Die neuen Sonnen sind da

42 Jungen und Mädchen wurden am Samstag, 29. August 2026, am Campus Hannah Höch eingeschult. Unsere Schulleiterin Frau Wengler und unsere Grundstufenleiterin Frau Hauser wünschten den neuen Sonnen für ihren neuen Lebensabschnitt an unserer Gemeinschaftsschule viel Spaß beim Lernen und viele neue Freundschaften. Kinder der 123er-Lerngruppen begrüßten die neuen Mitschüler:innen mit einem bunten Programm. Greta aus der SCHNIPSEL-Redaktion hat mit Beteiligten der Einschulungsfeier gesprochen.

Interview mit Frau Matschke, Lerngruppenleiterin der 123b

SCHNIPSEL: Wie ist die Einschulung abgelaufen? 

FRAU MATSCHKE: Zuerst haben sich die Schauspieler im Klassenraum getroffen. Dann folgte die Aufführung mit dem „Animal Dance“ und dem Lied „Lesen heißt auf Wolken liegen“. Danach wurden die neuen Sonnen in den Lerngruppen mit Spielen empfangen.

SCHNIPSEL: Was war für dich das Beste?

FRAU MATSCHKE: Das Lied „Lesen heißt auf Wolken liegen“.

SCHNIPSEL: Lief alles nach Plan ab? 

FRAU MATSCHKE: Ja, alles ist gut gelaufen.

SCHNIPSEL: Wie war für dich Einschulung insgesamt? 

FRAU MATSCHKE: Ich hätte lieber das „Pippi Langstrumpf“-Theater gehabt, aber sonst gefiel mir alles gut.

Stimmen der neuen Sonnen

VIKTORIA: Mir gefällt die Schule hier gut. Ich finde den Hof toll, den Morgenkreis und das Mittagessen.

CEYDA: Alles ist toll. Mir gefallen der Hof und Ausflüge.

LAURA: Es ist schön hier am Campus. Ich mag das Lernen und meine Lehrerin Frau Urbanski.

Autorin: Greta

Die Farben an unserer Schule

Für unsere Fotoserie überlegten wir, welche Farben an unserer Schule zu sehen sind. Dann fotografierten wir die Orte, an denen diese Farben zu finden sind.

Blauer Riese für Blau: Hier drauf können wir schön liegen.

Beach-Feld für Gelb: Hier können wir spielen, und es ist schön hier. 

Der Baum für Grün: Auf dem Baum kann Obst wachsen.

Roter Hof für Rot: Hier können wir Fußball spielen. 

Blumen für Lila: Die sehen so schön aus.

Der Kletterturm für Rosa: Das Klettern darauf macht Spaß. 

Holz für Braun: Mit Holz kann man bauen.

Blumen für Weiß: Hier fliegen die Bienen. 

Die Rutsche für Silber: Hier können wir spielen.

Autorinnen: Celine und Joleen

Familie Fuchs wohnte auf unserem Schulgelände

Auf der Bienenwiese des Campus gab es im vergangenen Schuljahr einen Fuchsbau. Dort war eine Fuchsfamilie eingezogen. Die Mutter brachte fünf Fuchswelpen zur Welt. Frau Wojciechowski fotografierte die Füchse und zeigte uns Bilder. Die Fotos sind supersüß. Auf den Bildern sind die Fuchswelpen noch ganz klein.

Leider starben die Mutter und zwei Welpen. Deshalb brachte der Fuchsvater den Kleinen Beute zum Fressen.

Wenn du bei einem Fuchsbau bist, verhalte dich still. Denn auch die Füchse haben ein Recht, hier zu leben.

Diese Tipps gibt der NABU für den Umgang mit Füchsen:

  • kein Essen offen liegen lassen
  • den Fuchs nicht verjagen
  • den Fuchs nicht füttern
  • nicht zu nah an den Fuchsbau herangehen

Autorin: Greta

Zukunftstag-Projekt: Wie man obdachlosen Menschen helfen kann

Zu viert suchten wir Schüler der 456er-Lerngruppen zusammen mit Frau Poznyak das Gespräch mit Obdachlosen in Berlin. Wir fanden welche und sprachen sie an. Sie konnten kein Deutsch, aber Mansur, Max und Frau Poznyak sprechen auch Russisch und übersetzten für uns andere das Gesagte.  

