Streichen, schleifen, sägen: Die Zeit der Sommerferien nutzten unsere Erzieher Herr Schäfer und Herr Diallo mit Kindern aus dem Hort für Pflege und Gestaltung des Schulgeländes. Größtes Ferienprojekt war der Bau eines neuen Sitzmöbels.
Das neue Holzmöbel steht am Teich vor Haus 2 ruht auf dem Unterbau eines früheren Palettensitzes. Zusammen mit ihren Erziehern sammelten die Kinder Ideen zur Gestaltung des neuen Sitzes und sammelten passende Materialien zusammen: Gute Bretter von alten kaputten Sitzmöbeln für den Unterbau, kräftige Bohlen aus dem Lager für die Sitzfläche, neue Bretter für die obere Verschalung, während der Stürme im Sommer heruntergefallene Eichenäste für die Lehnen und Resthölzer aus dem Lager zum Verzahnen.
Unter Anleitung von Schäfer konnten die Grundstufenkinder im Hort sägen, bohren, schrauben und schleifen.
Gemeinsam mit Herrn Diallo entfernten Kinder außerdem Unkraut in den Grünflächen vor Haus 2. Dabei entdeckten sie mit Hilfe der App „Flora Incognita“ Zierkiwis und Blaue Honigbeeren.
Die gesamte Schulgemeinschaft hat mitgemacht: Schüler:innen, Eltern, Pädagog:innen und weitere Teammitglieder. Insgesamt wurden 43 Vorschläge eingereicht. Bei der Auswahl entscheidend waren dabei immer dieselben Fragen: Kann daraus ein ganzes Schuljahr werden? Finden sich alle Altersgruppen darin wieder? Und lässt sich damit etwas entwickeln, im Unterricht, in Projekten, in Kunst, Musik, Sport oder Gesprächen? Die Idee für das Sieger-Motto kam über einen Song an unsere Gemeinschaftsschule.
Die Farben an unserer Schule
Für unsere Fotoserie überlegten wir, welche Farben an unserer Schule zu sehen sind. Dann fotografierten wir die Orte, an denen diese Farben zu finden sind.
Blauer Riese für Blau: Hier drauf können wir schön liegen.
Beach-Feld für Gelb: Hier können wir spielen, und es ist schön hier.
Der Baum für Grün: Auf dem Baum kann Obst wachsen.
Roter Hof für Rot: Hier können wir Fußball spielen.
Blumen für Lila: Die sehen so schön aus.
Der Kletterturm für Rosa: Das Klettern darauf macht Spaß.
Holz für Braun: Mit Holz kann man bauen.
Blumen für Weiß: Hier fliegen die Bienen.
Die Rutsche für Silber: Hier können wir spielen.
Autorinnen: Celine und Joleen
Familie Fuchs wohnte auf unserem Schulgelände
Auf der Bienenwiese des Campus gab es im vergangenen Schuljahr einen Fuchsbau. Dort war eine Fuchsfamilie eingezogen. Die Mutter brachte fünf Fuchswelpen zur Welt. Frau Wojciechowski fotografierte die Füchse und zeigte uns Bilder. Die Fotos sind supersüß. Auf den Bildern sind die Fuchswelpen noch ganz klein.
Leider starben die Mutter und zwei Welpen. Deshalb brachte der Fuchsvater den Kleinen Beute zum Fressen.
Wenn du bei einem Fuchsbau bist, verhalte dich still. Denn auch die Füchse haben ein Recht, hier zu leben.
Diese Tipps gibt der NABU für den Umgang mit Füchsen:
kein Essen offen liegen lassen
den Fuchs nicht verjagen
den Fuchs nicht füttern
nicht zu nah an den Fuchsbau herangehen
Autorin: Greta
Zukunftstag-Projekt: Wie man obdachlosen Menschen helfen kann
Zu viert suchten wir Schüler der 456er-Lerngruppen zusammen mit Frau Poznyak das Gespräch mit Obdachlosen in Berlin. Wir fanden welche und sprachen sie an. Sie konnten kein Deutsch, aber Mansur, Max und Frau Poznyak sprechen auch Russisch und übersetzten für uns andere das Gesagte.
In dem Tunnel, in dem wir sie antrafen, schlafen ungefähr 30 Obdachlose. Wir hatten Essen und Getränke dabei, das wir ihnen gaben. Ein Problem der Menschen dort ist, dass sie kein warmes Essen haben. Außerdem ist es im Tunnel sehr laut. Ich könnte bei dem Lärm dort nicht schlafen. Abends gehen sie oft betteln, erzählten sie uns.
Ich habe durch das Projekt gelernt, dass man alles wertschätzen soll. Egal, ob du das neueste Handy hast oder nicht – du hast ein Handy! Sei dankbar dafür!
Am Ende schenkte uns ein Obdachloser ein Skateboard.
Autor: Milow
„Man sollte dankbar für das sein, was man hat und bekommt“
SCHNIPSEL: Ziad, wie habt ihr euch für das Projekt vorbereitet?
ZIAD: Wir haben uns den Ablauf überlegt und uns Fragen für die Gespräche mit den obdachlosen Menschen überlegt.
SCHNIPSEL: Was hast du dir von dem Treffen erhofft?
ZIAD: Dass wir die Sprachen verstehen. Sie haben alle kein Deutsch gesprochen.
SCHNIPSEL: Wie hast du dich vor Ort gefühlt?
ZIAD: Es war wegen der Autos sehr laut, so dass ich Kopfschmerzen bekam. Ich habe mich unsicher gefühlt.
SCHNIPSEL: Wie hast du dich danach gefühlt?
ZIAD: Nachdem mir die Obdachlosen geholfen hatten, fühlte ich mich besser. Ich war am Ende auch kaputt.
SCHNIPSEL: Was hat dich besonders beeindruckt?
ZIAD: Dass die obdachlosen Menschen dort sehr dankbar und nett waren.
SCHNIPSEL: Was hast du sonst noch beobachtet?
ZIAD: Dass sehr viele Matratzen auf dem Boden lagen und dass die dort lebenden Menschen alle zusammen saßen.
SCHNIPSEL: Was hast du durch das Treffen über das Leben auf der Straße gelernt?
ZIAD: Dass wir in der Schule aufpassen und mitmachen sollten. Viele der Menschen dort waren Bauarbeiter und finden hier keine Arbeit, weil sie nicht angemeldet sind.
SCHNIPSEL: Was wünschen sich die Menschen, dir ihr dort gesprochen habt, am meisten?
ZIAD: Ihr größtes Bedürfnis ist warmes Essen.
SCHNIPSEL: Wie kann man den wohnungslosen Menschen dort helfen?
ZIAD: Mit Essen und Verpflegung.
SCHNIPSEL: Was hast du durch das Treffen über dich selbst gelernt?
ZIAD: Dass man dankbar sein sollte für das, was man hat und bekommt.
SCHNIPSEL: Was hast du über deine Mitschüler:innen gelernt?
ZIAD: Sie sollten offener gegenüber anderen Menschen sein.
SCHNIPSEL: Was würdest du nächstes Mal anders machen?
ZIAD: Ich würde mehr Orte besuchen und mehr Fragen stellen.
SCHNIPSEL: Was hat dir besonders gut gefallen?
ZIAD: Die Menschen, die dort auf der Straße leben, waren nett und großzügig.
Singen im Team Liebe
Farbe bekannt und ihren Spaß am Singen gezeigt haben Schülerinnen und Schüler des Campus Hannah Höch am Donnerstag, 3. Juli 2026. Gemeinsam mit tausenden anderen Kindern und Jugendlichen sangen und bewegten sie sich bei „6K United“. Die Songs hatten die Kinder zuvor über mehrere Wochen im Musikunterricht mit Frau Plewe und Frau Witzel geprobt. Am Nachmittag des großen Gesangs-Events fand die Generalprobe in der vollen Halle statt, bevor es dann am späten Abend so richtig los ging. Das Motto in diesem Jahr war „Wir sind Team Liebe“.
