„Polen war cool“. So das Fazit eines Schülers nach dem einwöchigen Jugendaustausch. Doch von vorne: An einem Sonntag im November fuhren 12 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs und Herr Seemann mit dem Zug nach Polen. Nach einem Umstieg mussten die großen Gepäckstücke in einem kleinen Regionalzug verstaut werden. Angekommen in Krzyzowa (deutsch: Kreisau), einem kleinen Dorf, lernten wir beim gemeinsamen Abendessen die Schulgruppen aus Tschechien, Polen und der Slowakei kennen.
Ziel der Fahrt war es, mehr über den Klimawandel zu lernen, beispielsweise zu den Themen erneuerbare Energien, Müllvermeidung und nachhaltiges Leben. In internationalen Teams arbeiteten wir daran, Falschinformationen zu erkennen, Quellen kritisch zu prüfen und zu verstehen, wie schnell Desinformationen in sozialen Medien verbreitet werden können. Dabei wurden uns wichtige Strategien vermittelt, um seriöse Informationen von manipulierten Inhalten zu unterscheiden. Dazu wurden Memes und Videos erstellt und wir lernten, wie man falsche Behauptungen entlarvt. Während der Fahrt besuchten wir verschiedene Stationen, an denen wir Abends und am Nachmittag wurde die Freizeit gemeinsam gestaltet: Billiard, Spaziergänge oder gemeinsame Tanzabende. Am Mittwoch gab es einen Tagesausflug nach Wroclaw. Dort besuchten wir das Museum „Hydropolis“, in dem sich alles um das Thema Wasser dreht. Im Anschluss gab es für alle Freizeit, um die Stadt zu erkunden.
Doch das Wichtigste kam nicht zu kurz: der internationale Austausch, das Kennenlernen neuer Kulturen und Menschen. Das war auch für alle Teilnehmenden das Highlight. Obwohl wir aus verschiedenen Kulturen kamen, gelang die Zusammenarbeit auf Englisch sehr gut. So gab es am Ende neben wenig Schlaf auch ein paar Tränen beim Abschied, bevor es nach einer Woche wieder aus dem kleinen polnischen Dorf zurück in die deutsche Hauptstadt ging.


