SCHNIPSEL belegt 3. Platz beim Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb
Am 30. Januar 2024 fand in der Max-Taut-Schule die Preisverleihung des Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerbs statt. Es gab für die Redaktionen Haupt- und Sonderpreise zu gewinnen. Der SCHNIPSEL belegt den 3. Platz in der Kategorie „Gemeinschaftsschulen“!
Letztes Jahr waren 15 verschiedene Schülerzeitungen von Gemeinschaftsschulen dabei. Wie viele Gemeinschaftsschulen diesmal im Wettbewerb antraten, wissen wir nicht. Insgesamt haben sich in diesem Jahr 41 Schülerzeitungen aus Berlin um die verschiedenen Preise beworben.
Die SCHNIPSEL-Redaktion wird geehrt – links Jurorin Frau Panick, rechts im blauen Anzug Tobias, der die Preisverleihung mit moderierte.
Um den Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb stehe es schlecht, erfuhren wir während der Preisverleihung. 600 Stunden Vorbereitungszeit stecke das Organisationsteam der Jugendpresse Berlin-Brandenburg in den Wettbewerb, erzählte Tobias von der Jugendpresse, die Durchführung koste um die 20.000 Euro. Das Geld muss erst mal reinkommen.
Die für Bildung zuständige Senatsverwaltung zahle trotz anderer Aussage bislang nur die Preisgelder, monierte das Jugendpresse-Team bei der Preisverleihung, und verteilte Postkarten, auf denen wir unsere Wünsche für den Schülerzeitungs-Wettbewerb schreiben konnten. Diese Postkarten werden an unsere Bildungssenatorin Frau Günther-Wünsch geschickt. Denn wenn der Senat nicht mehr Geld als bisher gibt, dann wird es vielleicht keinen 22. Schülerzeitungs-Wettbewerb mehr geben.
Autor: Lukas
Frau Panick (links) überreicht der Redaktion die Urkunde.
Die Laudatio der Jury
„Blicke ich auf den SCHNIPSEL, werde ich automatisch ein bisschen fröhlicher. Ihr seid bunt und genau das zeigt Ihr in Eurer Schülerzeitung, die von einer Farbigkeit in der Gestaltung überzeugt. Von den abgedruckten Bildern, die Einblicke in Euren Schulalltag gewähren, strahlen mich die lachenden Gesichter des Campus Hannah Höch an.
Hannah Höch selbst war eine Person, die das Leben liebte. Ihre Collagen zeigen den Menschen in seiner Komplexität der Emotion und im gesellschaftlichen Kampf. Und dieser Frau, die es verstand, aus Schnipseln Werke zu erschaffen, setzt Ihr mit Eurer Schülerzeitung SCHNIPSEL ein Denkmal. Ihr schreibt von Festen und Leseoasen. Oder anders ausgedrückt, wie ihr gemeinsam als Schule etwas neugestalten könnt.
Hinter den strahlenden Gesichtern verbirgt sich allerdings auch eine Redaktion, die das Leben und Denken ihrer Mitschüler*innen und Lehrer*innen festhält. Wenn ich vom ‚Campus Beauty Day‘ lese oder von der Einführung von zusätzlichen Zeugnisnoten ab der 7. Klasse, dann lese ich konstruktiv kritische Artikel, die sich aktiv mit ihrer Gegenwart auseinandersetzen und zum Weiterdenken anregen.
Ihr seid nicht nur ein Sammelsurium bunter Ereignisse, sondern eine Plattform des Austauschs. Denn was ist eigentlich eine Regenbogenmilch, kann ich sie trinken und wie kann ich sie selbst herstellen? Der SCHNIPSEL klärt auf. Und der SCHNIPSEL teilt seine Reichweite und Preise in selbst organisierten Schreibwettbewerben. So wird eine Gemeinschaft großgezogen, in der ihr nicht nur dokumentiert, sondern aktiv Kultur fördert.
