Ausstellung: „Wenn ich auf Planeten komme …“

Wir Schülerinnen und Schüler der 456c haben Bilder gemalt, die von dem Kunstwerk “Einige Kreise“ inspiriert worden sind. Es gab rote, gelbe, grüne und  blaue Kreise. Zu den Kreisen haben wir verschiedene Texte geschrieben. Darin steht, was wir uns bei den Bildern gedacht haben. Manche stellen sich vor, dass sie von einem Planeten zum anderen reisen.

Hier ein Beispiel einer Schülerin: „Wenn ich auf die Planeten komme, passiert sehr viel: Auf kleinen Planeten werde ich klein. Auf großen werde ich groß. Auf bunten werde ich bunt. Und auf leuchtenden Planeten leuchte ich wie der schönste Stern.“

Die Bilder und Texte haben wir in der Eingangshalle von Haus 1 ausgestellt. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, diese Ausstellung zu machen.

Autor: Lukas

rbb interviewt SCHNIPSEL-Redakteur*innen zum Thema Meinungsfreiheit

Wir hatten Besuch vom Fernsehen! Eine für den rbb arbeitende Journalistin kam zu unserer Redaktionssitzung und befragte uns zum Thema Pressefreiheit, Fake News und Social Media. Mit dabei war auch eine Kamerafrau, die alles filmte. Zu sehen waren wir dann in einem Beitrag für die Abendschau.

Frau Rubarth, die Journalistin, fragte uns, wie wir unsere Themen recherchieren und Artikel schreiben und überarbeiten. Wir haben die Gelegenheit genutzt, Frau Rubarth auch selbst ein paar Fragen zur Arbeit als Fernsehjournalistin zu stellen.

SCHNIPSEL: Wie viel müssen Sie filmen für 3 Minuten Beitrag?

FRAU RUBARTH: Wir möchten für einen schönen Fernsehbeitrag die besten Antworten nutzen und wissen vorher nicht, wer genau was sagt. Deshalb stellen wir so viele Fragen. Wenn wir einen reinen Nachrichtenfilm machen, geht es oft schneller. Bei den Bildern ist es ähnlich. Da der Fernsehbeitrag ja nicht schon vor dem Dreh in Bildern und Tönen feststeht, wir nicht genau wissen, wie es vor Ort aussieht und was genau im Einzelnen geschieht, drehen wir viel und nehmen das Beste und Schönste daraus für unseren Film. Außerdem sieht ein Film dann gut aus, wenn eine Szene aus verschiedenen Perspektiven gedreht wurde. Deshalb sagen wir oft: „Bitte nochmal!“

SCHNIPSEL: Werden viele Szenen rausgeschnitten?

FRAU RUBARTH: Ja, weil wir mehr drehen, als wir letztendlich brauchen. Nach dem Dreh sichten wir das Material gründlich und entscheiden, welche Szenen reinkommen und welche leider nicht in den Film kommen.

SCHNIPSEL: Warum wollten Sie ausgerechnet eine Schülerzeitung am Tag der Pressefreiheit Interviewen?

FRAU RUBARTH: Wir wollten wissen: Wie arbeiten junge Menschen in Berlin an ihrer Zeitung? Wie viel wissen Schülerinnen und Schüler schon darüber, wie man richtig recherchiert, wo man gute Informationen findet – und wie frei sie in ihrer Themenwahl sind. Und da ja zeitgleich die Woche der Meinungsfreiheit ist, wollten wir wissen: Dürft ihr alles schreiben, was ihr wollt? Wie geht ihr mit unterschiedlichen Meinungen um? 

SCHNIPSEL: Wie viele Leute arbeiten wie lange an so einem Beitrag?

FRAU RUBARTH: Dafür erzähle ich am besten, wie die Produktionswoche aussieht: Am Montag haben wir uns in der Redaktion darüber verständigt, dass wir mit jungen Menschen über Presse- und Meinungsfreiheit sprechen wollen und überlegt, wie wir am besten mit wem sprechen können. Am Dienstag habe ich mehrere Berliner Schülerzeitungen kontaktiert und gefragt, ob ich bei ihnen drehen kann. Das ist nicht immer einfach, weil man dafür die Einverständnis der Eltern und der Schule braucht. Und natürlich müssen die Kinder Lust darauf haben. Dann haben sich mehrere Redaktionen zurückgemeldet und ich habe überlegt: Zu wem gehe ich? Wann kann ich drehen? Wann habe ich ein Kamerateam? Dann haben wir bei euch gedreht und ich habe gemeinsam mit einer Cutterin den Film geschnitten und nach der Abnahme – also dem Ok meiner Redakteurin – habe ich den Film mit Hilfe eines Toningenieurs im Synchronstudio eingesprochen. Also im Grunde: eine Redakteurin, eine Autorin/Reporterin, eine Kamerafrau, eine Cutterin, ein Toningenieur – fünf Menschen.

