Die Schulsprecherinnen der Grundstufe stellen sich vor

Laetycia und Gresa sind die aktuellen Schulsprecherinnen der Grundstufe des Campus Hannah Höch. Sie vertreten alle Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 mit ihren Anliegen vor der Schulleitung und leiten das Schüler*innen-Parlament. Im Interview mit den SCHNIPSEL-Redakteur*innen erzählen sie, warum sie sich als Schulsprecherinnen beworben haben, wie sie gewählt wurden und was ihre Ziele sind.

Drückt auf den Play-Button links in der grauen Leiste, um euch das Interview anzuhören.
Laetycia (links) ist Schulsprecherin, Gresa ihre Vertreterin.

Autor*innen: Benjamin

Cheerleader bewegen den Campus

Ihr könnt euch den Artikel auch anhören – Lilli und Yuna lesen ihn euch vor.

Mittwochnachmittag um halb drei: Wir von der SCHNIPSEL-Redaktion stehen vor der Turnhalle 2. Hier wollen uns die Cheerleaderinnen ihre Kunststücke zeigen. Die Tür zur Turnhalle öffnet sich, wir gehen rein und schauen zunächst den 13 Mädchen bei ihrem normalen Training zu. Sie tragen ganz normale Sportsachen. Poms sehen wir nicht. 

Die Mädchen kommen aus den Klassenstufen 4 bis 9 und zeigen uns Hebefiguren. Die haben englische Namen: T-Lift, Swedish Fall oder One Base Stunt. Außerdem bekommen wir Übungen wie Radschläge, Handstände und Bogengänge zu sehen. Gerade ganz neu arbeiten die Cheerleaderinnen an den Jumps. 

Wir sehen genau hin. Beim T-Lift heben drei Kinder gemeinsam ein anderes Kind hoch, zwei halten es an den ausgestreckten Armen, eines stützt die Beine. Das Kind in der Luft streckt dabei ein Bein von sich. Das Kind, das hochgehoben wird, nennt man “Flyer”. Die Kinder, die heben, sind die “Bases”. 

Es ist das erste Mal, dass eine Cheerleading-AG am Campus Hannah Höch angeboten wird. Frau Planitzer hatte die Idee und leitet die AG. „Ich selber mache den Sport schon, seit ich acht Jahre alt bin, und habe auch in meinem früheren Verein schon die jüngeren Athleten trainiert“, berichtet uns Frau Planitzer. “Da mir das Trainieren schon immer viel Spaß bereitet hat, habe ich unsere Schulleiterin Frau Ristow gefragt, was sie von der Idee einer solchen AG hält.” 

Mit Verspätung ging es dann los, weil erst eine freie Halle gefunden werden musste und dann noch Corona dazwischen kam. Aber in diesem Schuljahr klappte es dann. 

Wir sehen, dass man fürs Cheerleading unheimlich viel Kraft und Körperbeherrschung braucht. Die Mädchen machen eine Pause und beantworten unsere Fragen. Sie erzählen, dass sie sich bei den Übungen einander vertrauen und aufeinander verlassen können müssen. Jede von ihnen hat ihre eigene Rolle bei den gemeinsamen Figuren. 

“Vertrauen ist in diesem Sport ein wichtiger Punkt und muss in gewisser Hinsicht erlernt werden”, erklärt Frau Planitzer. “Jedoch sollen sie nicht nur einander vertrauen, sondern auch sich selbst. Nur dann können die Kinder selbstsicher auftreten.” Konzentration, Disziplin und Zuhören sind auch sehr wichtig, da alles genau aufeinander abgestimmt erfolgen muss. 

Die Trainingspause ist beendet. Jetzt müssen wir für eine Viertelstunde die Turnhalle verlassen. Die Mädchen wollen noch einmal in Ruhe üben, bevor sie uns etwas gemeinsam vorführen werden. Alles soll dann perfekt klappen. Wir haben die Choreographie schon einmal gesehen – bei ihrem ersten Auftritt zur Einweihung des Beach-Feldes. Damals trugen die Mädchen alle T-Shirts im Campus-Blau.  Ihr könnt euch die Performance der Cheerleaderinnen jetzt im Video ansehen.

Das Ziel der Kinder ist es, vor der Schule mit einem soliden und sicheren Programm auftreten zu können. Und wenn sie alles gut können und Spaß am Cheerleading haben, können sie das Gelernte bald an neue Mitglieder im Team weitergeben. 

“Ich mache diesen Sport schon so lange und möchte meine Begeisterung an die Kinder weitergeben”, so Frau Planitzer. Sie möchte aber auch das Bild vom Cheerleading gerade rücken. “Cheerleading ist viel mehr als Pomswedeln beim Football.”

