Inklusives Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen am Campus

Gemeinsam verschieden sind wir stark! Unter diesem Motto richtete der Campus Hannah am vergangenen Freitag das 5. Inklusive Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen aus. 132 Kinder und Jugendliche aus neun Berliner Gemeinschaftsschulen bewegten sich mit viel Spaß an Stationen, an denen sowohl sportliche Leistungen als auch ein faires Miteinander im Team zählten.

Beim jährlich stattfindenden Inklusiven Sportfest geht es in Disziplinen wie Wheel-Soccer, Zonen-Weitwurf, Rollstuhl-Basketball, Flag-Football, Blinden-Fußball und Sitz-Volleyball nicht nur um Leistung und Ergebnisse. Im Vordergrund stehen vielmehr Spaß an der Bewegung, das Gemeinschaftsgefühl und die Fairness im Sport. Im Wettbewerb der nach Alter und Geschlecht gemischten Teams gibt es Punkte für Tore, Körbe oder Weiten, aber auch für die Kooperation innerhalb der Gruppen. Mit dabei sind immer auch Jungs und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, körperlichen Einschränkungen oder Sprachbarrieren.

Unser Sportlehrer Herr Detlof freute sich nicht nur über das tolle Wetter. „Das war eine tolle Atmosphäre, geprägt von der Freude der Kinder und Jugendlichen an der Bewegung und dem neugierigen Ausprobieren verschiedenster Sportformen des Inklusionssportes sowie von Respekt, Fairness, Toleranz und Vielfalt“, sagte er. „Wir haben hier Inklusion, verstanden als die gesellschaftliche und auch sportliche Teilhabe aller Menschen, als Normalität gelebt.“

Der Campus Hannah Höch richtete zum ersten Mal das seit 2021 stattfindende Inklusive Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen aus. Unterstützt wurde der Campus von den Kooperationspartnern Special Olympics Berlin und Pfeffersport sowie von Schulhelfer:innen und freiwilligen Helfer:innen. Die Disziplinen wurden im großen Stadion an der Finsterwalder Straße sowie in der großen Turnhalle und dem „roten Hof“ auf dem Schulgelände ausgetragen. Neben den Sportangeboten gab es auch einen Sinnesparcours, in dem die Teilnehmer:innen Seh- und Höreinschränkungen selbst erleben konnten.

Den Wanderpokal für die beste Teamarbeit bekamen am Ende die Schüler:innen der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Lichtenberg. Der Preis für tolle sportliche Leistungen ging an die Grünauer Gemeinschaftsschule.

Das 6. Inklusive Sportfest wird im nächsten Jahr wieder auf dem Schulgelände des Campus Hannah Höch und im Stadion an der Finsterwalder Straße stattfinden. „Wir freuen uns, dieses Ereignis auch im kommenden Jahr wieder mit dieser besonderen Atmosphäre ausrichten zu können“, blickt Herr Detlof schon auf das nächste Sportfest.

Deutscher Motorik-Test am Campus Hannah Höch

Der Motorik-Test ist ein Sporttest für Drittklässler:innen, der an einem Freitag durchgeführt wurde. Viele verschiedene Disziplinen wurden getestet.

An einer Station ging es zum Beispiel darum, wie tief wir mit unseren Fingerspitzen greifen können, wenn wir dabei die Beine ausstrecken. An einer anderen Station wurde die Zahl der geschafften Sit-ups in einer vorgegebenen Zeit ermittelt. Hier seht ihr auf einen Blick alle Übungen, die wir machen mussten:

  • 20-Meter-Sprint
  • Balancieren
  • seitlich hin- und herspringen
  • Rumpfbeugen
  • Liegestütz
  • Sit-ups
  • Standweitsprung
  • 6-Minuten-Ausdauerlauf

Wenn man sich anstrengte, lief eigentlich alles ganz gut. Ich persönlich fand den Test nicht so anstrengend. Wahrscheinlich war es aber bei anderen Kindern anders.