SCHNIPSEL: Warum haben Sie sich SCHNIPSEL als Schülerzeitung ausgesucht?

FRAU RUBARTH: Ich habe geschaut: Wo entstehen in Berlin gute Schülerzeitungen? Über den Schülerzeitungswettbewerb habe ich gute Redaktionen gefunden. SCHNIPSEL fand ich spannend, weil es euch noch nicht so lange gibt, schon sehr junge Kinder bei euch mitmachen und mitschreiben.

SCHNIPSEL: Gibt es Regeln, was gezeigt werden darf und was nicht?

FRAU RUBARTH: Ja, ich darf einzelne Kinder nur im Film zeigen, wenn ich das Einverständnis der Eltern habe. Gruppen hingegen darf ich zeigen. Oder Erwachsene, die mir ihr Einverständnis geben. Wenn ich in einer Schule drehe, muss natürlich auch die Schulleitung zustimmen. Für Orte, die nicht frei zugänglich für jeden sind oder die jemandem gehören, brauchen ich immer eine Genehmigung. Also für Schulen, Geschäfte, Busse etc. Außerdem darf ich keine privaten Daten zeigen. Also zum Beispiel die Nummern auf Ausweisen.

SCHNIPSEL: Wie war Ihr erster Eindruck von unserer Schülerzeitung?

FRAU RUBARTH: Ich fand euch super! Ihr seid wissbegierig (das merke ich natürlich auch bei der Anfrage für dieses Interview), ihr seid mit Herzblut dabei, diskutiert und respektiert die Meinung anderer. Und ihr wisst schon ganz genau Bescheid darüber, wie man recherchiert und gute Texte schreibt.

SCHNIPSEL: Was macht man bei einer Fernsehsendung ganz anders als bei einer Zeitung?

FRAU RUBARTH: Je nachdem, für welche Beitragsart man sich entscheidet und ob man für Zeitung/Radio/Fernsehen/Online oder Social Media arbeitet, muss man an unterschiedliche Dinge denken. Zeitungsleser*innen sehen vielleicht ein Foto, manchmal auch nicht. Also muss man in geschriebenen Texten mehr beschreiben, was genau man sieht, z.B.: Wie sieht eine Person aus? Wie ist das Wetter? Beim Radio höre ich, wie jemand spricht, muss aber ebenso beschreiben, was ich sehe. Beim Fernsehen sehe ich viel, muss aber darauf achten, dass ich nicht Dinge erzähle, die nicht zu den Bildern passen. Für einen Zeitungsartikel kann ich auch ein Interview über das Telefon gut nutzen. Beim Fernsehen ist man immer auch vor Ort.

SCHNIPSEL: Sind Sie bei den Sendungen noch aufgeregt?

FRAU RUBARTH: Nicht mehr so wie früher. Da musste ich manchmal, wenn die Sendung schon lief, noch meinen Text einsprechen. Also live. Das passiert mir nicht mehr so häufig. Aber klar: Der Job ist aufregend. Das macht aber auch sehr viel Spaß!

Autor*innen: Yuna und Jarik

Schreibwettbewerb: Geschichten über das, was euch bewegt

Tolle Preise gibt es bei einem neuen Schreibwettbewerb am Campus Hannah Höch zu gewinnen. Gesucht werden die besten Geschichten, Gedichte oder Comics zum Jahresthema unserer Schule: “Was bewegt?!“. Mitmachen können alle Schüler*innen und Lerngruppen unserer Gemeinschaftsschule.

“Was bewegt“ – das können Dinge oder Erlebnisse sein, die bewegende Gefühle in uns wecken, oder auch etwas, was in Bewegung ist oder uns in Bewegung setzt. Das Thema ist also breit gehalten und lässt viele verschiedene Ideen zu. Wählt eine literarische Textform wie eine Geschichte, ein Gedicht oder auch einen Comic mit Sprechblasen.