In dem Tunnel, in dem wir sie antrafen, schlafen ungefähr 30 Obdachlose. Wir hatten Essen und Getränke dabei, das wir ihnen gaben. Ein Problem der Menschen dort ist, dass sie kein warmes Essen haben. Außerdem ist es im Tunnel sehr laut. Ich könnte bei dem Lärm dort nicht schlafen. Abends gehen sie oft betteln, erzählten sie uns.

Ich habe durch das Projekt gelernt, dass man alles wertschätzen soll. Egal, ob du das neueste Handy hast oder nicht – du hast ein Handy! Sei dankbar dafür!

Am Ende schenkte uns ein Obdachloser ein Skateboard.

Autor: Milow

„Man sollte dankbar für das sein, was man hat und bekommt“

SCHNIPSEL: Ziad, wie habt ihr euch für das Projekt vorbereitet?

ZIAD: Wir haben uns den Ablauf überlegt und uns Fragen für die Gespräche mit den obdachlosen Menschen überlegt.

SCHNIPSEL: Was hast du dir von dem Treffen erhofft?

ZIAD: Dass wir die Sprachen verstehen. Sie haben alle kein Deutsch gesprochen.

SCHNIPSEL: Wie hast du dich vor Ort gefühlt?

ZIAD: Es war wegen der Autos sehr laut, so dass ich Kopfschmerzen bekam. Ich habe mich unsicher gefühlt.

SCHNIPSEL: Wie hast du dich danach gefühlt?

ZIAD: Nachdem mir die Obdachlosen geholfen hatten, fühlte ich mich besser. Ich war am Ende auch kaputt.

SCHNIPSEL: Was hat dich besonders beeindruckt?

ZIAD: Dass die obdachlosen Menschen dort sehr dankbar und nett waren.

SCHNIPSEL: Was hast du sonst noch beobachtet?

ZIAD: Dass sehr viele Matratzen auf dem Boden lagen und dass die dort lebenden Menschen alle zusammen saßen.

SCHNIPSEL: Was hast du durch das Treffen über das Leben auf der Straße gelernt?

ZIAD: Dass wir in der Schule aufpassen und mitmachen sollten. Viele der Menschen dort waren Bauarbeiter und finden hier keine Arbeit, weil sie nicht angemeldet sind.

SCHNIPSEL: Was wünschen sich die Menschen, dir ihr dort gesprochen habt, am meisten?

ZIAD: Ihr größtes Bedürfnis ist warmes Essen.

SCHNIPSEL: Wie kann man den wohnungslosen Menschen dort helfen?

ZIAD: Mit Essen und Verpflegung.

SCHNIPSEL: Was hast du durch das Treffen über dich selbst gelernt?

ZIAD: Dass man dankbar sein sollte für das, was man hat und bekommt.

SCHNIPSEL: Was hast du über deine Mitschüler:innen gelernt?

ZIAD: Sie sollten offener gegenüber anderen Menschen sein.

SCHNIPSEL: Was würdest du nächstes Mal anders machen?

ZIAD: Ich würde mehr Orte besuchen und mehr Fragen stellen.

SCHNIPSEL: Was hat dir besonders gut gefallen?

ZIAD: Die Menschen, die dort auf der Straße leben, waren nett und großzügig.

So war es an unseren Schulen in Kabul und Harare

Wir haben unsere Mitschülerinnen Abida und Denique über ihre Erfahrungen in der Schule ihrer früheren Heimat befragt. Abida kommt ursprünglich aus Afghanistan, Denique aus Simbabwe. Einiges von dem, was sie erzählten, machte uns traurig. Sie sagten, dass die Kinder dort für Fehler geschlagen wurden. Und Abida berichtete, dass es keinen Pausenhof für die kleinen Kinder und dass es getrennte Klassen für Jungs und für Mädchen in der Schule gab. Uns gefiel aber, was Denique von den Partys an ihrer Schule erzählte und dass bei Abida die Schule erst um 10 Uhr morgens begann.