Frau Planitzer leitet die erste Cheerleading-AG am Campus.

Autorinnen: Yuna, Lilli, Isabella, Alia, Mia

Foto- und Videoaufnahmen: Linus, Mournia, Gianluca, Yuna, Lilli, Brd

Cetin und die Opale

Jeden Dienstag veranstaltet die Lerngruppe 456a einen eigenen Infokreis. Dafür befassen sich die Schüler*innen mit Themen, die sie aufbereiten und über die sie dann vor versammelter Runde einen Vortrag halten. Zu jedem Vortrag gestalten sie ein Plakat, um das Erzählte anschaulicher zu machen. Dies hier ist Cetins Vortrag über Opale.

Opale sind Edelsteine, die in der Schmuckbranche sehr beliebt sind. Man findet 90 Prozent der Opale in Australien, 1 Prozent in Mexiko und die restlichen 9 Prozent aus der übrigen Welt. Oft werden sie in 10 bis 30 Metern tief im Erdboden gefunden.

Abgebaut werde sie auf unterschiedliche Arten. Bergleute bauen mit Hilfe von Dynamit und Presslufthämmern Tunnel und finden sie Opale in dem Geröll, das sie entweder schon unter der Erde oder erst einmal nach oben befördern und dort auf Laufbändern nach Opalen untersuchen. Opale findet man am besten im Dunkeln unter Schwarzlichtlampen, denn die Edelsteine fluoreszieren – das übrige Geröll nicht.

Die Farben der Opale faszinieren

Weil die Opale so schwer zu finden und abzubauen sind, aber auch weil sie so schön sind, sind Opale sehr wertvoll. Der Wert hängt aber auch davon ab, welche Farben die Steine haben und um welche Opalart es sich handelt. Der wertvollste Opal ist der Schwarze Opal mit einem roten Farbstich.

Aus Opalen macht man Anhänger für Ketten oder Ohrringe oder Ringe für die Finger. Die Steine sind dann meistens geschliffen. Es gibt aber auch ungeschliffene Opale.

Ich finde Opale interessant, weil mich ihre Farben faszinieren und ich es spannend finde, wie die Edelsteine abgebaut werden. Ich habe vor sechs Jahren zum ersten Mal durch einen Fernsehbeitrag entdeckt, wie schön Opale sind. Im vergangenen Jahr habe ich dann wieder im Fernsehen etwas über Opale gesehen und da hatte ich mir den Namen des Edelsteins gemerkt und mir vorgenommen, mehr über ihn zu erfahren.

Auf Schatzsuche im Wunderkammerschiff

Ich bin auf das Wunderkammerschiff gegangen und dort gibt es auch einen Opal. Das Wunderkammerschiff ist ein zum Museum gemachtes Schiff, das auf den Wasserstraßen Berlins und Brandenburgs unterwegs ist und Kindern den Zugang zu Kunst und kultureller Bildung verschafft. Dort sind viele spannende, manchmal richtig geheimnisvolle Objekte aus Wissenschaft, Natur und Kunst zu sehen.

Meine Erzieherin in der Lerngruppe 456a, Frau Pundt, hat mitbekommen, dass ich Opale so toll finde, und mir vorgeschlagen, dass ich darüber in der Klasse einen Vortrag über Opale halten soll. Das habe ich dann gemacht. Jetzt hängt mein Plakat für den Vortrag mit Informationen über Opale an einer Wand in der offenen Lernetage.

Autor: Cetin

Dornschrecken: Tiersuchsel in der 123f

Ihr könnt euch den Artikel auch anhören – Alia und Isabella lesen ihn euch vor.

Wir sind Schülerinnen der 123f und haben seit Beginn dieses Schuljahres Riesendornschrecken in unserer Lerngruppe. Die Tiere haben wir von der 123a übernommen, weil dort die Klassenlehrerin wechselte. Im Moment sind acht oder neun Dornschrecken in unserem Glaskasten. 

Dornschrecken leben normalerweise im Regenwald leben und werden bis zu fünfzehn Zentimeter groß. Sie wachsen nach der Geburt so schnell, dass man jeden Tag den Unterschied sieht. Dornschrecken sind bräunlich und sehen so aus wie die Zweige oder die Dornen der Zweige, auf denen sie im Terrarium sitzen. Deswegen kann man sie nur schwer entdecken. Man muss genau hingucken.