Abgabeschluss ist der 15. Juni 2023. Werft euren Beitrag in den Briefkasten der Schüler*innen-Zeitung SCHNIPSEL, der am schwarzen Brett in der Eingangshalle von Haus 1 hängt. Vergesst nicht, euren Namen und eure Lerngruppe mit aufzuschreiben! Die besten Beiträge kürt eine Jury aus Schüler*innen, Pädagog*innen und Lesepat*innen.

Als Preise für die Autor*innen winken Kinogutscheine, Freikarten für das JUMP House und mehr zu gewinnen. Die Lerngruppe der 123er, 456er und der Mittelstufe, die die meisten Texte einreicht, darf sich jeweils über einen 50-Euro-Gutschein für das Kulturkaufhaus Dussmann freuen. Die schönsten, längsten und spannendsten Texte werden außerdem in der nächsten SCHNIPSEL-Druckausgabe veröffentlicht (die kommt im Juli., kurz vor den Sommerferien heraus).

Wir freuen uns, wenn viele von euch mitmachen, und warten gespannt auf eure kreativen Texte! Außerdem danken wir dem Förderverein für die Unterstützung!

Brd

Mit Dino und Raupe Nimmersatt auf dem Schülerzeitungskongress

Am  ersten Dienstag im Februar waren wir, die SCHNIPSEL-Redaktion, zum ersten Mal auf dem  Schülerzeitungskongress der Jugendpresse Berlin-Brandenburg. Dort erhielten wir Informationen zum Beruf eines Journalisten und lernten in einem Workshop, wie man einen Zeitungs-Comic aufbaut.

Frau Schliepach und die jungen SCHNIPSEL-Redakteur*innen auf dem Berliner Schüelrzeitungskongress

Der Kongress begann mit Informationen zum Ablauf, zwei Reden und einem Quiz. Dann erzählten eingeladene Gäste auf der Bühne vom Journalisten-Beruf, darunter ein Mitarbeiter vom Tagesspiegel und eine jetzt für die Gewerkschaft Verdi arbeitende Frau. 

Zeitungen brauchen Expert*innen

Der Mann vom Tagesspiegel kümmert sich um Volontäre, also um Auszubildende. Man muss aber kein Volontariat machen, um Journalistin zu werden. Sein Tipp ist, Journalismus zu studieren.. Oder erst Expertin für ein bestimmtes Thema zu werden, denn Zeitungen brauchen solche Expertinnen. Er sagte, es arbeiten nicht nur klassisch ausgebildete Journalisten bei Zeitungen.

Ein Volontariat bei einer Zeitung dauert zwei bis drei Jahre, sagte die Frau. Ein Volontariat muss man aber nicht unbedingt machen, um Journalistin zu werden. Wer bei einer Zeitung arbeiten möchte, muss aber sehr fleißig sein und viel Stress aushalten und wird dabei nicht gut bezahlt. Also überlegt euch gut, ob ihr diesen Beruf wirklich machen wollt.

Lest auch: SCHNIPSEL gewinnt zwei Preise bei Berliner Schülerzeitungs-Wettbewerb

Die Moderatoren von der Jugendpresse kamen danach mit einer als Dino verkleideten Person auf die Bühne und wir alle sollten dem Dino aus dem Saal und dem Gebäude bis zu einer Wiese folgen. Dort wurden Croissants verteilt, und wir durften spielen. Danach ging es in die Workshops. 

Was bei einem Zeitungs-Comic wichtig ist

Unsere Gruppe war in dem Comic-Workshop. Wir haben versucht, Dinge und Personen aus der Geschichte von der kleinen Raupe Nimmersatt zu zeichnen. Die  Workshop-Leiter haben uns auch erzählt, was bei einem Comic wichtig ist: die Reihenfolge der Bilder, Sprechblasen für Gesprochenes und Bewegungsstriche. Dann hat jeder für sich eine eigene Geschichte über die kleine Raupe Nimmersatt geschrieben. Zum Schluss hab es für uns als Geschenk kleine Schreibutensilien.  

Ich habe auf dem Schülerzeitungskongress und im Workshop gelernt, wie ich ein Comic aufbaue wird und dass Journalisten wenig Geld verdienen.