Liebes SCHNIPSEL-Team für eure Darstellung der Gegenwart im Schein der Facetten darf ich Euch zum dritten Platz der Gemeinschaftsschulen gratulieren!“
Anna Sophie Panick (Aktive in der Jugendpresse Berlin-Brandenburg)
Dein Europa – Deine Zukunft: „YoYo“ der Finow-Grundschule
Prima Klima beim Schulmittagessen: „Meckerköpfe gibt es überall – Wie das Projekt ‚Vegucation‘ entstand“, ein Beitrag des „Flugblatt“ des Lilienthal-Gymnasiums
Wie geht ihr miteinander um?: [lit.magazin] der Ernst-Litfaß-Schule für ihr Leitthema Rassismus sowie „Es ist mutig, wenn ihr zu uns kommt“, ein Beitrag im „Steppke“ der Paul-Simmel-Grundschule
Berliner Theater im Blick: „Das hässliche Entlein“ im Luftschloss, eine Kritik im „Steppke“ der Paul-Simmel-Grundschule, sowie „Romeo & Julia“ in „Volle Kanne“ der Reinhold-Burger-Schule
Mediationsprojekt am Campus Hannah Höch: Schüler*innen schlichten ihren Streit jetzt selbst
Konflikte treten täglich an Schulen auf – auch an unserer Gemeinschaftsschule. Bei uns am Campus Hannah Höch helfen jetzt die Kinder und Jugendlichen Mitschüler*innen, ihre Konflikte untereinander zu lösen. Sie wurden in den vergangenen Monaten zu Mediator*innen ausgebildet. Jetzt feierten sie den Abschluss des Mediationsprojekts und erhielten von den Ausbilderinnen des Vereins „Alte Feuerwache – Jugendbildungsstätte Kaubstraße“ ihre Zertifikate.
Die Teilnehmer*innen des Mediationsprojekts mit ihren Ausbilder*innen
Unser Mediationsprojekt ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Kinder der Grundstufe und Jugendliche der Mittelstufe stehen künftig als neutrale und vertrauensvolle Vermittler bei Streit und Problemen unter Schüler*innen bereit. Sie haben ihre Ausbildung zu Mediator*innen abgeschlossen und können nun den Pädadgog*innen die Aufgabe abnehmen, Streit zu schlichten und Konflikte zu lösen.
Die Ausbildung beinhaltete eine intensive Schulungswoche an der Jugendbildungsstätte in der Kaubstraße sowie drei Projekttage am Kinder-, Jugend- und Familienzentrum comX sowie am Campus. Hier reflektierten die Schülerinnen unter anderen ihre eigenen Gefühle und ihr Verhalten in Konfliktsituationen und übten in fiktiven Rollenspielen die Mediation in solchen Fällen.
Schüler*innen helfen sich selbst
„In Konflikten sind immer Gefühle beteiligt, es kommt schnell zu Beleidigungen oder manchmal auch zu Gewalt. Mediation hilft, mit Streit so umzugehen, dass nicht noch mehr Schaden entsteht“, betonte Frau Blome von der Alten Feuerwache während der Feierstunde am Campus und sagte den Mediator*innen. „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier nicht Erwachsene bei Konflikten unter Schülerinnen helfen, sondern ihr euch selbst helft.“
Wie groß das Interesse unserer Schüler*innen an dem Mediationsprojekt ist, zeigte sich an den Anmeldezahlen: Knapp 100 Kinder und Jugendliche wollten an dem Mediationsprojekt teilnehmen. 20 von ihnen konnten am Ende die Ausbildung durchlaufen. „Wir haben es uns bei der Auswahl der Schülerinnen nicht leicht gemacht, denn fast alle nannten für sich gute Gründe, bei dem Projekt mitzumachen“, berichtet Frau Helbig, eine der Projektleiterinnen am Campus Hannah Höch. „Jetzt ist in jeder Lerngruppe der 456er und 789er mindestens eine Person ausgebildet und zertifiziert als Mediator*in.“
„Wir haben auch darauf geachtet, dass die Geschlechter ähnlich oft vertreten sind“, ergänzt Herr Seemann. „So entstand eine Gruppe, die sich erst so richtig in der Kaubstraße kennenlernen konnte, da sie in der Schule oft wenig miteinander zu tun haben.“ Ein Höhepunkt der Ausbildung war für ihn zu sehen, wie konzentriert und interessiert die Schüler*innen mitarbeiteten und sich gegenseitig unterstützten.
