Was Mobbing ist und wie ihr euch wehren könnt

Laut ZDF Kindernachrichten kommt Mobbing immer wieder vor und zwar nicht nur bei Kindern, sondern in allen Altersklassen. Von Mobbing spricht man nur, wenn eine Gruppe von Menschen einem anderen Menschen über einen längeren Zeitraum Schaden zufügt, entweder körperlich oder innerlich. Damit ist gemeint, dass mit Worten jemandem  im Herzen schwer Schaden zugefügt werden kann. Mobbing ist etwas ganz anderes als  ein Streit. Mobbing ist es, wenn man es immer und immer wieder macht.

Warum kann Mobbing auch dich betreffen?

Es kann auch dich betreffen, weil es auf der Erde schon viele Menschen gibt, die sich einen Spaß daraus machen, andere Menschen zu belästigen oder zu ärgern. Denn es gibt auch viele Menschen, die selber unsicher sind und es brauchen, sich durch dieses Verhalten stark zu fühlen.

Woher kommt der Begriff Mobbing?

Mobbing kommt aus dem Englischen (to mob) und das bedeutet „bedrängen, anpöbeln oder attackieren“.

Es gibt drei Arten von Mobbing:

  • Verbales Mobbing (z.B. Beleidigungen)
  • Nonverbales Mobbing (z.B. Rassismus)
  • Körperliches Mobbing (z.B. Treten, Schubsen)

Hier sind zwei Tipps, wie man sich gegen Mobbing wehren kann:

  • weggehen oder wegrennen
  • zu einem Erwachsenem gehen und sagen, was passiert ist

Aber: Beim Mobbing kann man sich oft nicht selber helfen. Stopp sagen bringt sehr oft nichts.

Welche Rollen gibt es beim Mobbing?

  • Verteidiger ist derjenige, der das gemobbte Kind verteidigt. 
  • Opfer ist das Kind, das geärgert wird. 
  • Täter ist derjenige, der das Kind ärgert.  
  • Assistent des Mobbers ist derjenige, der dem Mobber hilft und mitmacht. 
  • Verstärker ist derjenige, der mit Beleidigungen oder mit Rufen dem Mobber hilft.    
  • Außenstehender ist jeder, der zuguckt, nichts macht und auch nicht hilft.

Autorin: Lilli

Quellen: Wikipedia und Hilfetelefon Deutschland

10 Fragen an Frau Kähl, unsere Erzieher*innen-Leiterin

Ihr Gesicht habt ihr jetzt bestimmt schon gesehen. Ayaz und ich waren noch vor den Sommerferien in ihrem Büro und haben mit Frau Kähl ein Interview geführt. Wir stellten ihr 10 Fragen, und Frau Kähl hat alle beantwortet. 

Sie macht bestimmt eine sehr sehr tolle Erzieher’innen-Leitung. Beim Interview war sie sehr nett. Das Interview war irgendwie anders für mich und hat mir gleichzeitig Spaß gemacht. Ich habe nämlich noch nie so ein Interview geführt. Es war auch spannend.

Besonders interessant fand ich, dass Frau Kähl drei Berufe gelernt hat. Sie bewarb sich an unserer Schule, weil die Schule eine Anzeige schaltete und sie wusste, dass die Schule jemanden braucht. Sie unterhielt sich dann mit Frau Wengler

In der Schule können wir sie meistens in ihrem Büro oder in der auch mal in der Mensa treffen. Aufsichten in den Pausen hat sie nicht. In ihrer Freizeit fährt sie gerne Fahrrad und genießt die Sonne und den Garten. Zu Hause hat sie zwei Katzen.

In unserem Podcast könnt ihr euch das ganze Interview mit Frau Kähl anhören.

Autorin: Marie

Wie lange ist gleich? 123d philosophiert über das Thema Zeit

Am 4. Juli hatte unsere Klasse besonderen Besuch. Die Autorin Antje Bones kam zu uns. Sie hat das Buch „Hast du Zeit“ geschrieben. Zusammen haben wir über das Thema Zeit gesprochen.