Autorin: Yuna

Ein Tanz der Superkräfte: Willkommenskinder machen Theater

Ein Kind geht durch den Wald und träumt davon, Superkräfte zu haben. Da trifft es auf die Natur und erzählt ihr von seinem sehnlichen Wunsch. Die Natur gibt zu bedenken, dass man erst lernen müsse, mit Superkräften richtig umzugehen. Das Kind werde aber auf seinem Weg durch den Wald mehreren Superkräften begegnen und von ihnen lernen. Das Kind trifft nacheinander auf die Zeit, das Feuer, das Wasser, die Erde, den Wind, die Sonne, den Äther und die Liebe. Von jeder Superkraft erfährt das Kind, dass es auch Superkräfte haben kann, aber nicht, wie es sie erlangt. Am Ende überreichen alle Superkräfte dem Kind singend eine Superheldenurkunde.

Das ist zusammengefasst die Handlung des Theaterstücks, das die Willkommenskinder an der Grundstufe des Campus entwickelt und vor anderen Lerngruppen aufgeführt haben – in deutscher Sprache wohlgemerkt. Monatelang haben sie an dem Stück gefeilt und geübt. Und dabei haben sie auch sehr viel über sich selbst gelernt.

Kinder brachten ihre eigenen Ideen ein

„Die  Idee, mit den Willkommenskindern ein Theaterstück zu entwickeln, ist spontan entstanden. Ich schaue in meinem Arbeitsalltag immer, was die Kinder mitbringen, welche Interessen sie haben und knüpfe an ihre aktuellen Interessen und Bedürfnisse an“, erzählt Frau Poznyak. „So haben mir die Kinder an einem Tag ein kurzes Stück aufgeführt. In dem Moment habe ich ihr Potenzial verspürt. Das war im Herbst. Daraufhin habe ich vorgeschlagen, an einem Theaterstück zu arbeiten.“

Als erstes sammelten die Kinder gemeinsam Ideen, aus denen Frau Poznyak über die Weihnachtszeit den Entwurf für ein Bühnenstück mit Rollen und Texten formte. Dieses rudimentäre Skript haben die Kinder mit Frau Poznyak während der Proben immer weiter verändert, bis es schließlich passte. Auch die Musikauswahl kam erst in dieser Phase dazu. Und den Namen für das Stück fand Frau Schulz erst kurz vor der Aufführung: „Der Tanz der Superkräfte“.

Ich weiß! Man muss aus der Seele sprechen, dann wird es echt!

David aus der 123h

„Die Kinder hatten immer neue Verbesserungsvorschläge. Sie haben sich selbst die Choreographien ausgedacht, und an einem Tag hat uns die bezaubernde Sabine Reinfeld unterstützt und uns sehr wertvolle Tipps gegeben“, sagt Frau Poznyak. „An dieser Stelle ein großer Dank an sie!“

Intensive Wochen vor der Aufführung

Ihre deutschen Texte zu verstehen und auswendig zu lernen, war für die Kinder kein Problem. Aber nach den Winterferien zogen sich die Proben länger hin, weil immer wieder einzelne oder gleich mehrere Kinder gleichzeitig wegen Krankheiten ausfielen. Die für Mitte März geplante Aufführung des Theaterstücks wurde deshalb an das Monatsende verschoben.

„Ich denke, wir haben es nur hinbekommen, das Stück bis zu den Osterferien auf die Beine zu stellen, weil wir uns alle sehr flexibel zeigten – die Erwachsenen und auch die Kinder“, berichtet Frau Poznyak. „Es hat mich sehr beeindruckt, dass die Kinder das mitgemacht haben. Die zwei Wochen vor der Aufführung waren dann sehr intensiv.“

Wir schaffen alles!

Slata aus der 456a

Für Frau Poznyak war das Ganze viel mehr als ein Theaterstück. „All das war für uns ein sehr wertvoller Prozess mit unzähligen Facetten! Wir hatten Ängste und Zweifel und sind dadurch ein Stück mutiger geworden. Auf Beschwerden haben wir zusammen Lösungen gefunden. Durch Streit sind wir uns näher gekommen. Wir haben viel gelacht und auch geweint. Wir mussten lernen, uns aufeinander verlassen zu können. Und wir haben gelernt flexibel zu sein, weil wir nicht wussten, wer wann wieder gesund  oder erneut krank wird“, erzählt sie begeistert. „Jeder von uns hat innere Grenzen überwunden und hat wertvolle Entdeckungen gemacht und ist dadurch ein Stück gewachsen. Wir haben einander viel besser kennengelernt und gesehen, was der oder die andere alles mitbringt.“

Als großes Geschenk empfand Frau Poznyak das kurze Video, das Slata von der Aufführung zusammengeschnitten hat. Am Ende stand auf dem Bildschirm: „Wir schaffen alles!“

Frühjahrsputz: Schüler*innen machen die Schule schöner

Frühjahrsputz am Campus Hannah Höch: Kurz vor den Osterferien haben die Schülerinnen und Schüler am traditionellen “Campus Beauty Day“ das Schulgelände und -räume aufgeräumt und verschönert. 