Der Motorik-Test wurde in der dritten Jahrgangsstufe durchgeführt. Am Ende hat jedes Kind, das teilnahm, eine Urkunde bekommen. Als Belohnung fürs Mitmachen gibt es auch einen QR-Code für einen Gutschein, mit dem man in den Ferien kostenlos in einem Verein trainieren kann.

Autorin: Greta

Frau Petzold: „Jedes Kind ist eine Bereicherung“

Für unsere Lehrerin Frau Petzold ist die schulische Inklusion ein Herzensthema. Dafür engagiert sie sich als Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der GEW Berlin und deshalb unterrichtet sie bewusst nur an Schulen, an denen Inklusion großgeschrieben wird. 

„Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht“, betont sie. „Jeder hat das Recht auf Teilhabe.“ Damit ist sie an unserer Gemeinschaftsschule mit einer gelebten Vielfalt genau richtig. Die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen hält sie für „unheimlich entspannend“ und jedes Kind als Bereicherung. 

Am Campus leitet sie die Lerngruppe 123c und unterrichtet Mathematik und Sport und begleitet die „Future Kids“. 

SCHNIPSEL: Warum sind Sie Lehrerin geworden?

FRAU PETZOLD: Ich wollte mit Kindern arbeiten, möglichst mit vielen unterschiedlichen. Da alle in die Schule gehen, ist es für mich der Ort, an dem ich sein möchte.

SCHNIPSEL: Ihr lustigstes Erlebnis im Unterricht?

FRAU PETZOLD: Unterricht, in dem nicht gelacht wird, ist für mich kein guter Unterricht. Mit Spaß lernt es sich einfach besser.

SCHNIPSEL: Wie finden Sie Schulnoten?

FRAU PETZOLD: Ich mag keine Noten und arbeite auch nur an Schulen, an denen ich keine Noten geben muss. Bilanz- und Zielgespräche finde ich viel besser. Zu formulieren, was jemand in nächster Zeit lernen möchte, hilft beim Lernen und auch mir, guten Unterricht zu planen.

SCHNIPSEL: Was stört Sie als Lehrerin?  

FRAU PETZOLD: Ich finde es schlimm, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland keine freie Schulwahl haben und zum Beispiel Sonderklassen besuchen müssen oder nicht auf ein Gymnasium gehen dürfen.

SCHNIPSEL: Wie waren Sie als Schülerin?

FRAU PETZOLD: Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, meist nicht, weil der Unterricht toll war, sondern um viele Freund:innen zu treffen.

SCHNIPSEL: Was gefällt Ihnen an unserer Schule?

FRAU PETZOLD: Dass alle bis zur 10. Klasse gemeinsam lernen können. Ich mag die Lernetagen, den Ganztag und die Projekte an der Hannah-Höch-Gemeinschaftsschule.

SCHNIPSEL: Welche Ausrede haben Sie als Schülerin benutzt, wenn sie zu spät kamen?

FRAU PETZOLD: Der Bus ist schuld. 😉

Hip Hop im Musikunterricht

Es ist schon etwas her, aber wir wollen es noch berichten: Im Dezember kam Hip-Hop-Kultur im Rahmen des Musikunterrichts der Mittelstufe an unseren Campus. Im Musikunterricht erfuhren wir, dass es fünf Säulen des Hip Hop gibt: Rap, Breakdance, DJing, Graffiti und Beatboxen. Drei davon lernten wir in Workshops näher kennen.

Beatboxen

In unserem Workshop brachte unser Workshopleiter Kays, der ein richtiger Beatbox-Profi ist, uns bei, wie man “beatboxt”. Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Erst machte er uns etwas vor, wir hörten ihm zu und lernten es dann selber. Beim Beatboxen werden Sounds des Schlagzeugs mit dem Mund erzeugt. Im Stuhlkreis machten wir ein Spiel. Immer kleinere Battles (so nennt man die Wettkämpfe beim Hip Hop) und wer verlor, flog halt raus. Unser Workshopleiter Kays konnte mit dem Mund sehr viele Sounds mit verschiedenen Bewegungen machen. Und mit dem Mikrofon klang alles noch viel cooler. Philipp zeigte am Ende vor allen, was wir im Workshop gelernt hatten.