Zuerst haben wir geschätzt, wie lange eine Minute ist. Das war sehr interessant, weil jeder etwas anderes dachte. Dann haben wir darüber gesprochen, ob Tiere Zeit fühlen können. Wir haben auch darüber geredet, wann die Zeit für uns schnell oder langsam vergeht.

Am Ende gab es ein kleines Interview mit Antje Bones. Sie erzählte uns, dass sie die Idee für ihr Buch im Freibad bekam. Es dauerte anderthalb Jahre, bis sie das Buch fertig geschrieben hatte. Sie hat es zusammen mit der Illustratorin Nele Palmtag gestaltet.

Der Besuch von Antje Bones war toll und hat uns viel Spaß gemacht. 

Autor*innen: Die Kinder der 123d mit Frau Soler

Unsere Erzieherinnen: Frau Puelma-Müller macht viel Theater

Die Bildende Kunst ist einer der Schwerpunkte des Campus Hannah Höch. Und da ist Frau Puelma-Müller genau am richtigen Ort gelandet. Sie kommt vom Theater und betreut seit diesem Jahr mit die drei 123er-Lerngruppen auf der kleinen Lernetage. Und macht dabei auch Theater.

SCHNIPSEL: Warum sind Sie Erzieherin geworden? 

FRAU PUELMA-MÜLLER: Eigentlich bin ich Theaterpädagogin, Schauspielerin und Theaterregisseurin. Ich bin der Meinung, dass Theater ein sehr nützliches Lernwerkzeug ist. Ich denke, dass Bildung sehr wichtig ist, und ich suche gerne nach kreativen Lernstrategien für verschiedene Gruppen.

SCHNIPSEL: Warum haben Sie den Campus als Arbeitsort gewählt? 

FRAU PUELMA-MÜLLER: Das Bildungsprojekt hat meine Neugier geweckt, da ich noch nie an einer Gemeinschaftsschule gearbeitet habe und das Gefühl hatte, dass ich hier viel lernen könnte. Zudem gefällt mir, dass Kunst in der Schule so präsent ist, und ich finde den Ort und die Umgebung sehr schön.

SCHNIPSEL: Was war bislang Ihr lustigstes Erlebnis am Campus? 

FRAU PUELMA-MÜLLER: Ich helfe bei einer Theateraufführung, und es macht mir sehr viel Spaß. Die Kinder machen das wirklich gut und zeigen ausgezeichnete schauspielerische Fähigkeiten.

SCHNIPSEL: Wie waren Sie selbst als Schülerin? 

FRAU PUELMA-MÜLLER: Ich war sehr perfektionistisch. Mir gefiel es, wenn meine Hefte schön und ordentlich waren. Das Lernen hat mir Spaß gemacht. Nur in Mathe war ich nicht so gut. 

SCHNIPSEL: Was tun Sie gern, wenn Sie nicht in der Schule sind?

FRAU PUELMA-MÜLLER: Wenn ich nicht in der Schule bin, tanze und schwimme ich gerne, gehe ins Theater oder ins Kino und verbringe Zeit in der Natur. Ich fahre auch gerne Fahrrad und treffe mich mit meinen Freunden. 

SCHNIPSEL: Vielen Dank für die Antworten, Frau Puelma-Müller.

SCHNIPSEL-Gewinnspiel: Gewinner der Kinogutscheine steht fest

Auf der letzten Seite der jüngsten SCHNIPSEL-Ausgabe Nummer 5 gab es ein Gewinnspiel: Wer alle Fragen des Kreuzworträtsels über Artikel in der Schüler*innen-Zeitung des Campus richtig beantwortete, konnte mit Glück zwei Kinogutscheine gewinnen. Jetzt haben die SCHNIPSEL-Redakteur*innen den Gewinner ausgelost. Seht selbst! Dem Gewinner gratulieren wir und wünschen ihm viel Spaß im Film seiner Wahl!

Hogwarts Teleportation

Was tun, wenn der Unterricht mal wieder gähnend langweilig ist? Baran und Julia haben eine super Idee. Sie teleportieren sich in die Zaubererschule Hogwarts und erleben dort einen aufregenden Schultag mit Besenreiten, Zaubertränken, Kräuterkunde und mehr. Oder etwa doch nicht? Lest selbst!