Sie haben auf dem Außengelände aufgeräumt, Müll aufgesammelt, Sand in die Sandkiste zurückgefegt, Laub geharkt, Hecken geschnitten, Holzbänke geschliffen und geölt, die Gehplatten des Verbindungswegs sowie Dekofahrräder und Mülleimer bunt angesprüht, in den Beeten Unkraut gejätet und neuen Rindenmulch aufgetragen, im Wurmkino die Erde gelöst, und und und.

Die 456g baute auf der Rasenfläche vor der Mensa zwei Tipis auf.

In den Innenbereichen wurden vor allem Klassenräume und Gänge aufgeräumt und geputzt sowie Wände gestrichen oder auch mit Motiven bemalt.

Durch Aktionen wie den „Campus Beauty Day“ sollen sich Schüler*innen, Lehrer*innen und Erzieher*innen stärker mit ihrer Schule identifizieren und sich verantwortungsvoller auf dem Schulgelände verhalten.

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Grundstufe des Campus bekommt eine Leseoase

Die Grundstufe des Campus Hannah Höch bekommt eine Leseoase. Das Projekt zur Leseförderung wird von der Kinderrechtsorganisation Save the Children betreut und von der Postbank finanziert. Es passt hervorragend zu unserem Jahresschwerpunkt.

Märchenhaftes aus der 456d: Magdalena und die verfluchte Hexe

Es war einmal ein bildhübsches junges Mädchen. Es war arm und lebte in einem Dorf. Sein Vater war Bäcker und hatte zwei Töchter. Er liebte beide gleich, aber die zweite Tochter war hässlich und alt. Sie hieß Anastasia und war eine Hexe. Sie war so eifersüchtig auf Magdalena, dass sie sie verfluchen und ihr die Schönheit wegnehmen wollte, damit sie selbst bildhübsch aussah.

Magdalena wusste von ihrem Plan und recherchierte, wie sie das verhindern könnte. Sie ging zu einer Wahrsagerin. Die Wahrsagerin sagte ihr: „Du musst zwölf Stunden in den Palast fahren und den Prinzen heiraten. Sie nahm ihre drei schönsten Kleider mit. Als sie endlich in der Stadt ankam, sah sie plötzlich den Prinzen und folgte ihm in den Palast. 

Der Prinz sah sie nicht, also klopfte sie an der Tür. Die Wachen machten ihr auf und sie sprach mit dem Prinzen und flehte ihn an, sie zu heiraten. Der Prinz sagte: „Ich heirate dich unter einer Bedingung. Du musst mit mir Essen gehen. Du musst mir beweisen, dass du eine echte Prinzessin sein kannst.“ Magdalena stimmte zu und ging mit dem Prinzen essen. Der Prinz wollte sehen, ob sie Manieren hat. Dann würde er sie heiraten. 

Die Hexenschwester war so sauer, dass Magdalena weggelaufen war, dass sie sich in Staub auflöste. Der Prinz war erstaunt, wie gut Magdalena sich benommen hatte, also heirateten sie. Magdalena konnte glücklich mit ihrem Vater in den Palast ziehen. Magdalena und ihr Vater lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Autorin: Julia

Märchen der 456d

“Schüler experimentieren“: Das beste Rezept für Regenbogenmilch gewinnt

Lukas hat beim Regionalwettbewerb “Schüler experimentieren“ in Berlin-Buch gewonnen. Die Jury kürte seine Suche nach dem besten Rezept für Regenbogenmilch mit dem 1. Platz im Bereich Chemie. Wie der Wettbewerb und sein Experiment abliefen, beschreibt er hier.

Was ist “Jugend forscht“ und “Schüler experimentieren“?

