paul das Sägen.
Herr Paul wird von den Schüler*innen interviewt.
Du kannst in der Werkstatt eigentlich alles aus Holz bauen, das du möchtest – zum Beispiel ein Holzhandy, ein Vogelhaus mit Schaukel, eine Schatulle, eine Kiste, Holztiere, Best-Friends-Herzen oder einen Hocker oder einen Tisch. Herr Paul hilft den Kindern dabei. Nur Schwerter oder Waffen bauen geht nicht, denn „es gibt so viel anderes Schönes, das wir bauen können“. Was noch nicht fertig gebaut wurde, lagert Herr Paul vorübergehend in den Regalen der Werkstatt. Ihre fertigen Objekte können die Kinder mit nach Hause nehmen.
Das ganze Werkzeug, das man dafür braucht, ist in der Werkstatt von Herrn Paul vorhanden. Geht etwas mal kaputt, dann kann Herr Paul über die Schule Neues kaufen.
Manchmal wird es richtig voll in der Werkstatt.
Herr Paul ist ein echter Experte fürs Bauen. Nach der Schule hatte er den Schlosser-Beruf gelernt (den nennt man heute Metallbauer), und er arbeitet nach eigenen Angaben in seiner Freizeit viel und gerne mit Holz. „Zu Hause habe ich mir zum Beispiel selbst eine Gartenlaube gebaut“, erzählt Herr Paul. Und es mache ihm auch viel Spaß, mit Kindern zu arbeiten und ihnen das Bauen mit Holz zu vermitteln.
Am Ende müssen alle Kinder die Sachen, die sie benutzt haben, wieder wegräumen. „Das klappt ganz gut, da bin ich wirklich stolz auf die Kinder“, sagt Herr Paul. „Nur manchmal muss ich einige Kinder ermahnen, die unbedingt noch weiterbauen möchten, obwohl die Werkstattzeit schon vorbei ist.“
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Autoren: Wisdom, Brd
Unsere Schule heute und früher im Vergleich – Erzieher*innen erzählen
Seit knapp sieben Jahren ist der Campus Hannah Höch offiziell eine Gemeinschaftsschule – vorher aber schon kooperierten die benachbarten Hannah-Höch-Grundschule und Greenwich-Oberschule, wie ihr in dem Artikel über unsere Schulgeschichte nachlesen könnt. Wie aber war es früher, als Schülerin oder Schüler auf diese beiden Schulen zu gehen?
Darüber habe ich mit Frau Pundt, Frau Planitzer und Herr Reimers gesprochen. Alle drei arbeiten heute als Erzieher*innen an unserer Schule. Frau Pundt schon seit 24 Jahren. Deshalb hat sie den Wandel an der Schule in dieser langen Zeit sehr direkt erlebt. Frau Planitzer (2004-2010) und Herr Reimers (von 1985-1991) gingen dagegen früher selbst zum Lernen auf unsere Grundschule und können deshalb aus Schüler*innen-Sicht beschreiben, wie sich die Schule heute von der Schule früher unterscheidet.
Früher waren die Klassen größer als heute, berichten alle drei. An die 30 Schüler*innen saßen da zusammen. Heute sind es um die 20. Auch die Schulzeit war anders: von montags bis samstags und meistens von 8 bis 12 Uhr. Die Kinder waren ruhiger und entspannter, weil sie in den Pausen viel aktiver waren, erzählt Frau Planitzer. Andererseits waren die Lehrer*innen früher meist älter und strenger, findet Herr Reimers. Er erlebte manche Lehrer sogar als „leicht aggressiv“.
Jahrgangsübergreifende Lerngruppen (JüL) gibt es schon länger an unserer Schule. Die Umstellung von den jahrgangshomogenen Klassen begann schon vor 20 Jahren und dauerte ungefähr sechs Jahre. Es gab früher keine Logbücher, sondern Wochenpläne. Die darin aufgeführten Aufgaben mussten unter der Woche erledigt werden.
In der Zeit wurden auch Kurse und AGs eingeführt. Die Schule Campus Hannah Höch hatte aber schon früher sehr viel Wert auf das Thema Kunst gelegt, was heute noch der Fall ist, wie die vielen großen und bunten Kunstwerke von Schüler*innen in den Hallen, Gängen und Räumen der Schule zeigen.