Autorinnen des Comics: Baran und Julia

Duke-Award: „Ich habe etwas Gutes getan – und etwas für mich selbst!“

Der „Duke of Edinburgh International Award“ ist ein Bildungsprogramm für Jugendliche. Es fördert Teenager und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die Teilnehmer*innen stellen sich in ihrer Freizeit selbstgewählten individuellen Herausforderungen, setzen sich persönliche Ziele und verfolgen diese über einen bestimmten Zeitraum.

Matilda (links) ging auch auf Expedition.

„Das Programm motiviert Jugendliche und junge Erwachsene, sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zu engagieren, sportlich aktiv zu sein, besondere Fähigkeiten und Talente zu entdecken und herausfordernde Expeditionen zu unternehmen“, heißt es auf der Website des Duke-Awards. Dadurch wüchsen Selbstvertrauen, Anpassungs- und Teamfähigkeit sowie andere wichtige Kompetenzen.

In der Wochenendexpedition navigieren die Schüler*innen beispielsweise in einer kleinen Gruppe ohne Handy und mit Karte und Rucksäcken und legen pro Tag mindestens zwölf Kilometer zurück. Abends schlagen sie ihre Zelte an einem Biwakplatz auf und kochen sich mit einem Gaskocher das selbstmitgebrachte Essen, bevor es am nächsten Tag wieder zu Fuß zum Ausgangsort zurückgeht.

Matilda, eine Schülerin in der Mittelstufe des Campus Hannah Höch, hat an dem Programm teilgenommen. Julia und Emilina haben mit ihr über den Duke-Award gesprochen.

SCHNIPSEL: Wie heißt du?

MATILDA: Matilda

SCHNIPSEL: Wie alt bist du?

MATILDA: Ich bin 14 Jahre alt.

SCHNIPSEL: Aus welcher Lerngruppe am Campus Hannah Höch kommst du?

MATILDA: Ich komme aus der M7.

SCHNIPSEL: Was musstest du für den Duke-Award machen?

MATILDA: Ich konnte mir aussuchen, welchen Block ich machen will. Ich habe sechs Monate lang in einem Altenheim gearbeitet. Außerdem bin ich drei Monate lang drei mal die Woche joggen gegangen, und ich habe auch noch drei Monate lang an einer Decke gehäkelt. Ich habe also etwas Soziales und etwas für mein Talent getan, und ich finde, ich habe mich verbessert.

SCHNIPSEL: Was ist der Preis, den du gewonnen hast?

MATILDA: Ich bekomme den Preis in Frühjahr. Er hilft mir später bei Bewerbungen. Wenn ich mich für Jobs bewerbe, sieht man, dass ich an etwas dranbleiben kann.

SCHNIPSEL: Wie hast du dich gefühlt, als du es geschafft hattest?

MATILDA: Ich fühlte Erleichterung. Wirklich, ich habe mich sehr gefreut.

SCHNIPSEL: War es anstrengend?

MATILDA: Oh ja, es war sehr anstrengend. Ich habe etwas Gutes getan, aber es war sehr anstrengend. Man muss beim Duke-Award nicht gegen jemanden anderen antreten, sondern man tut es für sich selbst.

SCHNIPSEL: Vielen Dank für das Interview, Matilda.

So werden unsere Mediator*innen weiter geschult

Das Mediationsprojekt bildet Kinder zum Streitschlichten und zum Vermeiden von größeren Konflikten aus. Die AG leiten George und Sophie von Aufwind, unsere Lehrkräfte Frau Hauser, Frau Herrman und Herr Seeman sowie von der Kaubstraße, Susanne, Naschi und Cingiz. Mittwochs von 14 bis 15:35 Uhr findet jetzt die weitere Mediator*innen-Schulung in unserem Etep-Raum statt.

SCHNIPSEL-Redakteurin Yuna (vorn) filmt die Zertifikatsverleihung.