Damit sie auch bei uns ein feuchtes Klima im Terrarium haben, müssen wir sie jeden Tag mit Wasser besprühen. Zweimal in der Woche putzen wir das Terrarium. Dafür nehmen wir die Zweige, Tiere und sonstigen Sachen aus dem Terrarium heraus, die Dornschrecken bewahren wir für die Zeit in einer Box auf. Dann wischen wir den Glaskasten feucht aus. 

Zweimal in der Woche geben wir den Dornschrecken frische Himbeer- und Brombeerblätter. Die stecken wir in kleine, mit etwas Wasser gefüllte Fläschchen, so dass die Blätter aus dem Flaschenhals herausragen, erklärt Mia. Die Fläschchen stellen wir im Terrarium so auf, dass die Dornschrecken sie auf den Zweigen gut erreichen können. Ein- oder zweimal im Jahr wechseln wir die Erde und alle Stöcker im Terrarium aus. 

Was wir spannend finden: Die Dornschrecken haben an ihren Füßen kleine Haken, mit denen sie sich an den Zweigen festhalten, sagt Isabella. Ihre Augen sind rot, aber so klein, dass wir das selbst gar nicht erkennen können. Wenn wir ihre Fühler berühren, dann ziehen sie ruckartig ihre Fühler ein. 

Einige von uns nehmen die Dornschrecken gerne auf die Hand. Das kitzelt ein bisschen, berichtet Alia. Mournia erzählt, dass sie dann immer Gänsehaut bekommt. 

„Ich finde es cool, die Dornschrecken in der Klasse zu haben, weil sie so besonders sind“, meint Isabella. „Manche wissen gar nicht, was das für Tiere sind.“ „Manchmal hilft es dabei, sich im Unterricht wieder zu konzentrieren, wenn man eine Zeit lang auf die Dornschrecken schaut und sie im Terrarium sucht“, erzählen Alia und Mia. 

Könnt ihr die Dornschrecke auf diesem Bild entdecken?

Autorinnen: Alia, Isabella, Mia und Mournia

Blickwechsel: Die Schüler*innen der 123c tauschen ihre Blicke aus

Zum Jahresmotto der Schule “Blickwechsel” hat die Lerngruppe 123c am Campus Hannah Höch Porträts der Kinder bemalt, zerschnitten und neu zusammengesetzt. Heraus kamen dabei neue Gesichter, die eigenartig, komisch und lustig wirken. Die Kinder der Reinickendorfer Gemeinschaftsschule haben einigen Schöpfungen neue Namen gegeben und für das Video eingesprochen.

Herr Fiedler hat die Fotos geschossen und das Video erstellt, Herr Doberstein hat die Musik für das Video beigetragen.

Fie

Kürbis-Allerlei auf dem Herbstfest der Kleinen

Wir haben am vergangenen Dienstag in der Schule ein Herbstfest gefeiert. Es haben die 123er-Lerngruppen d, g und h mitgemacht. Jede Lerngruppe hat verschiedene Aktionen vorbereitet und in ihrem Klassenraum angeboten. Dadurch gab es insgesamt sehr viele Aktionen: genau 15. An den meisten Stationen ging es um den Kürbis.

Karl hat das Herbstfest Spaß gemacht. Die bemalte Mandarine nahm er mit nach Haus.

Meine 3er-Gruppe hat insgesamt zehn Stationen geschafft. Am meisten Spaß hat mir das Bekleben eines Marmeladenglases mit einem Gesicht aus Papierschnitzeln gemacht. Jetzt kann ich ein Teelicht in das Glas stellen, und dann leuchtet es schön. Toll fand ich auch das Bemalen von Mandarinen mit gruseligen Halloween-Gesichtern. Die Mandarine durfte ich am Ende mit nach Hause nehmen. Die steht jetzt in meinem Zimmer.

An diesen Stationen ging es um den Kürbis:

  • – Kürbisgesicht-Quartett
  • – Kürbis-Memory
  • – Kürbisse wiegen
  • – Kürbisgesicht malen
  • – Essen: gekochter Kürbis mit Quark, gesalzene Kürbiskerne
  • – Suchbild: Kürbisse finden
  • – Kürbisse in einem Sack erfühlen 
Wie schwer ist ein Kürbis? Diese Schüler wissen es jetzt.

Ich finde, das Herbstfest war super. Alle Stationen haben viel Spaß gemacht, und alle hatten sich viel Mühe gegeben. Nur eine Sache war doof: Es gab nicht für alle Schüler*innen, die dabei waren, eine Mandarine. Ich freue mich aufs Herbstfest im nächsten Jahr.

Autor: SCHNIPSEL-Redakteur Karl