“Jugend forscht“ ist ein Wettbewerb, bei dem Jugendliche die Ergebnisse ihrer Experimente einer Jury vorführen.“Jugend forscht“ ist für Jugendliche ab 15 Jahren, für Kinder ab der 4. Klasse heißt der Wettbewerb “Schüler experimentieren“. Bei “Schüler experimentieren“ geht es höchstens bis zum Landeswettbewerb, bei “Jugend forscht“ folgt danach noch der Bundeswettbewerb und die Sieger auf Bundesebene treten dann in Europa an. 

Der erste Wettbewerb für Teilnehmer*innen ist jeweils der Regionalwettbewerb. Im Regionalwettbewerb kriegt fast jede(r) einen Preis, zum Beispiel einen Sonderpreis wie etwa Tickets für die Lange Nacht der Wissenschaften, ein Geolino-Jahresabo oder einen ganzen Tag in einem Labor. Für die Siegerplätze 1 bis 3 gibt es Geld. Wer den 1. Platz belegt, kommt in die nächste Runde und hat dann 10 Tage Zeit, seine schriftliche Arbeit zu überarbeiten. Aber es gibt nicht immer einen 1. Platz, manchmal gibt es keinen Preisträger.

Die Jury bewertet die Teilnehmer*innen nach der visuellen Präsentation ihres Standes, nach der schriftlichen Arbeit und nach dem Jury-Gespräch. Merke: Nur weil du kleiner bist als die anderen, heißt das nicht, dass du keine Chance auf den 1.Platz hast: Es geht nur darum, dass du dein Experiment gut durchführst.

So lief der Regionalwettbewerb “Jugend experimentiert“ in Buch für mich ab

Der Regionalwettbewerb fand am 14. und 15. Februar 2023 am Campus Berlin-Buch statt. Am ersten Tag bin ich erstmal angekommen und habe meinen Stand aufgebaut. Dann bin ich in den großen Hörsaal gegangen und habe mir die Einführung angehört. Dann gab es für alle Teilnehmer*innen und die Juror*innen erstmal ein Mittagessen. 

Danach sind alle, die erst etwas später ihr Jury-Gespräch hatten, ins Gläserne Labor gegangen. Im Gläsernen Labor haben wir mit Pipetten, die aussehen wie Kugelschreiber, ein Lächelgesicht pipettiert. Das Coolste daran war, dass man nur auf einen Knopf drücken musste und dann ist die Kappe einfach losgeschossen! Danach haben wir Himbeermatsch mit Alkohol gemischt, so dass man, wenn man das Glas ins Licht hielt, die DNA von der  Himbeere sehen konnte. 

Nach dem Gläsernen Labor hatte ich noch eine Stunde Zeit, meinen Stand für mein Jury-Gespräch vorzubereiten. Nach meinem Jury-Gespräch bin ich nach Hause gefahren.

Am zweiten Tag sind ab 10 Uhr die Besucher gekommen. Danach gab es Mittagessen: Currywurst oder für Vegetarier Nudeln mit Soße. Als wir aufgegessen hatten, folgte die Preisverleihung. Als ich gesehen habe, was es beim 2. Platz gab, hatte ich so gehofft, dass ich den 2. Platz bekommen würde. Als eine andere Teilnehmerin den 2. Platz gewonnen hatte, war ich enttäuscht. Aber als dann angekündigt wurde, dass es einen 1. Platz gibt, war ich heilfroh, dass ich nicht den 2. Platz, sondern den 1. Platz gewonnen hatte.

Das war mein Experiment beim Wettbewerb

Ich habe im Internet viele verschiedene Rezepte für Regenbogenmilch sowie verschiedene Erklärungen gefunden, wie man sie herstellt und was dabei passiert. Ich wollte das beste Rezept finden und wissen, warum es sich mischt.

Ich habe verschiedene Milchsorten ausprobiert und kann jetzt sagen, welche Bedingungen eine richtig gute Mischung machen. Ich hatte gedacht, dass Öl die beste Mischung macht, da es am meisten Fett enthält, und dass Spülmittel dafür sorgt, dass die Fetttröpfchen wegrennen und die Farbe mitnehmen.

Am Anfang ist die Mischung immer besser geworden, je mehr Fett drin war, bis zu 6 Prozent Anteil. Aber bei der Sahne mit einem 12-Prozent-Anteil wurde es wieder schlechter und bei 15 Prozent Anteil noch schlechter. Beim Öl hat es sich dann fast gar nicht gemischt. Ich vermute, die Fetttröpfchen brauchen Platz um wegzurennen. Wenn es zu viele sind, dann stehen sie sich gegenseitig im Weg. Die Oberflächenspannung spielt nur ganz am Anfang eine Rolle, denn dann ist sie kaputt und dann kann sich die Farbe nicht mehr mischen.