In der AG sind 18 Kinder, 8 Grundschulkinder und 10 Mittelstufen-Schüler*innen dabei. Alle haben sich dazu entschieden, anderen Kindern bei ihren Streitigkeiten zu helfen. Wenn sie zur AG kommen, bilden sie zuerst einen Kreis und machen eine Gefühlsrunde. Dabei sagt jede(r), wie sie oder er sich grade fühlt. Zum Reinkommen spielen sie dann ein kurzes Spiel. 

Öfters machen sie dann Rollenspiele, in denen sie eine Streitsituation und die Schlichtung darstellen. Anschließend geben die anderen Mediator*innen den Vorspielenden ein Feedback dazu, wie sie den Streit geschlichtet haben. Dann sagen sie sich gegenseitig „Auf Wiedersehen“, und die AG ist zu Ende. 

Los ging es mit einer Ausbildungsfahrt

Vielleicht habt ihr euch gefragt, warum in der Woche nach den Herbstferien einzelne Kinder in den Lerngruppen fehlten. Das lag an einer Ausbildungsfahrt der Mediator*innen. Dort haben sie viele wichtige und spannende Dinge gelernt. Auf jeden Fall haben sie in der Woche einen großen Schritt zur Mediatorin oder zum Mediator gemacht. 

Wir freuen uns sehr, jetzt viele Mediator*innen am Campus zu haben. Eine von uns beiden Autorinnen dieses Artikels ist auch selbst eine der neuen Mediator*innen und findet die AG sehr spannend, „weil man dort viel Spaß hat und viel lernt“.   

Die Zertifikatsverleihung

Am 12. Januar 2024  fand die Zertifikats-Verleihung für die neuen Mediator*innen statt. Zur Einstimmung spielte die Rockband ein kleines Ständchen. Dann hat Frau Wengler, unsere Schulleiterin, ein paar Worte zu dem Mediationsprojekt gesagt. Dann musste sie leider wegen eines anderen wichtigen Termins gehen. 

Anschließend haben die Cheerleaderinnen eine kurze Choreographie vorgeführt. Danach kamen einige Mediator*innen auf die Bühne und berichteten von dem Projekt und der Ausbildungsfahrt. Die Ausbilder*innen haben die Zertifikate verteilt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat ein Zertifikat und eine Blume erhalten. Zum Schluss wurde ein Gruppenfoto mit allen Teilnehmer*innen gemacht, und es gab großen Applaus für die neuen Mediator*innen. Zu Ende ging die Veranstaltung mit Gesprächen am Büfett.

Autorinnen: Maryem und Yuna

Herr Schmidt zum Abschied: „Die größte Freude waren die Aha-Erlebnisse der Schüler*innen“

Herr Schmidt geht neue Wege. Am 31. Januar hatte er seinen letzten Arbeitstag am Campus Hannah Höch. Bis dahin war er Grundstufenleiter unserer Gemeinschaftsschule und hatte vorübergehend auch die Gesamtschulleitung inne. Seine Aufgaben an der Grundstufe übernimmt nun Frau Hauser. Wohin es Herrn Schmidt zieht und was er am Campus Hannah Höch vermissen wird, erzählt er dem SCHNIPSEL im Interview.

SCHNIPSEL: Herr Schmidt, warum verlassen Sie unsere Schule?

HERR SCHMIDT: Seit 2015 bin ich am Campus und habe erst als Lehrer und dann im Schulleitungsteam gearbeitet. Nach über 8 Jahren war es für mich nun an der Zeit, mich zu verändern und an einer anderen Schule zu starten. Ich denke, dass nach einer längeren Zeit ein Wechsel gut tut, um einen frischen Blick für die Dinge zu bekommen und mit neuer Energie Projekte voranzutreiben.

SCHNIPSEL: An welche Schule wechseln Sie?

HERR SCHMIDT: Meine neue Schule ist das Humboldt-Gymnasium in Berlin-Tegel. Dort arbeite ich als stellvertretender Schulleiter.

Seit Ende November gab es bereits eine Übergangsphase, in der ich gewisse Tage an beiden Schulen gearbeitet habe. Am 31. Januar hatte ich offiziell meinen letzten Tag am Campus Hannah Höch. Bestimmt wird es verschiedene Anlässe geben, um den Campus danach immer einmal wieder zu besuchen.