Aaliyah und EMILIA: Wir beide arbeiten für die SCHNIPSEL-Redaktion und haben zwei Gäste hier. Stellt euch bitte kurz vor. 

ABIDA: Ich heiße Abida, ich bin 12 Jahre alt. Ich komme aus Afghanistan, Kabul, und ich bin seit drei Jahren hier.

DENIQUE: Ich bin Denique. Ich bin 11 Jahre alt. Ich bin im August 2024 gekommen, also vor einem Jahr sieben Monaten. 

AALIYAH: Erzähle von deiner Schule in deiner Heimat früher. Wie war die Schule? 

ABIDA: Also meine Schule war nicht so groß. Es ging bis in die sechste Klasse. Da gingen auch Mädchen und auch Jungs, aber in getrennten Klassen.

DENIQUE: In meiner Schule ging es bis zur neunten Klasse. In jeder Klasse waren ungefähr 20 Kinder, Jungen und Mädchen. Wir hatten Unterricht bis 15 Uhr. Es gab die Fächer Englisch, Shona, unsere Hauptsprache, Mathe, Landwirtschaft, Gewi und Sport natürlich. 

ABIDA: Meine Schule fing um 10 Uhr an und endete um 15 Uhr. In einer Mädchenklasse waren 10 bis 16 Kinder. Wir hatten Mathe und Afghanisch. Und wir hatten Englisch, aber da haben wir nur Buchstaben gelernt. Also drei Fächer. Sport hatten wir nicht. 

EMILIA: Wie waren die Lehrer in eurer Schule? 

DENIQUE: Bei uns waren die Lehrer nicht so nett. Wenn wir etwas falsch machten, wurden wir geschlagen – auf die Hand, den Rücken oder den Hintern. Die Mädchen meistens auf die Hand. Und für jede falsche Antwort schluegen die Lehrer dich auch. Ja, so war es da. 

AALIYAH: Also bei uns war es auch so, dass man mit dem Lineal auf die Hand geschlagen wurde, zum Beispiel wenn man zu spät kam oder Streit hatte.

EMILIA: Also, das finde ich schlimm. Für mich würde das richtig weh tun. Egal, ob man leicht haut, das tut irgendwie weh. 

AALIYAH: Welche Regeln gab es in der Schule oder was war besonders wichtig? 

ABIDA: Dass man als Mädchen nicht zur Jungsklasse geht. 

DENIQUE: Wir mussten immer Hausaufgaben machen und Sachen erledigen. Und wenn du eine Aufgabe falsch hattest, musstest du es wieder schreiben. Wenn du es wieder falsch hattest, musstest du es immer wieder schreiben, bis du es richtig hattest. Und sonst wurdest du geschlagen. 

AALIYAH: Wie sah es bei euch im Klassenraum aus? Wie habt ihr gesessen? 

DENIQUE: Ich finde es eigentlich sehr gut, wie wir da im Klassenraum saßen. Wir saßen nicht am Gruppentisch, sondern in drei Reihen und guckten alle nach vorne auf die Tafel. Jedes Schuljahr durftest du entscheiden, wo du für das ganze Schuljahr sitzt. Die Tische hatten keinen Fächer. Du konntest den Tisch aufmachen und deine Sachen nehmen. Du musstest dafür nicht herumlaufen. Der Lehrer hatte einen eigenen Tisch. 

ABIDA: Man hat keinen Gruppentisch, sondern saß auf zwei Plätzen nebeneinander. Vorne war eine Tafel. Der Lehrer hatte auch einen eigenen Tisch. Unsere Tafel war grün und wurde mit Kreide beschrieben

AALIYAH: Was habt ihr in den Pausen gemacht? 

ABIDA: Erstens hatten wir keine Schulhofpause. Zweitens hatten wir keinen Hof. Wir hatten einen kleinen Raum. Da waren Spielgeräte wie eine kleine Rutsche aus Plastik. Wir durften zehn Minuten Pause machen. Klettersachen gab es nur für die Großen.