Das beste Rezept für Regenbogenmilch

Die Zutaten:

  • flüssige Lebensmittelfarben
  • Vollmilch mit 3,5-Prozent-Fettanteil oder mehr) oder Hafermilch – noch besser wäre es, die Milch mit ein bisschen Kaffeesahne zu mischen!
  • Spülmittelkonzentrat
  • Wattestäbchen
  • ein Teller oder eine Schüssel mit flachem Boden

Die Herstellung:

  • In den Teller oder die Schüssel ein wenig Milch geben, so dass der Boden bedeckt ist.
  • Die bunten Tropfen der Lebensmittelfarben auf der Milch verteilen.
  • Das Wattestäbchen erst in das Spülmittel und dann in die Milch tauchen. Man kann es immer wieder an neuen Stellen eintauchen um neue Muster zu erzeugen.

Wenn ihr mal selber dort mitmachen wollt, wisst ihr, wie der Wettbewerb abläuft. Und das beste Regenbogenmilch-Rezept kennt ihr jetzt auch, falls ihr es nachmachen möchtet.

Weitere Eindrücke vom Wettbewerb sammelt ihr in der Instagram-Story von Jugend forscht.

Autor: Lukas

„Tagesspiegel“ berichtet über die Willkommensklassen am Campus Hannah Höch

Nachdem wir in der jüngsten Ausgabe unserer Schüler*innen-Zeitung SCHNIPSEL über die Willkommensklassen am Campus berichtet haben, beleuchtet jetzt auch der „Tagesspiegel“ das Thema. Im aktuellen Reinickendorf-Newsletter der Zeitung ist ein langer Artikel über die Willkommensklassen an unserer Gemeinschaftsschule enthalten. „Tagesspiegel“-Redakteurin Frau Weil hatte sich dafür im Gespräch mit unserer Schulleiterin Frau Ristow und mit Frau Poznyak, die zusammen mit drei anderen Kolleginnen die Kinder in den Willkommensklassen unterrichtet, über die Arbeit mit den Kindern aus Ländern wie Ukraine, Syrien und Rumänien informiert.

Den kompletten Artikel könnt ihr in diesem PDF-Dokument oder online auf der „Tagesspiegel“-Website nachlesen.

Zur Anmeldung für den wöchentlichen Reinickendorf-Newsletter des „Tagesspiegel“ geht es hier.

Unsere Erzieher: Auf ein Inning mit Herrn Podszus

SCHNIPSEL-Redakteurin Alia hat Herrn Podszus interviewt, weil er Erzieher auch in ihrer 123er-Lerngruppe ist. Er begleitet sie in der Büchereizeit und manchmal ist er auch im Unterricht dabei. Alia hat sich die Fragen vorher ausgedacht und ihm dann im Freizeitraum der Lerngruppe gestellt. Und Wisdom hatte auch noch ein paar Fragen.

Herr Podszus spielt gerne Baseball und trainiert auch eine Kinder-Mannschaft der Flamingos n dieser Sportart. Jetzt bietet Herr Podszus bei uns am Campus die erste Baseball-AG an. Er zeigt unseren Schülerinnen und Schülern, wie sie den Handschuh anziehen, Bälle fangen und mit dem Schläger treffen. Er habe sein Hobby zum Beruf gemacht, sagt er. Auch unser Schulkonzept findet er interessant. Er muss aber alles erst einmal richtig kennenlernen. Bevor er an unsere Schule kam, hatte er seine Ausbildung im Kindergarten gemacht.

SCHNIPSEL: Was ist Ihr Eindruck von unserer Schule bislang?

HERR PODSZUS: Es ist anders als im Kindergarten zu arbeiten. Die Schule ist ziemlich groß. Hier ist von 1. Klasse bis 10. Klasse alles dabei. Es ist ganz schön viel los hier und die Kinder können hier total viel machen.

SCHNIPSEL: Wie sind denn die Kinder?