Schüler*innen übernehmen Verantwortung und gestalten Schule
Was das Mediationsprojekt noch bewirkt: Indem sie sich für ein besseres Miteinander an ihrer Gemeinschaftsschule im Märkischen Viertel engagieren, erleben die Schüler*innen auch, dass sie an ihrer Schule Verantwortung übernehmen und das Schulleben selbst mit gestalten können. So erfahren sie praktisch, was Partizipation bedeutet.
„Konflikte gehören an Schulen dazu. In ihnen stecken auch Chancen. Mediation ist die wertvolle Fähigkeit, den in Konflikt miteinander Stehenden zu helfen, diese Chancen auch zu sehen“, sagte Schulleiterin Clara Wengler bei der Verleihung der Zertifikate und dankte dabei allen Teilnehmer*innen und Unterstützer*innen, darunter auch ihrer Vorgängerin Frau Ristow, die das Projekt mit ins Rollen brachte. Und an die frisch gebackenen Mediator*innen gerichtet sagte Frau Wengler: „Dass ihr anderen beim konstruktiven Lösen ihrer Konflikte helft, ist ein großer Schatz für unsere Schule. Ihr werdet mit jedem gelösten Konflikt wachsen und habt es verdient, diesen Moment zu feiern.“
Mediationsprojekt ist ein echtes Gemeinschaftssprojekt
„Das Mediationsprojekt ist ein echtes Gemeinschaftsschulprojekt, in dem Kinder und Jugendliche aus Grund- und Mittelstufe gemeinsam arbeiten sowie miteinander und voneinander lernen können“, freut sich Herr Seemann. Und was auch den Gemeinschaftssinn zeigt: Unsere Schüler*innen-Firma beteiligte sich an der Finanzierung des Mediationsprojekts, und die Rockband und die Cheerleaderinnen sorgten während der Feierstunde für das Rahmenprogramm.
„Spiel mit der Zeit“ im Friedrichstadtpalast
Am Donnerstag, den 18. Januar 2024, gingen wir von der Klasse 456c in den Friedrichstadtpalast. Im Friedrichstadtpalast gibt es einen großer Saal, in dem Theaterstücke und Musicals gezeigt werden. Wir haben uns das Stück „Spiel mit der Zeit“ angeschaut.
Steinzeit-Szene in „Spiel mit der Zeit“ | Foto: Nady El-Tounsy
Das Stück handelt davon, dass drei Kinder ein Spiel spielen und dabei ihre Konsole kaputt geht. Sie schütteln die Konsole, um sie wieder in Gang zu kriegen. Die Konsole hat aber einen merkwürdigen Wackelkontakt und dadurch landen sie plötzlich selbst im Spiel. Dort reisen sie mit dem Hund „Super Dog“ durch die Vergangenheit und die Zukunft.
In dem Stück gab es sehr viele Showeffekte mit sehr viel Licht. Die Show ist etwas für Groß und Klein. Ein paar spannende, aber auch witzige Szenen machen es zu einem guten Theaterstück.
Autor: Lukas
Wie der Vorlesewettbewerb der Grundstufe ablief – und wie es weitergeht
Am Mittwoch, den 13. Dezember 2023, gab es in der Grundstufe des Campus Hannah Höch einen Vorlesewettbewerb. Der Wettbewerb begann um 9 Uhr und fand in der Bücherei in Haus 2 statt. Aus jeder Klasse durfte ein Kind teilnehmen. Dieses Kind muss in der 6. Jahrgangsstufe sein. Es haben aber insgesamt nur vier Kinder mitgemacht, weil die anderen Klassen auf Ausflügen waren oder weil aus anderen Lerngruppen niemand teilnehmen wollte. Ich war eine der Teilnehmerinnen.
Teilnehmerinnen und Jurorinnen des Vorlesewettbewerbs der Sechstklässler*innen
Als alle Teilnehmerinnen des Vorlesewettbewerbs in der Bücherei angekommen waren, wurden wir erstmal von der Jury begrüßt. Wir sollten einen geübten Text und einen von der Jury ausgewählten Fremdtext vorlesen. Die Reihenfolge der Vorlesenden wurde per Los bestimmt. Nachdem wir vier Teilnehmerinnen im Wettbewerb unsere Texte vorgelesen hatten, mussten wir ein bisschen warten, als die Jury entschied, wer Siegerin des Wettbewerbs sein sollte. Ich merkte, alle Kandidatinnen zitterten vor Spannung.