DENIQUE: Bei uns war die Pause eine Stunde lang. Wir hatten keinen Schulhof, sondern gingen nach draußen, wo die Autos waren. Neben der Schule gab es einen Spielplatz mit Schaukeln. Weiter hinten gab es ein sehr großes Feld, auf dem man spielen konnte. Wir benutzten es meistens für Sport und zum Spielen. So war die Pause. 

AALIYAH: Gab es in eurer Schule eine Schuluniform? 

DENIQUE: Ja. Es gab bestimmte Uniformen für bestimmtes Wetter. Wenn es Winter war, mussten alle Schüler Hosen anziehen. Es gab eine Bluse und ein Badge. Da stand Coronation Academy drauf. So hieß unsere Schule. Im Sommer mussten die Jungs Hosen anziehen, die Mädchen einen Rock, und kurzärmlige T-Shirts. Im Winter waren es langarmige T-Shirts. Und wir trugen blaue Hüte.

ABIDA: Bei uns gab es auch Uniform. Wir mussten einen langen Rock anziehen, im Sommer und im Winter. Dazu blaue T-Shirts und eine blaue Jacke, die auch blau ist. Die 456er mussten ein Kopftuch tragen, die jüngeren konnten. Aber wir hatten Tage, an denen wir einfach anziehen konnten, was wir wollten. Dann brachten wir Essen für alle mit.

DENIQUE: An unserer Schule hatten wir viele Partys mit Liedern, Tanzen und Essens- oder Tanz-Challenges und so. Du konntest da Preise gewinnen. Und wir feierten Geburtstage zusammen. Und wenn jemand das Land verließ, machen wir eine sehr große Party. So war es auch für mich. 

EMILIA: Wie war es bei deiner Party? 

DENIQUE: Es war groß. Es war nur für mich, weil ich das Land verließ. Ich hatte zwei Kuchen dabei, einen von der Schule und einen von meiner Mutter. Ich musste sehr viele Fotos machen und wir machten auch Challenges. 

AALIYAH: Was hat dir an deiner frühen Schule gefallen und was hat dir nicht gefallen? 

DENIQUE: Ich fand gut, dass die Schule groß war, wir Uniformen trugen und miteinander spielten. Aber ich fand nicht gut, dass man die Kinder schlug. Ich fand das ein bisschen zu gemein. Und auch wenn wir falsch machten, war es nur ein Fehler, und wir konnten es das nächste Mal besser machen. Aber dann die Kinder gleich zu schlagen, das fand ich nicht gut. 

ABIDA: Ich fand es gut, dass man erst um 10 Uhr zur Schule ging. Mir gefiel nicht, dass man Kinder schlug und dass es keine längeren Pause für die 123er gab. 

AALIYAH: Jetzt im Vergleich, wie findet ihr es jetzt an unserer Schule? 

DENIQUE: 50-50, weil beide Schulen sind gut. Aber hier muss ich eine Sprache, die ich nicht so gut kann. Ich muss Deutsch sprechen. Hier sind Sachen immer schwer für mich, wegen der Sprache. In meiner Schule in Harare war es einfacher. 

ABIDA: Also hier gefällt mir, dass man sich hier anziehen kann, wie man will, und dass man viele Fächer und große Hofpausen hat.

AALIYAH: Ich finde schon ein paar Sachen traurig: zu wissen, dass man geschlagen wurde und so. Aber ich finde, es war auch cool in eurer Schule, dass ihr so Partys hattet und Challenges. Wir haben jetzt ein bisschen mehr gelernt über euer Land, wie es in eurer Schule war. Vielen Dank, dass ihr darüber so viel erzählt habt.

Autorinnen: Aaliyah, Abida, Denique, Emilia

Kehrenbürger-Aktion: Müllsammeln rund um den Campus

Am 3. Juni haben die Klassen 456abc des Campus Hannah Höch rund um den Campus die BSR-Kehrenbürger-Aktion „Kehrenbürger“ durchgeführt. Fast 60 Kinder haben zusammen mit unseren Lehrern und Lehrerinnen das unmittelbare Umfeld unserer Schule im Märkischen Viertel von Dreck und Müll gesäubert. 