Breakdance

Unser Workshopleiter Josh brachte uns eine Choreografie mit Toprockings bei. Toprockings sind Tanzmoves, die im Stehen gemacht werden. Am Anfang trauten wir uns nicht zu tanzen. Im Dunklen ging es etwas besser und später dann auch bei Licht. Wir lernten einzelne Schritte und fügten sie am Ende zu einer Choreografie zusammen. Zum Abschluss führten wir die gesamte Choreo auf der Bühne vor der Gruppe vor. Josh zeigte uns noch Videos von Tänzern, die Headspins machen. Er selbst macht keine, weil er Angst um seine Haare hat. Beim Headspinning können kahle Stellen am Kopf entstehen.

Rap

Wir waren im Klassenraum und wollten rappen. Zuerst kam die Frage, was wir mit ganz viel Geld machen wollen und wir entschieden uns für eine Weltreise. So entstand unser Rap “Klassenfahrt mit dem Campus”. Wir gaben immer Ideen für den Text und unser Coach fügte es zusammen. Der Workshop war gut und machte Spaß. Wir präsentierten den Rap auch vor allen, am Anfang war es ein bisschen peinlich. Wir waren auf der Bühne und der Coach hat das meiste gerappt, weil der Rap ganz schön lang und schwer war. Wir rappten dann manche Wörter mit. Das kann man auf der Aufnahme ganz gut hören.

Autoren: Ethan und Zaniyu

So war unser Faschingsfest in der Grundstufe

Tanz, Spiel und Spaß und jede Menge fantasievoller Kostüme: Beim Faschingsfest verwandelte sich die Grundstufe wieder einmal in eine kunterbunte Feierwelt. Die Schülerinnen der SCHNIPSEL-Redaktion berichten, was sie gesehen und erlebt haben.

Fasching: Die bunte Vielfalt der Stände

Am 13. Februar feierten wir Fasching in unserer Schule. Es war sehr aufregend, die vielen Stände zu erkunden. Einer unserer Lieblingsstände war das Schokokuss-Wettessen. Es gab auch eine Zaubershow in der 456f und viele Spiele, zum Beispiel „Bingo“, „Die Clown-Nase“ oder „Suche die goldene Nuss“. 

In der Vorhalle roch es köstlich. Es gab Zuckerwatte.

Die Kostüme waren toll: Von der Prinzessin bis zum Alien war alles dabei. Wie hättet ihr euch verkleidet?

Autorinnen: Greta und Juna

Gute Angebote beim Faschingsfest

Beim Faschingsfest in der Grundstufe unserer Schule war es schön, dass man in der 456a mit Freunden als Trauzeugen heiraten konnte. Discos gab es auch, eine für 456er und eine für 123er. Dort konnten wir uns Lieder wünschen. 

Viel Spaß machte die „Reise nach Jerusalem“ in der SoFi. Auch hier konnten wir Musikwünsche äußern. Es gab hier allerdings keine Stempel

Die Kinder sammelten während des Fests Stempel auf einer Karte für die ganze Klasse.

In der 2. Schulstunde konnten sich die 123er Zuckerwatte holen. Nach der ersten Hofpause konnten wir 456er Zuckerwatte essen.

Autorin: Emilia

Fasching in unserer Klasse

Ich berichte über Fasching in unserer Klasse 456f. Wir veranstalteten eine Zaubershow. Wir bildeten drei Gruppen und machten drei Durchgänge. In jedem Durchgang machten bis zu acht Schülerinnen und Schüler bzw. Zauber:innen mit. 

Es kamen viele Zuschauer und schauten zu. Ich beobachtete, dass sehr viele Kinder mit einem Lächeln in den Raum kamen und mindestens genauso gut gelaunt wieder hinausgingen.

Die meisten Zauber:innen führten ihre Tricks erfolgreich vor, und das Publikum sah ihnen dabei verzaubert zu. Wir hatten außerdem viele Zusatzeffekte und Hintergrundmusik vorbereitet, um alles noch magischer wirken zu lassen.

Insgesamt war es ein großer Erfolg, und viele von uns würden es gerne noch einmal machen.

Autorin: H.

Wie ich das Faschingsfest fand

Ich fand das Faschingsfest ganz gut. Am coolsten fand ich die 456er-Disco. Wir konnten hier einfach nur chillen und selbst Lieder auswählen. Ich fand auch alle Kostüme sehr cool und lustig. Das lustigste Kostüm hatte Herr Reimers an. Er war als Frau verkleidet und war auch in der Disco dabei. Und: Die Zuckerwatte war lecker.

Was ich da nicht so gut am Faschingsfest fand, war, dass die 123er immer wieder in die Disco reinkamen, obwohl sie das nicht sollten. Das war unfair. Es gab auch insgesamt mehr Angebote für 123er als für 456er. Für uns Ältere gab es zum Beispiel die Disco und „Mario Kart“ und dann kaum noch etwas. Deswegen sollte es beim nächsten Mal mehr gute Angebote für die 456er machen.

Autorin: Amelie

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Schulsprecher Jamal: „Ich bin immer für euch da“

Jamal ist der aktuelle Schulsprecher am Campus Hannah Höch – gewählt von den Schülerinnen und Schülern der Grund- und der Mittelstufe. Da Jamal gleichzeitig auch Mitglied der SCHNIPSEL-Redaktion ist, hat er sich kurzerhand selbst über seine neue Rolle an unserer Gemeinschaftsschule interviewt.

SCHNIPSEL: Viele Schüler möchten wissen, wer du bist. Kannst du dich kurz vorstellen und sagen, in welche Klasse du gehst?

JAMAL: Ich heiße Jamal, bin 15 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse. Ich bin Schulsprecher und möchte mich für alle Schülerinnen und Schüler einsetzen.

SCHNIPSEL: Warum hast du dich entschieden, Schulsprecher zu werden, und was hat dich dazu motiviert?

JAMAL: Ich habe mich entschieden, Schulsprecher zu werden, weil mir unsere Schule wichtig ist und ich helfen möchte, wenn es Probleme gibt.

SCHNIPSEL: Was bedeutet es für dich persönlich, Schulsprecher zu sein?

JAMAL: Für mich bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein.

SCHNIPSEL: Was möchtest du als Schulsprecher in der Schule verändern oder verbessern?

JAMAL: Ich möchte, dass sich alle in der Schule sicher fühlen und respektvoll miteinander umgehen.

SCHNIPSEL: Wenn ein Schüler oder eine Schülerin ein Problem hat, wie gehst du damit um und was ist dir dabei wichtig?

JAMAL: Ich höre zuerst zu und nehme jedes Problem ernst. Danach versuche ich zu helfen oder eine Lösung zu finden.

SCHNIPSEL: Warum ist es dir wichtig, dass alle Schüler:innen ihre Meinung sagen dürfen?

JAMAL: Weil jede Meinung zählt und jeder Schüler und jede Schülerin wichtig ist.

SCHNIPSEL: Was macht dir an deiner Aufgabe als Schulsprecher am meisten Spaß?

JAMAL: Mir macht es Spaß, wenn ich merke, dass ich jemandem helfen kann.

SCHNIPSEL: Gibt es auch schwierige Momente, und wie gehst du damit um?

JAMAL: Ja, manchmal ist es schwierig, aber ich gebe nicht auf und bleibe ruhig.

SCHNIPSEL: Was wünschst du dir von den Schülerinnen und Schülern an deiner Schule?

JAMAL: Ich wünsche mir Respekt, Ehrlichkeit und Zusammenhalt. 

SCHNIPSEL: Was möchtest du besonders den jüngeren Schülern sagen?

JAMAL: Ihr könnt immer zu mir kommen. Ich höre euch zu und helfe euch.

SCHNIPSEL: Zum Schluss: Welche Nachricht möchtest du allen Schülern mitgeben?

JAMAL: Ich bin immer für euch da, egal was ist. Zusammen machen wir unsere Schule.