Schon nach ein paar Minuten war sich die Jury einig: Zur Gewinnerin kürten sie mich! Alle, die am Vorlesewettbewerb teilnahmen, bekamen ein Buch geschenkt und eine Urkunde verliehen. Ich als Siegerin bekam noch einen Extrapreis: einen Gutschein für ein Buch meiner Wahl.
Für mich geht der Vorlesewettbewerb im Februar oder März weiter. Dann treten die Schulsieger*innen aus ganz Reinickendorf gegeneinander an. Danach lesen die vier Sieger*innen dieser Vorentscheide um die Vorlesekrone in ganz Berlin. Das Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs findet im Juni 2024 statt.
Autorin: Baran
Über den Vorlesewettbewerb
In diesem Jahr haben über 500.000 Kinder aus 7.000 Schulen am bundesweiten Vorlesewettbewerb teilgenommen. Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundespräsident.
Das auslaufende Jahr am Campus Hannah Hlöch war eines mit vielen erfolgreichen Projekten und Höhepunkten, aber auch eines mit Herausforderungen. Unsere Schulleiterin Frau Wengler blickt in ihrem Weihnachtsgruß an die Schulgemeinschaft zurück und nach vorn.
Tag der offenen Tür: Die Mittelstufe des Campus stellt sich vor
Was bietet der Campus Hannah Höch den Schüler*innen ab der 7. Klasse? Davon konnten sich interessierte Jugendliche und Eltern am Tag der offenen Tür selbst ein Bild machen. Die Gäste wurden von Schüler*innenscouts durch die Gebäude der Mittelstufe geführt und konnten der Schulleitung Fragen stellen.
Außerdem konnten sie einen Blick in die geöffneten Fachräume für Chemie, Physik und Biologie sowie in die Schülerbibliothek, die Textilwerkstatt und den ITG-Bereich werfen.
Auch einige der Kooperationspartner wie die Frisch & Faust Tiefbau GmbH nutzten den Tag der offenen Tür, um sich vorzustellen. Dabei waren auch die Feinbäckerei und Konditorei Laufer, mit der der Campus eine Zusammenarbeit anstrebt, sowie die Agentur für Arbeit mit der Berufsberaterin Frau Felske, die unsere Gemeinschaftsschule bei ihrer ausgezeichneten Berufs- und Studienorientierung (BSO) in der Mittelstufe unterstützt.
Am Stand der Frisch & Faust Tiefbau GmbHAm Laufer-StandAm Stand der Jugendberufsagentur
Backen, basteln und naschen: Das waren die Weihnachtswerkstätten 2023
Dichtes Gedränge herrschte wieder bei den Weihnachtswerkstätten in der Grundstufe des Campus Hannah Höch. Die Pädagog*innen der Gemeinschaftsschule hatten wieder tolle Bastelangebote und viele Leckereien für die Schüler*innen und ihre Eltern und Bekannten vorbereitet.
Unsere Schulleiterin Frau Wengler eröffnete um 15 Uhr draußen auf der großen Wiese die diesjährigen Weihnachtswerkstätten. Unsere Musiklehrerin Frau Mahbub und unser Erzieher Herr Reimers sangen mit Schüler*innen Friedenslieder zur Einstimmung. Danach öffneten sich die Türen zu den Häusern und Ständen.
Die Bastelangebote waren zahlreich: Die Kinder und die Erwachsenen konnten selbst Weihnachtliches wie Gestecke und Kränze, Sterne, Grußkarten, Bilder, Engel und Geschenkboxen herstellen, aber auch Freundschaftsarmbänder oder Jonglierstäbe.
In der Mensa stärkten sich die Besucher*innen der Weihnachtswerkstätten mit Kaffee und Kuchen, einem Erfrischungsgetränk oder einem Hotdog. In der Eingangshalle wurden Popcorn, Zuckerwatte, Crepes und gebrannte Mandeln angeboten. Draußen bildeten sich lange Schlangen vor den Grill- und Punschständen.
In der Schulküche buken Kinder und Erwachsene Plätzchen. In der Vorlesestube lasen Schüler*innen kurze Geschichten und Märchen vor.