Von der BSR waren die Kinder professionell mit Besen, Schaufeln, Mülltüten, Müllzangen  und besonderen Westen ausgestattet. Den ganzen Vormittag sammelten sie in kleinen Gruppen allen Müll auf und stellten die gefüllten Säcke der BSR für die Abholung bereit. 

Hier ein paar Anmerkungen der fleißigen Müllsammler:

„Ich fand gut, dass wir uns bei der Sammelarbeit abgewechselt haben. So hat man einmal gefegt und ein anderes Mal die Schubkarre geschoben. Ich fand nicht gut, dass wir so viele Zigarettenfilter von normalen sowie von E-Zigaretten und leere Bierflaschen gefunden haben“

„Ich fand es gut, dass wir gemeinsam im Team gearbeitet haben. Unschön waren die leeren oder noch halbvollen Flaschen.“

Auch ein dritter Müllsammler zeigte sich enttäuscht, dass man im Umkreis der Schule so viel Müll gerade von Erwachsenen gefunden hat und einsammeln musste. Er erklärte aber auch: „Am Ende der Aktion haben wir noch unseren eigenen Schulhof aufgeräumt und dort ebenfalls den Müll zusammengetragen, der dann für die BSR zur Abholung bereitgelegt wurde. Damit haben wir unseren Schulhof wieder sauber gemacht.“

Klassensingen auf dem Tempelhofer Feld

Am 28. Mai waren wir mit Schülerinnen und Schülern der 2. bis 6. Klassen verschiedener Schulen auf einem Gesangs-Event. Es fand im Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld statt. Das Event hieß „Klassensingen – Singt alle mit!“. Wir waren fünf Stunden lang weg vom Campus. 

Auf dem Tempelhofer Feld sangen wir zusammen vier Songs, die Lieder waren auf Deutsch, Spanisch und Englisch. Dabei war auch „Für immer Frühling“ von Soffie.

Es war wie ein Mini-Konzert. Zwei Leute waren auf der Bühne: Johannes David Wolff, der auch künstlerischer Leiter der Vokalhelden und Chorleiter des Chores Vokalsystem ist, sang und leitete uns beim Mitsingen an und wurde dabei von Alexandr Sitnikov am Schlagzeug begleitet.

Uns wurden auch zwei Fragen gestellt: Welche Musik hörst du? Welche Sprache sprichst du? In den Pausen konnten wir Eis oder anderes Essen kaufen.

Ich fand das Event gut.

Autorin: Emilia

Bilder beschreiben im Bundestag

Am 29. April war unsere Lerngruppe 456c auf einem Ausflug in den Bundestag. Für manche Kinder war es das erste Mal, dass sie in den Bundestag gingen. Andere waren schon das zweite Mal dort.

Zuerst ging es durch eine Sicherheitskontrolle, und wir packten unsere Rucksäcke in einen Schrank. Dann bekamen wir Namensschilder und bildeten einen Kreis. In der Mitte des Kreises lagen Holzstücke mit Wörtern drauf. Wir sollten alle ein Wort auswählen und begründen, warum wir dieses Wort auswählten.

Dann schauten wir uns Bilder an und mussten über eines der Bilder lachen, weil es so ungewöhnlich war. Als nächstes bildeten wir 2er- und 3er-Teams. Ein Kind im Team setzte sich eine Schlafmaske auf und bekam ein Blatt Papier sowie einen Stift. Ein anderes Kind im Team sollte mit Worten ein Bild beschreiben, so dass das „blinde“ Kind es nachmalen konnte.

Danach kamen wir in größeren Gruppen zusammen und hörten uns an, wie die Bilder entstanden waren. Zum Abschluss spielten wir noch ein Spiel und bekamen ein Gesetzbuch geschenkt.

Der Bundestag ist das Parlament Deutschlands. Wir waren wegen der Bilder dort.