HERR PODSZUS: Die Kinder sind sehr freundlich und sehr nett, manchmal haben sie auch ihre schwierigen Minuten, aber wenn man den ganzen Tag zusammen ist mit ganz vielen Kindern, passiert das auch mal, dass man nicht immer ganz glücklich ist als Kind. Das ist auch schwieriger für den Erzieher, damit umzugehen. Aber ich glaube, dass jeder Erzieher und jede Erzieherin hier das ganz gut hinbekommt, auch mit den schlechten Phasen umzugehen.

SCHNIPSEL: Warum bieten Sie die Baseball-AG an?

HERR PODSZUS: Es macht mir so einen Spaß, es selber zu spielen. Und weil ich auch gerade Baseball-Trainer geworden bin, möchte ich den Kindern Baseball näher bringen und sie für diesen Sport begeistern. Damit mehr Kinder auch Baseball spielen und nicht alle nur Fußball oder Handball. Außerdem kann ich so in der Arbeitszeit ausleben, was mir am meisten Spaß macht.

SCHNIPSEL: Was ist Ihr Ziel hier an der Schule? Was möchten Sie erreichen?

HERR PODSZUS: Ich möchte erreichen, dass die Kinder hier ganz viel Spaß haben und viel lernen können an der Schule und ich sie dabei unterstützen kann. Und dass die Kinder sich später vielleicht mal an mich erinnern und sagen können, der Herr Podszus war ein cooler Erzieher.

SCHNIPSEL: Erzählen Sie bitte was über Ihre Baseball-Vergangenheit!

HERR PODSZUS: Bei den Flamingos habe ich mit sechs Jahren angefangen, Baseball zu spielen. Dann habe ich mit den Jahren bei vielen Turnieren mitgespielt. Wir sind oft Berliner Meister geworden und dann zu den Deutschen Meisterschaften gefahren. Mit meiner Mannschaft habe ich auch schon in vielen anderen Ländern in Europa gegen die dortigen Nationalmannschaften Baseball gespielt, zum Beispiel in Kroatien und Belgien. Und ich habe einmal drei Wochen lang jeden Tag Baseball in Amerika trainiert und gespielt. Dafür wurde ich von einem amerikanischen Trainer in seine Mannschaft eingeladen, nachdem er mich hier in Deutschland spielen sah.                                                                                  

SCHNIPSEL: Und warum sind Sie dann Erzieher geworden?

HERR PODSZUS: Ich habe mich für den Beruf entschieden, weil ich gerne mit Kindern zusammenarbeite und weil es mir Spaß macht, den Kindern Wissen zu vermitteln, für sie da zu sein und sie auf dem Lebensweg zu begleiten und das Ganze mitzuverfolgen. Das ist für mich eine ganz tolle Aufgabe.

Vielen Dank für das Interview, Herr Podszus.

Autorin: Alia

Märchenhaftes aus der 456d: Die blaue Kugel

Es war einmal ein Junge namens Tobias. Tobias hatte nur drei Brüder und drei Schwestern ,die sehr arm waren. Sie waren nicht so nett wie Tobias es verdient hätte. Eines Tages ging Tobias fort. Er ging in ein entferntes Land, wo nur Zauberwesen lebten. Dort traf er die Familie Zauber, die reich und sehr nett war. Tobias war das nicht gewöhnt, denn er wusste nicht, dass Menschen nett sein können. Er nahm sie als Familie an und lebte eine ganze Weile mit ihnen. 

Nach der ganzen Weile beschloss seine leibliche Familie, ihn zu suchen und dann zu verkaufen. Und so wie es das Schicksal mochte, fanden sie ihn. Sie entführten ihn in der tiefsten Nacht ohne seine Zustimmung. Die Zauber-Familie bemerkte das sehr schnell, und die Zauber-Mutter machte sich auf den Weg, um ihn zurückzuholen. Die Zauber-Mutter holte ihn dank der Zauberkugel. Die blaue Kugel war streng geheim und verboten. Die leibliche Familie gab nicht auf und ging in den Kampf gegen der Zauber-Mutter. Sie kämpfen und kämpfen, doch die Zauber-Mutter fiel zu Boden. 

Plötzlich kam eine Maus. Die Maus sagte mit einer alten Stimme: „Wünsche dir etwas, Fräulein!“ Die Zauber-Mutter zögerte nicht und sagte: „Ich wünsche mir, dass Tobias glücklich ist.“ Da verschwand die leibliche Familie sofort und Tobias ging es wieder gut und lebte den Rest seines leben glücklich und fröhlich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Autor: Osman

Märchen der 456d