„Es war ein ganz besonderer Nachmittag: die tolle Musik, die bewundernswerten Kunstwerke überall, die lebendigen Gespräche, die kulinarischen Genüsse, die vielen Bastel- und Aktionsstände und Informationsangebote – all das ist Ausdruck unserer Schulgemeinschaft mit ihrer kreativen Energie, die wir gemeinsam gefeiert haben“, sagte Frau Wengler, die ihre ersten Weihnachtswerkstätten am Campus erlebte.
Unsere Schulleiterin dankt allen, die mit Hingabe und Kreativität die Weihnachtswerkstätten und den Tag der offenen Tür vorbereitet haben. „Der Nachmittag hat uns ganz im Sinne des Jahresthemas ‚Freu(N)de‘ miteinander verbunden! Die Freude und die Freundschaft, die durch unsere Schule strömten, sind für viele von uns auch Geschenke der Weihnachtszeit als Friedenszeit“, so Frau Wengler.
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Unsere Lehrerinnen: Frau Wustrow bleibt in Bewegung
Frau Wustrow ist gerne in Bewegung – nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in ihrer Freizeit. Dabei schätzt sie das Zusammensein im Team oder mit Freunden. Seit Schuljahresbeginn arbeitet Frau Wustrow als Lehrerin in der Mittelstufe am Campus Hannah Höch. Im SCHNIPSEL-Interview erzählt sie mehr über sich und ihre Aufgaben an unserer Gemeinschaftsschule.
SCHNIPSEL: Welche Fächer und Klassen unterrichten Sie?
FRAU WUSTROW: Ich unterrichte Sport in den Klassen M3 und 10.2 sowie als Wahlpflichtfach. Sonderpädagogisch bin ich am Campus in einer Teillerngruppe (TLG) sowie als zusätzliche Förderlehrkraft in der Mittelstufe tätig.
SCHNIPSEL: Was fasziniert Sie an Ihrem Lieblingsfach?
FRAU WUSTROW: Mich faszinieren die positiven Auswirkungen, die Sport auf den Geist hat, und wie in Bewegung gelernt wird, beispielsweise als Team zusammenzuarbeiten.
Bei der sonderpädagogischen Arbeit schätze ich es, die Lernenden gut persönlich kennenzulernen und sie so in ihrem schulischen Lernen und auf ihrem persönlichen Weg möglichst gut unterstützen zu können. Es ist toll zu sehen, wie Menschen sich fühlen und ganz sie selbst sein können, wenn sie wissen, dass ihre Mitmenschen sie wertschätzen und unterstützen.
SCHNIPSEL: Wie waren Sie als Schülerin?
FRAU WUSTROW: Je nach Umfeld war ich sehr verrückt und frech oder aber eher ruhig und schüchtern. Es gibt viele lustige und peinliche Geschichten über mich als Schülerin, die mir meine Freunde aus der Schulzeit immer noch oft auftischen.
SCHNIPSEL: Wie erleben Sie es, Schüler*innen zu bewerten?
FRAU WUSTROW: Ich bewerte keine Schüler*innen, sondern versuche, ihre im Unterricht in der Schule gezeigten Leistungen in Noten abzubilden. Aber selbst das ist sehr schwierig, da die Schüler*innen verschieden sind und so auch unterschiedlich lernen und leisten. Dieses Lernen in Leistungen zu bewerten und in Noten umzumünzen – möglichst fair und verständlich – ist nicht einfach. Mir ist es wichtig, dass meine Schülis die Noten, die ich ihnen geben verstehen, d.h. verstehen, was hinter der Ziffer steckt.
SCHNIPSEL: Was tun Sie gerne, wenn Sie nicht in der Schule sind?
FRAU WUSTROW: Weitere Abenteuer außerhalb der Schule erleben, die Welt entdecken und lernen – real und mit Hilfe von Büchern – gemeinsam mit meinen Lieblingsmenschen.
Mir wird schnell langweilig und ich probiere gerne Neues aus.
Am liebsten aber tanze ich oder verbringe meine Zeit in der Natur sowie mit Tieren. Meine Lieblingsmenschen sind dabei natürlich möglichst oft mit am Start.
SCHNIPSEL: Warum haben Sie sich für den Campus Hannah Höch entschieden?
FRAU WUSTROW: Ich habe die Schule in meinem Studium während eines Praktikums kennengelernt und mag es, dass hier engagiert andere Wege als sonst oft üblich beschritten werden wie beispielsweise mit der Durchführung des JÜL-Konzeptes und von Bilanz- und Zielgesprächen, was ich sehr positiv finde. Außerdem sind die Kolleg*innen sehr offen und teamorientiert drauf, was ein Arbeiten hier wirklich angenehm macht. Die Schülis hier wachsen einem natürlich auch ans Herz.
SCHNIPSEL: Vielen Dank für das Interview, Frau Wustrow.
Mein Meeting mit dem „Master Model Builder“
Das Legoland Discovery Centre in Berlin ist das älteste weltweit. Es wurde 2007 eröffnet. Heute gibt es 30 davon in der Welt, 15 in den USA. Ein weiteres Legoland Discovery Centre gibt es bislang nur in Oberhausen. Nächstes Jahr wird aber noch eines in Hamburg eröffnet.
Lukas und der „Master Model Builder“ Alec
Was noch besonders in Berlin ist: Das Legoland Discovery Centre in unserer Stadt ist eines der wenigen ohne einen „Master Model Builder“. Das sind die Leute, die die Bauten für das Legoland entwerfen. Deswegen gibt es auch keinen „Mini Master Model Builder“-Wettbewerb.
Das Unternehmen überlegt aber, ob es im kommenden Jahr in allen Zentren weltweit einen „Mini Master Model Builder“-Wettbewerb durchführt und dann im Finale alle Gewinner*innen gegeneinander antreten lässt. Es steht aber noch nicht ganz fest.
Ich habe in Berlin einen „Master Model Builder“ getroffen und ihn auf Englisch über seinen Beruf interviewt: den 30-jährigen Alec. Er hat auf YouTube mehr als eine Millionen Follower und auf TikTok mehr als zwei Millionen Follower. Er zeigt in seinen Videos, wie man Dinge aus Lego baut. Alec ist 30 Jahre alt und kommt aus dem Kunstbereich. Aber viele andere arbeiteten vorher in den Naturwissenschaften oder waren Ingenieure, bevor sie „Master Model Builder“ wurden.
„Ich baue mich lieber in mini!“
Lukas: Wo kommst du her?
Alec: Ich komme aus Arizona, USA. Ich habe 2016 angefangen im Legoland Discovery Center Arizona zu arbeiten, als es eröffnet wurde.
Lukas: Warum bist du gerade in Berlin?
Alec: Ich bin in Berlin, weil ich versuche, jedes Discovery Center zu besuchen. Aber auch, weil wir einen Wettbewerb in Hamburg haben, um eine neue bzw. einen neuen „Master Model Builder“ einzustellen. Und ich habe mir gesagt: Wenn ich schon nach Deutschland komme, dann gehe ich auch gleich nach Berlin.
Lukas: Dann gibt es demnächst auch in Deutschland einen „Lego Master Model Builder“?
Alec: Genau.
Lukas: Wo arbeitest du?
Alec: Ich arbeite in Arizona für die „Legoland Discovery“-Marke und damit für alle Legoland Discovery Centres auf der ganzen Welt, die von der Firma Merlin Entertainment geleitet werden. Ich bin also weltweit unterwegs.
Lukas: Wie alt warst du, als du „Lego Master Modell Builder“ geworden bist?
Alec: Ich war 23, als ich anfing, als „Master Model Builder“ in Arizona zu arbeiten. Ich spielte vorher als Kind schon die ganze Zeit mit Lego.
Lukas: Wie viel verdienst du im Monat als „Master Model Builder“?
Alec: So an die 2.500 Dollar.
Lukas: Wie alt warst du, als du anfingst, mit Legosteinen Dinge zu bauen?
Alec: Zwei oder drei Jahre. Bei mir zu Hause bauten wir immer gerne mit allem möglichen, nicht nur mit Lego, sondern auch mit Holz- und Metallbausätzen. Aber Lego war immer mein Lieblingsspielzeug.
Lukas: Wie viele Legosteine hattest du als Kind?
Alec: Ich hatte schon eine große, aber keine riesige Menge. Ich hatte nicht genug, um all das zu bauen, das ich wollte. Ich musste immer meine Sets auseinander nehmen, um die Sachen zu bauen, die ich wollte.
Lukas: Wie viele Legosteine hast du jetzt zu Hause?
Alec: Ich werde das auf zwei Arten beantworten: Zu Hause, wo ich wohne, habe ich nur zwei Lego-Sets. Aber in meiner Werkstatt in Arizona habe ich über sieben Millionen Legosteine.
Lukas: Welches deiner Modelle bestand aus den meisten Steinen?
Alec: Mal nachdenken. Ich habe an dem Brunnen in unserem Legoland gebaut. Der sieht aus wie ein großer Krake, der ein paar Taucher festhält. Und das Modell hat 220.000 Legosteine.
Lukas: Wie lange dauerte es, um das zu bauen?
Alec: Ich würde sagen … so 800 Baustunden, mit mehreren Leuten. Das war eine Teamarbeit. Zusammengezählt waren es etwa 1.000 Baustunden.
Lukas: Wie hoch war dein höchstes Bauwerk?
Alec: Das größte Bauwerk, das ich gebaut habe, war ein Kamin zu Weihnachten. Der war so groß wie ein echter Kamin. Aber ich habe nicht viele große Dinge gebaut. Ich baue eher kleinere.
Lukas: Letzte Frage: Kannst du dich selbst in Originalgröße bauen?
Alec: Mich in Originalgröße? Das würde eine ganze Weile dauern. Darum baue ich mich lieber in Miniatur. Und ich habe mich in meiner Tasche (Alec holt ein Minimodell von sich aus seiner Tasche). Das bin ich in mini!
Lukas: Danke für das Gespräch, Alec.
Alec: Sehr gerne!
Autor: Lukas
Blauer Schlitten: Das nächste Sitzmöbel Marke Eigenbau
Habt ihr schon den Roten Riesen auf der großen Wiese beim Beach-Feld gesehen? Jetzt gibt es ein weiteres Riesensitzmöbel auf dem Campus-Gelände: den Blauen Schlitten. Er steht auf der Trampolinwiese vor der Mensa in Haus 1 und vereint zwei Modelle, die Schüler des Campus entworfen haben.
An dem Aufbau des Blauen Schlittens haben etwa 20 Schülerinnen und Schüler der Grundstufe aus den Jahrgangsstufen 4 bis 6 mitgemacht. Fünf Tage, von einem Montag bis zum folgenden Freitag, haben wir für das Anstreichen und Aufbauen gebraucht.
Frau Schreyer-Lange und der Herr Wienands zeigten uns erst die Arbeitsschritte und halfen uns dann bei den Arbeiten. Wir wurden in kleine Teams aufgeteilt und bekamen alle blaue Farbe, Pinsel und drei Hölzer. Die ersten zwei Tage lang haben wir die Hölzer mit der Farbe angestrichen. Herr Wienands war währenddessen draußen und schnitt Holz zu.
Nachdem wir mit allem fertig waren, haben wir die angestrichenen Hölzer mit einem Hubwagen nach draußen gebracht. Dann bauten wir sie zusammen.
Als das neue Sitzmöbel fertig war, ging es ans Aufräumen. Herr Wienands fuhr mit seinem Auto auf das Schulgelände, und wir packten alle Werkzeuge in sein Auto. Frau Schreyer-Lange und einige Kinder trugen die übrig gebliebenen Hölzer in den Keller.
Mt einem Geschenk bedankten wir uns bei Herrn Wienands (Wir sprachen ihn mit seinem Vornamen Thomas an) dafür, dass er mit uns dieses Projekt durchführte. Dann gingen wir zurück in unsere Klassen, und Herr Wienands fuhr mit seinem Auto davon.
Seit Monatsbeginn haben wir eine neue Schulleiterin. Frau Wengler bringt viel Erfahrung mit JüL-Lerngruppen sowie kooperativen und selbstorganisierten Lernformen wie Freiarbeit mit. 2017/2018 wurde sie als eine der besten Lehrkräfte Deutschlands ausgezeichnet. Hier stellt sich unsere neue Schulleiterin euch näher vor.
Mit lautem Jubel feierten unsere Schüler*innen bei der Siegerehrung des Crosslaufs der Schulen in Berlin-Reinickendorf. Nicht nur weil erstmals zwei Schüler und eine Schülerin des Campus in ihren Jahrgangsklassen die vorderen Plätze erreichten, sondern auch weil es für alle ein tolles Sportevent war.