Autorin: Emilia

Deutscher Motorik-Test am Campus Hannah Höch

Der Motorik-Test ist ein Sporttest für Drittklässler:innen, der an einem Freitag durchgeführt wurde. Viele verschiedene Disziplinen wurden getestet.

An einer Station ging es zum Beispiel darum, wie tief wir mit unseren Fingerspitzen greifen können, wenn wir dabei die Beine ausstrecken. An einer anderen Station wurde die Zahl der geschafften Sit-ups in einer vorgegebenen Zeit ermittelt. Hier seht ihr auf einen Blick alle Übungen, die wir machen mussten:

  • 20-Meter-Sprint
  • Balancieren
  • seitlich hin- und herspringen
  • Rumpfbeugen
  • Liegestütz
  • Sit-ups
  • Standweitsprung
  • 6-Minuten-Ausdauerlauf

Wenn man sich anstrengte, lief eigentlich alles ganz gut. Ich persönlich fand den Test nicht so anstrengend. Wahrscheinlich war es aber bei anderen Kindern anders.

Der Motorik-Test wurde in der dritten Jahrgangsstufe durchgeführt. Am Ende hat jedes Kind, das teilnahm, eine Urkunde bekommen. Als Belohnung fürs Mitmachen gibt es auch einen QR-Code für einen Gutschein, mit dem man in den Ferien kostenlos in einem Verein trainieren kann.

Autorin: Greta

Kunst und Kunstunterricht am Campus Hannah Höch

Der Campus Hannah Höch ist eine kunstbetonte Schule. Dafür stehen nicht nur der Kunstunterricht, die Kooperation mit der Jugendkunstschule Atrium und das offene Atelier im Mittagsband. Das zeigen auch die vielen großen und kleinen Kunstwerke auf dem Schulgelände und an den Wänden in den Häusern

Zwei Lehrerinnen, die diese Ausrichtung viele Jahre lang maßgeblich geprägt haben, verließen den Campus zum Halbjahresende: Frau Schreyer-Lange und Frau Wagenfeldt. Den Kunstunterricht in der Grundstufe geben jetzt Frau Schubert und Herr von Vacano.

Was die vier Kunstlehrer:innen und Künstler:innen antreibt, was sie an Kunst fasziniert, wie sie selbst Kunst machen und wie es bei uns im Kunstunterricht weitergeht, haben die SCHNIPSEL-Redakteurinnen Greta und Juna in einem langen Interview herausgefunden.

Ihr könnt euch das ganze Gespräch im Podcast anhören. Zum Lesen gibt es das Ende des Interviews, an dem die SCHNIPSEL-Redakteurinnen die Fragen nach dem Vermächtnis der scheidenden und den Plänen der neuen Kunstlehrer:innen stellten.

Was geht, was kommt

SCHNIPSEL: Wieso möchten Sie hier an der Schule Kunst unterrichten? 

FRAU SCHUBERT: Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Dorf. Und da gibt es fast gar keine Projekte oder Schulformen, die Neues mit einbringen, die Kindern Freiheiten einräumen oder wo auch der Kunstunterricht einen hohen Stellenwert hat. Dann bin ich nach Berlin gekommen und fand die Campus-Hannah-Höch-Schule einfach wunderbar vom Konzept her und hier hat es auch gleich mit dem Team gepasst und den Kindern. 

HERR VON VACANO: Ich habe einfach gehört, dass es hier an dieser Schule auch sehr viel Offenheit gibt und das hat mich angezogen. Ich bin hier am Campus schon einigen offenen Menschen begegnet. Es sieht so aus, als ob es wirklich so ist. Ich freue mich darauf, auch selber ganz offen sein zu können im Kunstunterricht.

SCHNIPSEL: Frau Lange und Frau Wagenfeldt: Was ist Ihr Vermächtnis hier an der Schule als Kunstlehrerinnen?

FRAU WAGENFELDT: Ich glaube, wir haben immer toll als Team zusammengearbeitet. Wir haben die Schule als Kunstprojekt als Ganzes gesehen, so dass die Kunst in der ganzen Schule wächst. Dazu gehören die Feste, dazu gehört das ganze Haus.