SCHNIPSEL: War die Zeit am Campus schön?

HERR SCHMIDT: Die Zeit am Campus war sehr schön. Ich konnte Vieles von den Kolleg*innen und den Schüler*innen lernen. Dafür bin ich sehr dankbar. Vorher hatte ich zum Beispiel nur wenig Erfahrung mit selbstgesteuertem Lernen, bei dem sich die Schüler*innen selbst entscheiden, wann sie an welchen Aufgaben arbeiten. Außerdem waren mir jahrgangsübergreifende Klassen komplett unbekannt. Mittlerweile weiß ich diese Sachen sehr zu schätzen und kenne ihre Vorteile und Herausforderungen.

SCHNIPSEL: Was hatten Sie für Aufgaben am Campus?

HERR SCHMIDT: Im Schulleitungsteam war ich für die Grundstufe zuständig und habe unter anderem Stundenpläne und Vertretungspläne erstellt. Außerdem war ich bei verschiedenen Konferenzen dabei, habe Feste und Projekte in der Grundstufe organisiert und viele Gespräche mit Schüler*innen, Eltern und Kolleg*innen geführt. Daneben haben wir im Leitungsteam auch viele Projekte für die ganze Schule vorangetrieben. Aktuell sieht man das zum Beispiel an der Neugestaltung des Schulhofes. Am Anfang des aktuellen Schuljahres war ich zwischen dem Weggang von Frau Ristow und dem Start von Frau Wengler der Schulleiter für den ganzen Campus.

SCHNIPSEL: Werden Sie den Campus vermissen?

HERR SCHMIDT: Mir hat es immer sehr viel Spaß gemacht, mit allen Menschen am Campus zusammenzuarbeiten. Daher werde ich viele Menschen vermissen, denen ich für die gemeinsame Zeit sehr dankbar bin. Außerdem fand ich die Feste immer großartig und die herrliche Kunst, die es überall zu bestaunen gibt.

SCHNIPSEL: Was war Ihr schönstes Erlebnis am Campus?

HERR SCHMIDT: Am meisten hat es mir Freude bereitet, wenn Schüler*innen ein Aha!-Erlebnis hatten, weil sie etwas verstanden haben. Außerdem gab es viele Situationen, in denen wir alle herzhaft gelacht haben. 

Vielen Dank für die tollen Fragen! Ich wünsche dem Campus und den Redakteur*innen des SCHNIPSEL ganz viele inspirierende und freudige Momente! Wir sehen uns! 😉

Autorin: Lilli

SCHNIPSEL belegt 3. Platz beim Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb

Am 30. Januar 2024 fand in der Max-Taut-Schule die Preisverleihung des Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerbs statt. Es gab für die Redaktionen Haupt- und Sonderpreise zu gewinnen. Der SCHNIPSEL belegt den 3. Platz in der Kategorie „Gemeinschaftsschulen“!

Letztes Jahr waren 15 verschiedene Schülerzeitungen von Gemeinschaftsschulen dabei. Wie viele Gemeinschaftsschulen diesmal im Wettbewerb antraten, wissen wir nicht. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 41 Schülerzeitungen aus Berlin um die verschiedenen Preise beworben. 

Die SCHNIPSEL-Redaktion wird geehrt – links Jurorin Frau Panick, rechts im blauen Anzug Tobias, der die Preisverleihung mit moderierte.

Um den Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb stehe es schlecht, erfuhren wir während der Preisverleihung. 600 Stunden Vorbereitungszeit stecke das Organisationsteam der Jugendpresse Berlin-Brandenburg in den Wettbewerb, erzählte Tobias von der Jugendpresse, die Durchführung koste um die 20.000 Euro. Das Geld muss erst mal reinkommen.

Die für Bildung zuständige Senatsverwaltung zahle trotz anderer Aussage bislang nur die Preisgelder, monierte das Jugendpresse-Team bei der Preisverleihung, und verteilte Postkarten, auf denen wir unsere Wünsche für den Schülerzeitungs-Wettbewerb schreiben konnten. Diese Postkarten werden an unsere Bildungssenatorin Frau Günther-Wünsch geschickt. Denn wenn der Senat nicht mehr Geld als bisher gibt, dann wird es vielleicht keinen 22. Schülerzeitungs-Wettbewerb mehr geben. 