Das Internet sei heute sehr hilfreich im Unterricht, meint Herr Reimers, der ebenfalls früher Schüler am Campus war und heute hier als Erzieher arbeitet. Frau Planitzer ist da anderer Ansicht: Sie glaubt, dass die Schüler*innen dadurch fauler geworden seien. Wussten sie zum Beispiel früher ein Wort nicht, mussten sie es in einem Wörterbuch nachschlagen. Heute googelten sie es schnell auf dem Tablet.
Was meint ihr denn dazu? Diskutiert diese Frage doch einmal mit euren Mitschüler*innen, Lehrer*innen oder Eltern!
Autorin: Yasemin
Schulspiel: Kitakinder zeigen, was sie schon alles können
Vielleicht hattet ihr es auch bemerkt: In den vergangenen zwei Wochen standen auf dem Schulhof etliche Kitakinder mit ihren Eltern herum und warteten. Warum die Kitakinder in unserer Schule waren? Das sind unseren zukünftigen Erstklässler!
Sie kamen zum Schulspiel in die Schule, um getestet zu werden. Beim Schulspiel werden immer acht Kinder getestet, um einzuschätzen, in welche Klassen sie gehen können. Es werden Spiele gespielt wie ein Reimspiel, “Ich packe meinen Koffer”, Merkspiele, “Mein rechter Platz ist leer” und Anlautspiele. Die Kinder zeigen, wie gut sie schneiden, kleben, malen können, ob sie Zahlen schreiben, in der Linie malen und beschreiben können.
Frau Schliepach mit dem Bücherwurm Ninni
Am Anfang sind viele Kitakinder noch sehr schüchtern. Manche trauen sich erstmal gar nicht alleine in den Raum. Aber wenn der Bücherwurm Ninni kommt, dann sind die Kinder voll dabei und haben viel Spaß. Und die bald neuen Mitschüler*innen haben es diesmal wieder super gemacht. Nach den Sommerferien kommen die Kinder dann als Sonnen jeden Tag zu uns.
Autor*innen: Alia und Gianluca
Wir haben eine neue Sekretärin
Wir haben eine neue Sekretärin an der Schule. Sie heißt Franziska König und arbeitet seit vergangenen März für die Grundstufe in Haus 1. Als wir dort zum verabredeten Interview erscheinen, klingelt das Telefon. Wir müssen erstmal warten. Ihr Telefon klingelt ziemlich oft am Tag, erzählt uns Frau König. Dann kann es losgehen.
Joshua und Benjamin stellen Frau König ihre Fragen (von rechts nach links).
SCHNIPSEL: Gefällt es Ihnen an unsere Schule?
Frau König: Mir gefällt es gut hier, weil es sehr abwechslungsreich ist.
SCHNIPSEL: Warum sind Sie Sekretärin geworden?
Frau König: Mir gefällt es, mit Menschen zu arbeiten. Besonders viel Spaß macht mir es, wenn ich direkt mit euch Kindern zu tun habe.
SCHNIPSEL:Was ist Ihre Aufgabe als Sekretärin?
Frau König: Ich führe zum Beispiel viele Gespräche mit Eltern, telefoniere viel und kümmere mich um die Post. Und dann habe ich immer viel für die Schulleitung zu erledigen.
SCHNIPSEL: Hatten Sie mal einen anderen Beruf? Wenn ja, welchen?
Frau König: Ich war mal 10 Jahre lang bei der Bundeswehr.
SCHNIPSEL: Haben Sie selbst Kinder?
Frau König: Ja, eines ist ein Jahr alt und mein anderes Kind ist sieben Jahre alt.
SCHNIPSEL: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Frau König: Ich kümmere mich um meine Kinder und mache gerne Sachen, die mit Radsport oder Fußball zu tun haben.
SCHNIPSEL: Was wissen Sie schon über unsere Schule?
Frau König: Ich wusste vorher schon, dass diese Schule eine Gemeinschafts- und Ganztagsschule ist. Als ich dann anfing, hier zu arbeiten, ist mir gleich aufgefallen, dass es an unserer Schule besonders viele AG-Angebote gibt.
SCHNIPSEL: Vielen Dank für das Interview, Frau König!
Motivation fürs nächste Interview.
Bevor wir gehen, schenkt Frau König uns noch einen Bonbon. Das hatte sie ja schon verraten, als sie sich den neuen Kolleg*innen im Haus vorstellte – dass sie immer ansprechbar sei und dass sie für Notfälle immer eine Tüte Bonbons im Schrank habe. Aber da klingelt schon wieder das Telefon und wir gehen.