FRAU LANGE: Was ich immer ganz wichtig fand, war auch der Austausch. Wir haben über den Tellerrand geguckt und viele Projekte von außen herangezogen. Wir hatten viele Künstler, die uns besucht und mit uns gearbeitet haben. Es ist viel schöner, wenn von außen neue Menschen mit eigenen Ideen und eigenen Persönlichkeiten ins Haus kommen und diese hier einbringen. Genauso auch Referendare: Ausbildung fand ich immer ganz wichtig. Das ist eine Bereicherung für die Schule, weil dann immer neue Leute kommen. 

FRAU WAGENFELDT: Ich bin eine dieser Referendarinnen, die damals im Praxissemester hier saß und von Frau Lange und Frau Blume ganz herzlich empfangen wurde! Ich wäre wohl nicht an dieser Schule geblieben, wenn ich nicht so begleitet worden wäre, dass es mir hier so gut gefiel. 

FRAU LANGE: Das offene Atelier, das ist ein Herzenswunsch: ein Raum für Kinder, an den sie freiwillig kommen, freiwillig arbeiten und freiwillig kreativ sein dürfen – ohne irgendwelche Vorgaben. 

SCHNIPSEL: Frau Schubert und Herr von Vacano: Wie geht es weiter mit dem Kunstunterricht an unserer Schule? 

FRAU SCHUBERT: Das offene Atelier hat mich sofort begeistert, als ich hierher kam. Lasst uns das unbedingt weitermachen. Und im Kunstunterricht: Mit jeder neuen Person, die dazu kommt, ändert sich etwas. Was genau, das sehen wir dann einfach. Man wächst irgendwie zusammen. 

HERR VON VACANO: Ja, hier ist super viel da, und euch vielen Dank für alles, das ihr jetzt hier übergebt. 

SCHNIPSEL: Danke schön, dass wir das Interview mit Ihnen machen konnten und dass Sie dafür Zeit gefunden haben.

Pink Panther verkörpert das Jahresmotto „Farbe bekennen“

Zurzeit ziert der Pink Panther überall die Wände und Fensterscheiben in den Häusern des Campus. Er verkörpert das Jahresmotto „Farbe bekennen“, denn er vereint beides: Farbe künstlerisch bekennen und seine Meinung äußern bzw. eine Meinung vertreten.

Beides wurde in künstlerischen Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelstufe vielfältig umgesetzt: In der Natur ist der Panther schwarz, im Comic pink und bei unseren Schülern und Schülerinnen bunt. Seine Meinung äußert der Campus-Panther mit Comic-Sprache: „Nö!“, „Bang!“, „Grrrrr!“ und „Cool!“.

Die in der Vorhalle von Haus 1 aufgehängten Panther haben Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe gestaltet. Ein gelber Panther ist auch in Haus 5 zu sehen. 

Frau Petzold: „Jedes Kind ist eine Bereicherung“

Für unsere Lehrerin Frau Petzold ist die schulische Inklusion ein Herzensthema. Dafür engagiert sie sich als Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der GEW Berlin und deshalb unterrichtet sie bewusst nur an Schulen, an denen Inklusion großgeschrieben wird. 

„Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht“, betont sie. „Jeder hat das Recht auf Teilhabe.“ Damit ist sie an unserer Gemeinschaftsschule mit einer gelebten Vielfalt genau richtig. Die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen hält sie für „unheimlich entspannend“ und jedes Kind als Bereicherung. 

Am Campus leitet sie die Lerngruppe 123c und unterrichtet Mathematik und Sport und begleitet die „Future Kids“. 

SCHNIPSEL: Warum sind Sie Lehrerin geworden?

FRAU PETZOLD: Ich wollte mit Kindern arbeiten, möglichst mit vielen unterschiedlichen. Da alle in die Schule gehen, ist es für mich der Ort, an dem ich sein möchte.

SCHNIPSEL: Ihr lustigstes Erlebnis im Unterricht?

FRAU PETZOLD: Unterricht, in dem nicht gelacht wird, ist für mich kein guter Unterricht. Mit Spaß lernt es sich einfach besser.

SCHNIPSEL: Wie finden Sie Schulnoten?

FRAU PETZOLD: Ich mag keine Noten und arbeite auch nur an Schulen, an denen ich keine Noten geben muss. Bilanz- und Zielgespräche finde ich viel besser. Zu formulieren, was jemand in nächster Zeit lernen möchte, hilft beim Lernen und auch mir, guten Unterricht zu planen.

SCHNIPSEL: Was stört Sie als Lehrerin?  

FRAU PETZOLD: Ich finde es schlimm, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland keine freie Schulwahl haben und zum Beispiel Sonderklassen besuchen müssen oder nicht auf ein Gymnasium gehen dürfen.

SCHNIPSEL: Wie waren Sie als Schülerin?

FRAU PETZOLD: Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, meist nicht, weil der Unterricht toll war, sondern um viele Freund:innen zu treffen.

SCHNIPSEL: Was gefällt Ihnen an unserer Schule?

FRAU PETZOLD: Dass alle bis zur 10. Klasse gemeinsam lernen können. Ich mag die Lernetagen, den Ganztag und die Projekte an der Hannah-Höch-Gemeinschaftsschule.

SCHNIPSEL: Welche Ausrede haben Sie als Schülerin benutzt, wenn sie zu spät kamen?

FRAU PETZOLD: Der Bus ist schuld. 😉

Hip Hop im Musikunterricht

Es ist schon etwas her, aber wir wollen es noch berichten: Im Dezember kam Hip-Hop-Kultur im Rahmen des Musikunterrichts der Mittelstufe an unseren Campus. Im Musikunterricht erfuhren wir, dass es fünf Säulen des Hip Hop gibt: Rap, Breakdance, DJing, Graffiti und Beatboxen. Drei davon lernten wir in Workshops näher kennen.

Beatboxen

In unserem Workshop brachte unser Workshopleiter Kays, der ein richtiger Beatbox-Profi ist, uns bei, wie man “beatboxt”. Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Erst machte er uns etwas vor, wir hörten ihm zu und lernten es dann selber. Beim Beatboxen werden Sounds des Schlagzeugs mit dem Mund erzeugt. Im Stuhlkreis machten wir ein Spiel. Immer kleinere Battles (so nennt man die Wettkämpfe beim Hip Hop) und wer verlor, flog halt raus. Unser Workshopleiter Kays konnte mit dem Mund sehr viele Sounds mit verschiedenen Bewegungen machen. Und mit dem Mikrofon klang alles noch viel cooler. Philipp zeigte am Ende vor allen, was wir im Workshop gelernt hatten.

Breakdance

Unser Workshopleiter Josh brachte uns eine Choreografie mit Toprockings bei. Toprockings sind Tanzmoves, die im Stehen gemacht werden. Am Anfang trauten wir uns nicht zu tanzen. Im Dunklen ging es etwas besser und später dann auch bei Licht. Wir lernten einzelne Schritte und fügten sie am Ende zu einer Choreografie zusammen. Zum Abschluss führten wir die gesamte Choreo auf der Bühne vor der Gruppe vor. Josh zeigte uns noch Videos von Tänzern, die Headspins machen. Er selbst macht keine, weil er Angst um seine Haare hat. Beim Headspinning können kahle Stellen am Kopf entstehen.

Rap

Wir waren im Klassenraum und wollten rappen. Zuerst kam die Frage, was wir mit ganz viel Geld machen wollen und wir entschieden uns für eine Weltreise. So entstand unser Rap “Klassenfahrt mit dem Campus”. Wir gaben immer Ideen für den Text und unser Coach fügte es zusammen. Der Workshop war gut und machte Spaß. Wir präsentierten den Rap auch vor allen, am Anfang war es ein bisschen peinlich. Wir waren auf der Bühne und der Coach hat das meiste gerappt, weil der Rap ganz schön lang und schwer war. Wir rappten dann manche Wörter mit. Das kann man auf der Aufnahme ganz gut hören.

Autoren: Ethan und Zaniyu