Autor: Lukas

Frau Panick (links) überreicht der Redaktion die Urkunde.

Die Laudatio der Jury

„Blicke ich auf den SCHNIPSEL, werde ich automatisch ein bisschen fröhlicher. Ihr seid bunt und genau das zeigt Ihr in Eurer Schülerzeitung, die von einer Farbigkeit in der Gestaltung überzeugt. Von den abgedruckten Bildern, die Einblicke in Euren Schulalltag gewähren, strahlen mich die lachenden Gesichter des Campus Hannah Höch an.

Hannah Höch selbst war eine Person, die das Leben liebte. Ihre Collagen zeigen den Menschen in seiner Komplexität der Emotion und im gesellschaftlichen Kampf. Und dieser Frau, die es verstand, aus Schnipseln Werke zu erschaffen, setzt Ihr mit Eurer Schülerzeitung SCHNIPSEL ein Denkmal. Ihr schreibt von Festen und Leseoasen. Oder anders ausgedrückt, wie ihr gemeinsam als Schule etwas neugestalten könnt. 

Hinter den strahlenden Gesichtern verbirgt sich allerdings auch eine Redaktion, die das Leben und Denken ihrer Mitschüler*innen und Lehrer*innen festhält. Wenn ich vom ‚Campus Beauty Day‘ lese oder von der Einführung von zusätzlichen Zeugnisnoten ab der 7. Klasse, dann lese ich konstruktiv kritische Artikel, die sich aktiv mit ihrer Gegenwart auseinandersetzen und zum Weiterdenken anregen.

Ihr seid nicht nur ein Sammelsurium bunter Ereignisse, sondern eine Plattform des Austauschs. Denn was ist eigentlich eine Regenbogenmilch, kann ich sie trinken und wie kann ich sie selbst herstellen? Der SCHNIPSEL klärt auf. Und der SCHNIPSEL teilt seine Reichweite und Preise in selbst organisierten Schreibwettbewerben. So wird eine Gemeinschaft großgezogen, in der ihr nicht nur dokumentiert, sondern aktiv Kultur fördert. 

Liebes SCHNIPSEL-Team für eure Darstellung der Gegenwart im Schein der Facetten darf ich Euch zum dritten Platz der Gemeinschaftsschulen gratulieren!“

Anna Sophie Panick (Aktive in der Jugendpresse Berlin-Brandenburg)

Hauptpreise und Preisträger*innen

Grundschulen
1. Karlchen — Karlsgartenschule
2. Milchstraßenbote — Grundschule am Planetarium
3. Fuchs-Kolumne — Kolumbus-Grundschule

Gymnasien
1. Der Zeppelin — Eckener-Gymnasium
2. Moron — Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
3. Schwarz auf Weiss — Paul-Natorp-Gymnasium

Gemeinschaftsschulen
1. MagazinEins — Schule Eins
2. Fürst news — Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule
3. SCHNIPSEL — Campus Hannah Höch

Förderschulen
1. Eschkes Einblicke — Ernst-Adolf-Eschke-Schule
2. Gustav-Meyer Kurier — Gustav-Meyer-Schule
3. Blattsalat — Stephanus-Schule

Integrierte Sekundarschulen
1. Volle Kanne — Reinhold-Burger-Schule
2. Eiffel-News — Gustave-Eiffel-Schule

Oberstufenzentren
1. [lit.magazin] — Ernst-Litfaß-Schule
2. Anna-Freud-Culture — Anna-Freud-Schule
3. Newsreport — Max-Bill-Schule

Sonderpreise und Preisträger*innen

Digitaler Journalismus: „Flugblatt“

Dein Europa – Deine Zukunft: „YoYo“ der Finow-Grundschule

Prima Klima beim Schulmittagessen: „Meckerköpfe gibt es überall – Wie das Projekt ‚Vegucation‘ entstand“, ein Beitrag des „Flugblatt“ des Lilienthal-Gymnasiums