So war es an unseren Schulen in Kabul und Harare
Wir haben unsere Mitschülerinnen Abida und Denique über ihre Erfahrungen in der Schule ihrer früheren Heimat befragt. Abida kommt ursprünglich aus Afghanistan, Denique aus Simbabwe. Einiges von dem, was sie erzählten, machte uns traurig. Sie sagten, dass die Kinder dort für Fehler geschlagen wurden. Und Abida berichtete, dass es keinen Pausenhof für die kleinen Kinder und dass es getrennte Klassen für Jungs und für Mädchen in der Schule gab. Uns gefiel aber, was Denique von den Partys an ihrer Schule erzählte und dass bei Abida die Schule erst um 10 Uhr morgens begann.
Aaliyah und EMILIA: Wir beide arbeiten für die SCHNIPSEL-Redaktion und haben zwei Gäste hier. Stellt euch bitte kurz vor.
ABIDA: Ich heiße Abida, ich bin 12 Jahre alt. Ich komme aus Afghanistan, Kabul, und ich bin seit drei Jahren hier.
DENIQUE: Ich bin Denique. Ich bin 11 Jahre alt. Ich bin im August 2024 gekommen, also vor einem Jahr sieben Monaten.
AALIYAH: Erzähle von deiner Schule in deiner Heimat früher. Wie war die Schule?
ABIDA: Also meine Schule war nicht so groß. Es ging bis in die sechste Klasse. Da gingen auch Mädchen und auch Jungs, aber in getrennten Klassen.
DENIQUE: In meiner Schule ging es bis zur neunten Klasse. In jeder Klasse waren ungefähr 20 Kinder, Jungen und Mädchen. Wir hatten Unterricht bis 15 Uhr. Es gab die Fächer Englisch, Shona, unsere Hauptsprache, Mathe, Landwirtschaft, Gewi und Sport natürlich.
ABIDA: Meine Schule fing um 10 Uhr an und endete um 15 Uhr. In einer Mädchenklasse waren 10 bis 16 Kinder. Wir hatten Mathe und Afghanisch. Und wir hatten Englisch, aber da haben wir nur Buchstaben gelernt. Also drei Fächer. Sport hatten wir nicht.
EMILIA: Wie waren die Lehrer in eurer Schule?
DENIQUE: Bei uns waren die Lehrer nicht so nett. Wenn wir etwas falsch machten, wurden wir geschlagen – auf die Hand, den Rücken oder den Hintern. Die Mädchen meistens auf die Hand. Und für jede falsche Antwort schluegen die Lehrer dich auch. Ja, so war es da.
AALIYAH: Also bei uns war es auch so, dass man mit dem Lineal auf die Hand geschlagen wurde, zum Beispiel wenn man zu spät kam oder Streit hatte.
EMILIA: Also, das finde ich schlimm. Für mich würde das richtig weh tun. Egal, ob man leicht haut, das tut irgendwie weh.
AALIYAH: Welche Regeln gab es in der Schule oder was war besonders wichtig?
ABIDA: Dass man als Mädchen nicht zur Jungsklasse geht.
DENIQUE: Wir mussten immer Hausaufgaben machen und Sachen erledigen. Und wenn du eine Aufgabe falsch hattest, musstest du es wieder schreiben. Wenn du es wieder falsch hattest, musstest du es immer wieder schreiben, bis du es richtig hattest. Und sonst wurdest du geschlagen.
AALIYAH: Wie sah es bei euch im Klassenraum aus? Wie habt ihr gesessen?
DENIQUE: Ich finde es eigentlich sehr gut, wie wir da im Klassenraum saßen. Wir saßen nicht am Gruppentisch, sondern in drei Reihen und guckten alle nach vorne auf die Tafel. Jedes Schuljahr durftest du entscheiden, wo du für das ganze Schuljahr sitzt. Die Tische hatten keinen Fächer. Du konntest den Tisch aufmachen und deine Sachen nehmen. Du musstest dafür nicht herumlaufen. Der Lehrer hatte einen eigenen Tisch.
ABIDA: Man hat keinen Gruppentisch, sondern saß auf zwei Plätzen nebeneinander. Vorne war eine Tafel. Der Lehrer hatte auch einen eigenen Tisch. Unsere Tafel war grün und wurde mit Kreide beschrieben
AALIYAH: Was habt ihr in den Pausen gemacht?
ABIDA: Erstens hatten wir keine Schulhofpause. Zweitens hatten wir keinen Hof. Wir hatten einen kleinen Raum. Da waren Spielgeräte wie eine kleine Rutsche aus Plastik. Wir durften zehn Minuten Pause machen. Klettersachen gab es nur für die Großen.
DENIQUE: Bei uns war die Pause eine Stunde lang. Wir hatten keinen Schulhof, sondern gingen nach draußen, wo die Autos waren. Neben der Schule gab es einen Spielplatz mit Schaukeln. Weiter hinten gab es ein sehr großes Feld, auf dem man spielen konnte. Wir benutzten es meistens für Sport und zum Spielen. So war die Pause.
AALIYAH: Gab es in eurer Schule eine Schuluniform?
DENIQUE: Ja. Es gab bestimmte Uniformen für bestimmtes Wetter. Wenn es Winter war, mussten alle Schüler Hosen anziehen. Es gab eine Bluse und ein Badge. Da stand Coronation Academy drauf. So hieß unsere Schule. Im Sommer mussten die Jungs Hosen anziehen, die Mädchen einen Rock, und kurzärmlige T-Shirts. Im Winter waren es langarmige T-Shirts. Und wir trugen blaue Hüte.
ABIDA: Bei uns gab es auch Uniform. Wir mussten einen langen Rock anziehen, im Sommer und im Winter. Dazu blaue T-Shirts und eine blaue Jacke, die auch blau ist. Die 456er mussten ein Kopftuch tragen, die jüngeren konnten. Aber wir hatten Tage, an denen wir einfach anziehen konnten, was wir wollten. Dann brachten wir Essen für alle mit.
DENIQUE: An unserer Schule hatten wir viele Partys mit Liedern, Tanzen und Essens- oder Tanz-Challenges und so. Du konntest da Preise gewinnen. Und wir feierten Geburtstage zusammen. Und wenn jemand das Land verließ, machen wir eine sehr große Party. So war es auch für mich.
EMILIA: Wie war es bei deiner Party?
DENIQUE: Es war groß. Es war nur für mich, weil ich das Land verließ. Ich hatte zwei Kuchen dabei, einen von der Schule und einen von meiner Mutter. Ich musste sehr viele Fotos machen und wir machten auch Challenges.
AALIYAH: Was hat dir an deiner frühen Schule gefallen und was hat dir nicht gefallen?
DENIQUE: Ich fand gut, dass die Schule groß war, wir Uniformen trugen und miteinander spielten. Aber ich fand nicht gut, dass man die Kinder schlug. Ich fand das ein bisschen zu gemein. Und auch wenn wir falsch machten, war es nur ein Fehler, und wir konnten es das nächste Mal besser machen. Aber dann die Kinder gleich zu schlagen, das fand ich nicht gut.
ABIDA: Ich fand es gut, dass man erst um 10 Uhr zur Schule ging. Mir gefiel nicht, dass man Kinder schlug und dass es keine längeren Pause für die 123er gab.
AALIYAH: Jetzt im Vergleich, wie findet ihr es jetzt an unserer Schule?
DENIQUE: 50-50, weil beide Schulen sind gut. Aber hier muss ich eine Sprache, die ich nicht so gut kann. Ich muss Deutsch sprechen. Hier sind Sachen immer schwer für mich, wegen der Sprache. In meiner Schule in Harare war es einfacher.
ABIDA: Also hier gefällt mir, dass man sich hier anziehen kann, wie man will, und dass man viele Fächer und große Hofpausen hat.
AALIYAH: Ich finde schon ein paar Sachen traurig: zu wissen, dass man geschlagen wurde und so. Aber ich finde, es war auch cool in eurer Schule, dass ihr so Partys hattet und Challenges. Wir haben jetzt ein bisschen mehr gelernt über euer Land, wie es in eurer Schule war. Vielen Dank, dass ihr darüber so viel erzählt habt.
Am 10. und 17. Juni nahmen 16 Schüler:innen vom Campus Hannah Höch an einem Comic-Workshop mit dem Berliner Comiczeichner Mawil in der Bibliothek im Märkischen Viertel teil. Nach ein paar Übungen mit Mawils hilfreichen Tipps erstellten die Kinder Comics und Zeichnungen, die ihre Vorstellungen von der Zukunft zeigen. Die Comics sind in einer Ausstellung bis zum 4. September zu sehen.
Kehrenbürger-Aktion: Müllsammeln rund um den Campus
Am 3. Juni haben die Klassen 456abc des Campus Hannah Höch rund um den Campus die BSR-Kehrenbürger-Aktion „Kehrenbürger“ durchgeführt. Fast 60 Kinder haben zusammen mit unseren Lehrern und Lehrerinnen das unmittelbare Umfeld unserer Schule im Märkischen Viertel von Dreck und Müll gesäubert.
Von der BSR waren die Kinder professionell mit Besen, Schaufeln, Mülltüten, Müllzangen und besonderen Westen ausgestattet. Den ganzen Vormittag sammelten sie in kleinen Gruppen allen Müll auf und stellten die gefüllten Säcke der BSR für die Abholung bereit.
Hier ein paar Anmerkungen der fleißigen Müllsammler:
„Ich fand gut, dass wir uns bei der Sammelarbeit abgewechselt haben. So hat man einmal gefegt und ein anderes Mal die Schubkarre geschoben. Ich fand nicht gut, dass wir so viele Zigarettenfilter von normalen sowie von E-Zigaretten und leere Bierflaschen gefunden haben“
„Ich fand es gut, dass wir gemeinsam im Team gearbeitet haben. Unschön waren die leeren oder noch halbvollen Flaschen.“
Auch ein dritter Müllsammler zeigte sich enttäuscht, dass man im Umkreis der Schule so viel Müll gerade von Erwachsenen gefunden hat und einsammeln musste. Er erklärte aber auch: „Am Ende der Aktion haben wir noch unseren eigenen Schulhof aufgeräumt und dort ebenfalls den Müll zusammengetragen, der dann für die BSR zur Abholung bereitgelegt wurde. Damit haben wir unseren Schulhof wieder sauber gemacht.“
Klassensingen auf dem Tempelhofer Feld
Am 28. Mai waren wir mit Schülerinnen und Schülern der 2. bis 6. Klassen verschiedener Schulen auf einem Gesangs-Event. Es fand im Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld statt. Das Event hieß „Klassensingen – Singt alle mit!“. Wir waren fünf Stunden lang weg vom Campus.
Auf dem Tempelhofer Feld sangen wir zusammen vier Songs, die Lieder waren auf Deutsch, Spanisch und Englisch. Dabei war auch „Für immer Frühling“ von Soffie.
Es war wie ein Mini-Konzert. Zwei Leute waren auf der Bühne: Johannes David Wolff, der auch künstlerischer Leiter der Vokalhelden und Chorleiter des Chores Vokalsystem ist, sang und leitete uns beim Mitsingen an und wurde dabei von Alexandr Sitnikov am Schlagzeug begleitet.
Uns wurden auch zwei Fragen gestellt: Welche Musik hörst du? Welche Sprache sprichst du? In den Pausen konnten wir Eis oder anderes Essen kaufen.
Ich fand das Event gut.
Autorin: Emilia
Inklusives Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen am Campus
Gemeinsam verschieden sind wir stark! Unter diesem Motto richtete der Campus Hannah am vergangenen Freitag das 5. Inklusive Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen aus. 132 Kinder und Jugendliche aus neun Berliner Gemeinschaftsschulen bewegten sich mit viel Spaß an Stationen, an denen sowohl sportliche Leistungen als auch ein faires Miteinander im Team zählten.
Beim jährlich stattfindenden Inklusiven Sportfest geht es in Disziplinen wie Wheel-Soccer, Zonen-Weitwurf, Rollstuhl-Basketball, Flag-Football, Blinden-Fußball und Sitz-Volleyball nicht nur um Leistung und Ergebnisse. Im Vordergrund stehen vielmehr Spaß an der Bewegung, das Gemeinschaftsgefühl und die Fairness im Sport. Im Wettbewerb der nach Alter und Geschlecht gemischten Teams gibt es Punkte für Tore, Körbe oder Weiten, aber auch für die Kooperation innerhalb der Gruppen. Mit dabei sind immer auch Jungs und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, körperlichen Einschränkungen oder Sprachbarrieren.
Unser Sportlehrer Herr Detlof freute sich nicht nur über das tolle Wetter. „Das war eine tolle Atmosphäre, geprägt von der Freude der Kinder und Jugendlichen an der Bewegung und dem neugierigen Ausprobieren verschiedenster Sportformen des Inklusionssportes sowie von Respekt, Fairness, Toleranz und Vielfalt“, sagte er. „Wir haben hier Inklusion, verstanden als die gesellschaftliche und auch sportliche Teilhabe aller Menschen, als Normalität gelebt.“
Der Campus Hannah Höch richtete zum ersten Mal das seit 2021 stattfindende Inklusive Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen aus. Unterstützt wurde der Campus von den Kooperationspartnern Special Olympics Berlin und Pfeffersport sowie von Schulhelfer:innen und freiwilligen Helfer:innen. Die Disziplinen wurden im großen Stadion an der Finsterwalder Straße sowie in der großen Turnhalle und dem „roten Hof“ auf dem Schulgelände ausgetragen. Neben den Sportangeboten gab es auch einen Sinnesparcours, in dem die Teilnehmer:innen Seh- und Höreinschränkungen selbst erleben konnten.
Den Wanderpokal für die beste Teamarbeit bekamen am Ende die Schüler:innen der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Lichtenberg. Der Preis für tolle sportliche Leistungen ging an die Grünauer Gemeinschaftsschule.
Das 6. Inklusive Sportfest wird im nächsten Jahr wieder auf dem Schulgelände des Campus Hannah Höch und im Stadion an der Finsterwalder Straße stattfinden. „Wir freuen uns, dieses Ereignis auch im kommenden Jahr wieder mit dieser besonderen Atmosphäre ausrichten zu können“, blickt Herr Detlof schon auf das nächste Sportfest.
Bilder beschreiben im Bundestag
Am 29. April war unsere Lerngruppe 456c auf einem Ausflug in den Bundestag. Für manche Kinder war es das erste Mal, dass sie in den Bundestag gingen. Andere waren schon das zweite Mal dort.
Zuerst ging es durch eine Sicherheitskontrolle, und wir packten unsere Rucksäcke in einen Schrank. Dann bekamen wir Namensschilder und bildeten einen Kreis. In der Mitte des Kreises lagen Holzstücke mit Wörtern drauf. Wir sollten alle ein Wort auswählen und begründen, warum wir dieses Wort auswählten.
Dann schauten wir uns Bilder an und mussten über eines der Bilder lachen, weil es so ungewöhnlich war. Als nächstes bildeten wir 2er- und 3er-Teams. Ein Kind im Team setzte sich eine Schlafmaske auf und bekam ein Blatt Papier sowie einen Stift. Ein anderes Kind im Team sollte mit Worten ein Bild beschreiben, so dass das „blinde“ Kind es nachmalen konnte.
Danach kamen wir in größeren Gruppen zusammen und hörten uns an, wie die Bilder entstanden waren. Zum Abschluss spielten wir noch ein Spiel und bekamen ein Gesetzbuch geschenkt.
Der Bundestag ist das Parlament Deutschlands. Wir waren wegen der Bilder dort.