Wie geht ihr miteinander um?: [lit.magazin] der Ernst-Litfaß-Schule für ihr Leitthema Rassismus sowie „Es ist mutig, wenn ihr zu uns kommt“, ein Beitrag im „Steppke“ der Paul-Simmel-Grundschule

Berliner Theater im Blick: „Das hässliche Entlein“ im Luftschloss, eine Kritik im „Steppke“ der Paul-Simmel-Grundschule, sowie „Romeo & Julia“ in „Volle Kanne“ der Reinhold-Burger-Schule

„Spiel mit der Zeit“ im Friedrichstadtpalast

Am Donnerstag, den 18. Januar 2024, gingen wir von der Klasse 456c in den Friedrichstadtpalast. Im Friedrichstadtpalast gibt es einen großer Saal, in dem Theaterstücke und Musicals gezeigt werden. Wir haben uns das Stück „Spiel mit der Zeit“ angeschaut.

Steinzeit-Szene in „Spiel mit der Zeit“ | Foto: Nady El-Tounsy

Das Stück handelt davon, dass drei Kinder ein Spiel spielen und dabei ihre Konsole kaputt geht. Sie schütteln die Konsole, um sie wieder in Gang zu kriegen. Die Konsole hat aber einen merkwürdigen Wackelkontakt und dadurch landen sie plötzlich selbst im Spiel. Dort reisen sie mit dem Hund „Super Dog“ durch die Vergangenheit und die Zukunft. 

In dem Stück gab es sehr viele Showeffekte mit sehr viel Licht. Die Show ist etwas für Groß und Klein. Ein paar spannende, aber auch witzige Szenen machen es zu einem guten Theaterstück.

Autor: Lukas

Wie der Vorlesewettbewerb der Grundstufe ablief – und wie es weitergeht

Am Mittwoch, den 13. Dezember 2023, gab es in der Grundstufe des Campus Hannah Höch einen Vorlesewettbewerb. Der Wettbewerb begann um 9 Uhr und fand in der Bücherei in Haus 2 statt. Aus jeder Klasse durfte ein Kind teilnehmen. Dieses Kind muss in der 6. Jahrgangsstufe sein. Es haben aber insgesamt nur vier Kinder mitgemacht, weil die anderen Klassen auf Ausflügen waren oder weil aus anderen Lerngruppen niemand teilnehmen wollte. Ich war eine der Teilnehmerinnen.

Teilnehmerinnen und Jurorinnen des Vorlesewettbewerbs der Sechstklässler*innen

Als alle Teilnehmerinnen des Vorlesewettbewerbs in der Bücherei angekommen waren, wurden wir erstmal von der Jury begrüßt. Wir sollten einen geübten Text und einen von der Jury ausgewählten Fremdtext vorlesen. Die Reihenfolge der Vorlesenden wurde per Los bestimmt. Nachdem wir vier Teilnehmerinnen im Wettbewerb unsere Texte vorgelesen hatten, mussten wir ein bisschen warten, als die Jury entschied, wer Siegerin des Wettbewerbs sein sollte. Ich merkte, alle Kandidatinnen zitterten vor Spannung.

Schon nach ein paar Minuten war sich die Jury einig: Zur Gewinnerin kürten sie mich! Alle, die am Vorlesewettbewerb teilnahmen, bekamen ein Buch geschenkt und eine Urkunde verliehen. Ich als Siegerin bekam noch einen Extrapreis: einen Gutschein für ein Buch meiner Wahl. 

Für mich geht der Vorlesewettbewerb im Februar oder März weiter. Dann treten die Schulsieger*innen aus ganz Reinickendorf gegeneinander an. Danach lesen die vier Sieger*innen dieser Vorentscheide um die Vorlesekrone in ganz Berlin. Das Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs findet im Juni 2024 statt.

Autorin: Baran

Über den Vorlesewettbewerb

In diesem Jahr haben über 500.000 Kinder aus 7.000 Schulen am bundesweiten Vorlesewettbewerb teilgenommen. Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundespräsident.