Inklusives Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen am Campus

Gemeinsam verschieden sind wir stark! Unter diesem Motto richtete der Campus Hannah am vergangenen Freitag das 5. Inklusive Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen aus. 132 Kinder und Jugendliche aus neun Berliner Gemeinschaftsschulen bewegten sich mit viel Spaß an Stationen, an denen sowohl sportliche Leistungen als auch ein faires Miteinander im Team zählten.

Beim jährlich stattfindenden Inklusiven Sportfest geht es in Disziplinen wie Wheel-Soccer, Zonen-Weitwurf, Rollstuhl-Basketball, Flag-Football, Blinden-Fußball und Sitz-Volleyball nicht nur um Leistung und Ergebnisse. Im Vordergrund stehen vielmehr Spaß an der Bewegung, das Gemeinschaftsgefühl und die Fairness im Sport. Im Wettbewerb der nach Alter und Geschlecht gemischten Teams gibt es Punkte für Tore, Körbe oder Weiten, aber auch für die Kooperation innerhalb der Gruppen. Mit dabei sind immer auch Jungs und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, körperlichen Einschränkungen oder Sprachbarrieren.

Unser Sportlehrer Herr Detlof freute sich nicht nur über das tolle Wetter. „Das war eine tolle Atmosphäre, geprägt von der Freude der Kinder und Jugendlichen an der Bewegung und dem neugierigen Ausprobieren verschiedenster Sportformen des Inklusionssportes sowie von Respekt, Fairness, Toleranz und Vielfalt“, sagte er. „Wir haben hier Inklusion, verstanden als die gesellschaftliche und auch sportliche Teilhabe aller Menschen, als Normalität gelebt.“

Der Campus Hannah Höch richtete zum ersten Mal das seit 2021 stattfindende Inklusive Sportfest der Berliner Gemeinschaftsschulen aus. Unterstützt wurde der Campus von den Kooperationspartnern Special Olympics Berlin und Pfeffersport sowie von Schulhelfer:innen und freiwilligen Helfer:innen. Die Disziplinen wurden im großen Stadion an der Finsterwalder Straße sowie in der großen Turnhalle und dem „roten Hof“ auf dem Schulgelände ausgetragen. Neben den Sportangeboten gab es auch einen Sinnesparcours, in dem die Teilnehmer:innen Seh- und Höreinschränkungen selbst erleben konnten.

Den Wanderpokal für die beste Teamarbeit bekamen am Ende die Schüler:innen der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Lichtenberg. Der Preis für tolle sportliche Leistungen ging an die Grünauer Gemeinschaftsschule.

Das 6. Inklusive Sportfest wird im nächsten Jahr wieder auf dem Schulgelände des Campus Hannah Höch und im Stadion an der Finsterwalder Straße stattfinden. „Wir freuen uns, dieses Ereignis auch im kommenden Jahr wieder mit dieser besonderen Atmosphäre ausrichten zu können“, blickt Herr Detlof schon auf das nächste Sportfest.

Bilder beschreiben im Bundestag

Am 29. April war unsere Lerngruppe 456c auf einem Ausflug in den Bundestag. Für manche Kinder war es das erste Mal, dass sie in den Bundestag gingen. Andere waren schon das zweite Mal dort.

Zuerst ging es durch eine Sicherheitskontrolle, und wir packten unsere Rucksäcke in einen Schrank. Dann bekamen wir Namensschilder und bildeten einen Kreis. In der Mitte des Kreises lagen Holzstücke mit Wörtern drauf. Wir sollten alle ein Wort auswählen und begründen, warum wir dieses Wort auswählten.

Dann schauten wir uns Bilder an und mussten über eines der Bilder lachen, weil es so ungewöhnlich war. Als nächstes bildeten wir 2er- und 3er-Teams. Ein Kind im Team setzte sich eine Schlafmaske auf und bekam ein Blatt Papier sowie einen Stift. Ein anderes Kind im Team sollte mit Worten ein Bild beschreiben, so dass das „blinde“ Kind es nachmalen konnte.

Danach kamen wir in größeren Gruppen zusammen und hörten uns an, wie die Bilder entstanden waren. Zum Abschluss spielten wir noch ein Spiel und bekamen ein Gesetzbuch geschenkt.

Der Bundestag ist das Parlament Deutschlands. Wir waren wegen der Bilder dort.

Autorin: Emilia

Deutscher Motorik-Test am Campus Hannah Höch

Der Motorik-Test ist ein Sporttest für Drittklässler:innen, der an einem Freitag durchgeführt wurde. Viele verschiedene Disziplinen wurden getestet.

An einer Station ging es zum Beispiel darum, wie tief wir mit unseren Fingerspitzen greifen können, wenn wir dabei die Beine ausstrecken. An einer anderen Station wurde die Zahl der geschafften Sit-ups in einer vorgegebenen Zeit ermittelt. Hier seht ihr auf einen Blick alle Übungen, die wir machen mussten:

  • 20-Meter-Sprint
  • Balancieren
  • seitlich hin- und herspringen
  • Rumpfbeugen
  • Liegestütz
  • Sit-ups
  • Standweitsprung
  • 6-Minuten-Ausdauerlauf

Wenn man sich anstrengte, lief eigentlich alles ganz gut. Ich persönlich fand den Test nicht so anstrengend. Wahrscheinlich war es aber bei anderen Kindern anders.

Der Motorik-Test wurde in der dritten Jahrgangsstufe durchgeführt. Am Ende hat jedes Kind, das teilnahm, eine Urkunde bekommen. Als Belohnung fürs Mitmachen gibt es auch einen QR-Code für einen Gutschein, mit dem man in den Ferien kostenlos in einem Verein trainieren kann.

Autorin: Greta

Frau Petzold: „Jedes Kind ist eine Bereicherung“

Für unsere Lehrerin Frau Petzold ist die schulische Inklusion ein Herzensthema. Dafür engagiert sie sich als Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der GEW Berlin und deshalb unterrichtet sie bewusst nur an Schulen, an denen Inklusion großgeschrieben wird. 

„Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht“, betont sie. „Jeder hat das Recht auf Teilhabe.“ Damit ist sie an unserer Gemeinschaftsschule mit einer gelebten Vielfalt genau richtig. Die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen hält sie für „unheimlich entspannend“ und jedes Kind als Bereicherung. 

Am Campus leitet sie die Lerngruppe 123c und unterrichtet Mathematik und Sport und begleitet die „Future Kids“. 

SCHNIPSEL: Warum sind Sie Lehrerin geworden?

FRAU PETZOLD: Ich wollte mit Kindern arbeiten, möglichst mit vielen unterschiedlichen. Da alle in die Schule gehen, ist es für mich der Ort, an dem ich sein möchte.

SCHNIPSEL: Ihr lustigstes Erlebnis im Unterricht?

FRAU PETZOLD: Unterricht, in dem nicht gelacht wird, ist für mich kein guter Unterricht. Mit Spaß lernt es sich einfach besser.

SCHNIPSEL: Wie finden Sie Schulnoten?

FRAU PETZOLD: Ich mag keine Noten und arbeite auch nur an Schulen, an denen ich keine Noten geben muss. Bilanz- und Zielgespräche finde ich viel besser. Zu formulieren, was jemand in nächster Zeit lernen möchte, hilft beim Lernen und auch mir, guten Unterricht zu planen.

SCHNIPSEL: Was stört Sie als Lehrerin?  

FRAU PETZOLD: Ich finde es schlimm, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland keine freie Schulwahl haben und zum Beispiel Sonderklassen besuchen müssen oder nicht auf ein Gymnasium gehen dürfen.

SCHNIPSEL: Wie waren Sie als Schülerin?

FRAU PETZOLD: Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, meist nicht, weil der Unterricht toll war, sondern um viele Freund:innen zu treffen.

SCHNIPSEL: Was gefällt Ihnen an unserer Schule?

FRAU PETZOLD: Dass alle bis zur 10. Klasse gemeinsam lernen können. Ich mag die Lernetagen, den Ganztag und die Projekte an der Hannah-Höch-Gemeinschaftsschule.

SCHNIPSEL: Welche Ausrede haben Sie als Schülerin benutzt, wenn sie zu spät kamen?

FRAU PETZOLD: Der Bus ist schuld. 😉

Hip Hop im Musikunterricht

Es ist schon etwas her, aber wir wollen es noch berichten: Im Dezember kam Hip-Hop-Kultur im Rahmen des Musikunterrichts der Mittelstufe an unseren Campus. Im Musikunterricht erfuhren wir, dass es fünf Säulen des Hip Hop gibt: Rap, Breakdance, DJing, Graffiti und Beatboxen. Drei davon lernten wir in Workshops näher kennen.

Beatboxen

In unserem Workshop brachte unser Workshopleiter Kays, der ein richtiger Beatbox-Profi ist, uns bei, wie man “beatboxt”. Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Erst machte er uns etwas vor, wir hörten ihm zu und lernten es dann selber. Beim Beatboxen werden Sounds des Schlagzeugs mit dem Mund erzeugt. Im Stuhlkreis machten wir ein Spiel. Immer kleinere Battles (so nennt man die Wettkämpfe beim Hip Hop) und wer verlor, flog halt raus. Unser Workshopleiter Kays konnte mit dem Mund sehr viele Sounds mit verschiedenen Bewegungen machen. Und mit dem Mikrofon klang alles noch viel cooler. Philipp zeigte am Ende vor allen, was wir im Workshop gelernt hatten.

Breakdance

Unser Workshopleiter Josh brachte uns eine Choreografie mit Toprockings bei. Toprockings sind Tanzmoves, die im Stehen gemacht werden. Am Anfang trauten wir uns nicht zu tanzen. Im Dunklen ging es etwas besser und später dann auch bei Licht. Wir lernten einzelne Schritte und fügten sie am Ende zu einer Choreografie zusammen. Zum Abschluss führten wir die gesamte Choreo auf der Bühne vor der Gruppe vor. Josh zeigte uns noch Videos von Tänzern, die Headspins machen. Er selbst macht keine, weil er Angst um seine Haare hat. Beim Headspinning können kahle Stellen am Kopf entstehen.

Rap

Wir waren im Klassenraum und wollten rappen. Zuerst kam die Frage, was wir mit ganz viel Geld machen wollen und wir entschieden uns für eine Weltreise. So entstand unser Rap “Klassenfahrt mit dem Campus”. Wir gaben immer Ideen für den Text und unser Coach fügte es zusammen. Der Workshop war gut und machte Spaß. Wir präsentierten den Rap auch vor allen, am Anfang war es ein bisschen peinlich. Wir waren auf der Bühne und der Coach hat das meiste gerappt, weil der Rap ganz schön lang und schwer war. Wir rappten dann manche Wörter mit. Das kann man auf der Aufnahme ganz gut hören.

Autoren: Ethan und Zaniyu

So war unser Faschingsfest in der Grundstufe

Tanz, Spiel und Spaß und jede Menge fantasievoller Kostüme: Beim Faschingsfest verwandelte sich die Grundstufe wieder einmal in eine kunterbunte Feierwelt. Die Schülerinnen der SCHNIPSEL-Redaktion berichten, was sie gesehen und erlebt haben.

Fasching: Die bunte Vielfalt der Stände

Am 13. Februar feierten wir Fasching in unserer Schule. Es war sehr aufregend, die vielen Stände zu erkunden. Einer unserer Lieblingsstände war das Schokokuss-Wettessen. Es gab auch eine Zaubershow in der 456f und viele Spiele, zum Beispiel „Bingo“, „Die Clown-Nase“ oder „Suche die goldene Nuss“. 

In der Vorhalle roch es köstlich. Es gab Zuckerwatte.

Die Kostüme waren toll: Von der Prinzessin bis zum Alien war alles dabei. Wie hättet ihr euch verkleidet?

Autorinnen: Greta und Juna

Gute Angebote beim Faschingsfest

Beim Faschingsfest in der Grundstufe unserer Schule war es schön, dass man in der 456a mit Freunden als Trauzeugen heiraten konnte. Discos gab es auch, eine für 456er und eine für 123er. Dort konnten wir uns Lieder wünschen. 

Viel Spaß machte die „Reise nach Jerusalem“ in der SoFi. Auch hier konnten wir Musikwünsche äußern. Es gab hier allerdings keine Stempel

Die Kinder sammelten während des Fests Stempel auf einer Karte für die ganze Klasse.

In der 2. Schulstunde konnten sich die 123er Zuckerwatte holen. Nach der ersten Hofpause konnten wir 456er Zuckerwatte essen.

Autorin: Emilia

Fasching in unserer Klasse

Ich berichte über Fasching in unserer Klasse 456f. Wir veranstalteten eine Zaubershow. Wir bildeten drei Gruppen und machten drei Durchgänge. In jedem Durchgang machten bis zu acht Schülerinnen und Schüler bzw. Zauber:innen mit. 

Es kamen viele Zuschauer und schauten zu. Ich beobachtete, dass sehr viele Kinder mit einem Lächeln in den Raum kamen und mindestens genauso gut gelaunt wieder hinausgingen.

Die meisten Zauber:innen führten ihre Tricks erfolgreich vor, und das Publikum sah ihnen dabei verzaubert zu. Wir hatten außerdem viele Zusatzeffekte und Hintergrundmusik vorbereitet, um alles noch magischer wirken zu lassen.

Insgesamt war es ein großer Erfolg, und viele von uns würden es gerne noch einmal machen.

Autorin: H.

Wie ich das Faschingsfest fand

Ich fand das Faschingsfest ganz gut. Am coolsten fand ich die 456er-Disco. Wir konnten hier einfach nur chillen und selbst Lieder auswählen. Ich fand auch alle Kostüme sehr cool und lustig. Das lustigste Kostüm hatte Herr Reimers an. Er war als Frau verkleidet und war auch in der Disco dabei. Und: Die Zuckerwatte war lecker.

Was ich da nicht so gut am Faschingsfest fand, war, dass die 123er immer wieder in die Disco reinkamen, obwohl sie das nicht sollten. Das war unfair. Es gab auch insgesamt mehr Angebote für 123er als für 456er. Für uns Ältere gab es zum Beispiel die Disco und „Mario Kart“ und dann kaum noch etwas. Deswegen sollte es beim nächsten Mal mehr gute Angebote für die 456er machen.

Autorin: Amelie

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Schulsprecher Jamal: „Ich bin immer für euch da“

Jamal ist der aktuelle Schulsprecher am Campus Hannah Höch – gewählt von den Schülerinnen und Schülern der Grund- und der Mittelstufe. Da Jamal gleichzeitig auch Mitglied der SCHNIPSEL-Redaktion ist, hat er sich kurzerhand selbst über seine neue Rolle an unserer Gemeinschaftsschule interviewt.

SCHNIPSEL: Viele Schüler möchten wissen, wer du bist. Kannst du dich kurz vorstellen und sagen, in welche Klasse du gehst?

JAMAL: Ich heiße Jamal, bin 15 Jahre alt und gehe in die 9. Klasse. Ich bin Schulsprecher und möchte mich für alle Schülerinnen und Schüler einsetzen.

SCHNIPSEL: Warum hast du dich entschieden, Schulsprecher zu werden, und was hat dich dazu motiviert?

JAMAL: Ich habe mich entschieden, Schulsprecher zu werden, weil mir unsere Schule wichtig ist und ich helfen möchte, wenn es Probleme gibt.

SCHNIPSEL: Was bedeutet es für dich persönlich, Schulsprecher zu sein?

JAMAL: Für mich bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein.

SCHNIPSEL: Was möchtest du als Schulsprecher in der Schule verändern oder verbessern?

JAMAL: Ich möchte, dass sich alle in der Schule sicher fühlen und respektvoll miteinander umgehen.

SCHNIPSEL: Wenn ein Schüler oder eine Schülerin ein Problem hat, wie gehst du damit um und was ist dir dabei wichtig?

JAMAL: Ich höre zuerst zu und nehme jedes Problem ernst. Danach versuche ich zu helfen oder eine Lösung zu finden.

SCHNIPSEL: Warum ist es dir wichtig, dass alle Schüler:innen ihre Meinung sagen dürfen?

JAMAL: Weil jede Meinung zählt und jeder Schüler und jede Schülerin wichtig ist.

SCHNIPSEL: Was macht dir an deiner Aufgabe als Schulsprecher am meisten Spaß?

JAMAL: Mir macht es Spaß, wenn ich merke, dass ich jemandem helfen kann.

SCHNIPSEL: Gibt es auch schwierige Momente, und wie gehst du damit um?

JAMAL: Ja, manchmal ist es schwierig, aber ich gebe nicht auf und bleibe ruhig.

SCHNIPSEL: Was wünschst du dir von den Schülerinnen und Schülern an deiner Schule?

JAMAL: Ich wünsche mir Respekt, Ehrlichkeit und Zusammenhalt. 

SCHNIPSEL: Was möchtest du besonders den jüngeren Schülern sagen?

JAMAL: Ihr könnt immer zu mir kommen. Ich höre euch zu und helfe euch.

SCHNIPSEL: Zum Schluss: Welche Nachricht möchtest du allen Schülern mitgeben?

JAMAL: Ich bin immer für euch da, egal was ist. Zusammen machen wir unsere Schule.

Kissen, Kuscheln, Kita-Lesen

Wir treffen uns jeden Mittwoch nach der ersten Hofpause auf der großen Lernetage mit Frau Vorholz. In der Pause haben immer zwei Kinder schon Obsthäppchen und Tee vorbereitet. Mit Snacks und Sitzkissen gehen wir dann zusammen in den eFöb-Raum neben der Eingangshalle von Haus 1.

Dann kommen auch schon die Kinder aus der Kita und wir setzen uns gemeinsam in den Kreis. Die einzelnen Kinder suchen sich ein Buch aus und wir lesen es ihnen eine halbe Stunde lang vor. Danach stellen die Kita-Kinder ihr gehörtes Buch im Kreis vor. Anschließend essen wir das Obst und trinken Tee. Zum Schluss sagen wir „Tschüß!“ und die Kita-Kinder gehen wieder.

Wir besprechen dann noch den Vorlesetag im Kreis. Wir reden darüber, was uns gefallen hat, was uns nicht gefallen hat und was wir gelernt haben. Danach bringen wir alle Sachen wieder zurück auf die Lernetage. Als Letztes schreiben wir unsere Gedanken in unser Zukunftstag-Journal, denn das Kita-Lesen ist ein Projekt unseres Zukunftstags.

Das letzte Treffen mit den Kitakindern vor den Winterferien fand in der Kita statt. Dort haben wir uns gegenseitig Geschenke überreicht. Das Schönste an dem Projekt war, dass wir am Ende so eine vertraute und vertrauensvolle Beziehung mit den Kitakindern hatten.

Autorin: Maryem

Berliner Schülerzeitungswettbewerb: SCHNIPSEL gewinnt wieder bei Gemeinschaftsschulen

Der SCHNIPSEL hat erneut beim Berliner Schülerzeitungswettbewerb gewonnen: In der Kategorie „Gemeinschaftsschulen“ landete die Schülerzeitung des Campus Hannah Höch wieder auf dem ersten Platz. Ebenfalls ausgezeichnet wurden das MagazinEins der SchuleEins in Pankow (Platz 2) und die Zeitung DENKmal der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in Prenzlauer Berg (Platz 3).

Nisa, Raya, Yoldas, Juna und Greta (von links) haben an der ausgezeichneten 7. SCHNIPSEL-Ausgabe mitgearbeitet.

Auf der Preisverleihung am Dienstag, 20. Januar 2026, in der Aula der Max-Taut-Schule in Lichtenberg lobte die Jury am SCHNIPSEL das breite thematische Angebot mit vielen Texten und Fotos zum Schulleben sowie die farbenfrohe Aufmachung. Den Juroren gefiel auch Yunas Reportage über das Erscheinungsbild der Toilettenräume des Campus („Wie sauber sind unsere Toiletten wirklich?“).

Der von der Jugendpresse Berlin-Brandenburg, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Tagesspiegel ausgerichtete Berliner Schülerzeitungswettbewerb fand bereits zum 23. Mal statt. Mehr als 50 Schülerzeitungsredaktionen hatten sich um die Preise beworben. Der SCHNIPSEL wird jetzt mit der „Glanz & Glitzer“-Ausgabe auch beim Bundeswettbewerb vertreten sein.

„Schülerjournalismus ist relevant und unverzichtbar“, sagte Christina Henke, die Bildungssekretärin in Berlin auf der Preisverleihung zu den Nachwuchs-Journalist:innen. „Es ist wichtig, dass es Zeitungen gibt, in denen Schülerinnen und Schüler über die Dinge schreiben können, die ihnen am Herzen liegen.“ Antonia Luigs vom Vorstand der Jugendpresse pries die Redaktionen der Schülerzeitungen als „politische Orte, an denen die Schülerinnen und Schüler Missstände benennen, Positionen beziehen und sichtbar machen, was sie wirklich bewegt“.

Deshalb forderte Anke Myrrhe, stellvertretende Chefredakteurin des Tagesspiegel, die Kinder und Jugendlichen in den Schülerzeitungsredaktionen auf: „Bleibt kritisch, fragt weiter nach! Das, was ihr tut, ist wahnsinnig wichtig.“

Hier der Bericht von Greta und Juna aus der 3. Jahrgangsstufe über die Preisverleihung des Berliner Schülerzeitungswettbewerbs:

Bei so vielen Schülerzeitungen blieb im Saal kaum ein Platz frei. Und schon wieder belegte unsere Zeitung SCHNIPSEL den ersten Platz. Das war ganz schön aufregend!

Am Anfang wurden ziemlich lange Reden gehalten, aber so ein Schülerzeitungswettbewerb ist ein Haufen Arbeit für viele Menschen. Und jeder, der daran mitarbeitet, sollte auch seinen Anteil haben.

Unsere Zeitung hat bei den Gemeinschaftsschulen gewonnen. Ihr fragt euch sicher jetzt, welche Schülerzeitungen in den anderen Kategorien gewonnen haben. Das könnt ihr im Tagesspiegel nachlesen. Hier halten wir es kurz. Jede Schülerzeitung, die gewonnen hat, hat es auch verdient.

Wir mussten etwa 45 Minuten mit der S-Bahn fahren, um zu der Veranstaltung zu kommen. Dort gab es Sticker, Flyer und Lollis. In der Aula, in der die Preise verliehen wurden, durfte man nicht essen oder trinken. Das haben wir dann zwischendurch in der Vorhalle gemacht. 

Als wir für den 1. Platz bei den Gemeinschaftsschulen aufgerufen wurden, gingen wir auf die Bühne. Das war aufregend und schön vor so vielen Menschen. Als Preis bekamen wir eine Urkunde und Kinogutscheine überreicht.

Autorinnen: Greta und Juna

Klassenchat mit Klimaaktivistin

Am 14. Januar nahmen Schülerinnen und Schüler des Campus Hannah Höch am „Globalen Klassenzimmer“ mit der Klimaaktivistin Luisa Neubauer teil. Das war eine Live-Videoschaltung auf das Segelschiff Malizia Explorer, mit dem Luisa mit dem Weltumsegler Boris Hermann sowie mehreren Forscherinnen und Forschern in der Antarktis unterwegs ist. Moderiert wurde die Videokonferenz von Tobias Krell alias Checker Tobi.

Luisa Neubauer zeigte uns mit der Kamera die Landschaft in der Antarktis und sprach über die Themen Klima und Erderwärmung. In der Antarktis kann man gut sehen, dass die Erde sich erwärmt, denn dort schmelzen die Eisberge. Es wurde auch über die Pinguine gesprochen. Die sind sehr langsam zu Fuß, aber sehr schnelle Schwimmer!

Im Projektunterricht haben wir einiges über die Antarktis bzw. die Region am Südpol der Erde gelernt, zum Beispiel wie kalt es da werden kann (vor vielen Jahren wurden -89 Grad Celsius gemessen). Dort gibt es nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Wenn bei uns Winter ist, ist in der Antarktis Sommer. Wir haben auch viele Tiere kennengelernt, die in der Antarktis an Land und im Wasser leben. Eisbären gehören nicht dazu – die leben in der Arktis (dem Nordpol).

Außerdem haben wir uns mit dem Klimawandel beschäftigt: In einem Experiment mit Eis unter einer Glashaube bei Sonnenbestrahlung erlebten wir, was der Treibhauseffekt ist. Und wir lernten, was wir tun können, um den C02-Ausstoß gering zu halten.

Für das „Globale Klassenzimmer“ mit Luisa Neubauer meldeten sich über 1.000 Klassen in Deutschland an. Vom Campus waren Schülerinnen und Schüler der 123c sowie der 456c im Rahmen des Zukunftstags dabei.

Eine Rätselfrage: Warum fressen Eisbären keine Pinguine?
Antwort: Weil sie sich nicht begegnen. Eisbären wohnen in der Arktis (Nordpol) und Pinguine in der Antarktis (Südpol).

Autorinnen: Giuseppe, M. und Frau Witzel

Der Vorlesewettbewerb der 6er

Jedes Jahr veranstaltet der Campus Hannah Höch einen Vorlesewettbewerb in der 6. Jahrgangsstufe. Erst wählen die einzelnen Lerngruppen eine Schülerin oder einen Schüler für das Vorlesen aus, dann treten die Kandidat:innen vor Publikum und einer Jury gegeneinander an. Zwei Teilnehmerinnen berichten vom Vorlesewettbewerb in diesem Jahr.

So erlebte ich den Vorlesewettbewerb

Am Anfang mussten wir warten, bis alle Teilnehmer mit ihrer Unterstützung da waren. Dann losten wir die Reihenfolge für das Vorlesen aus. S. aus der 456d begann, dann folgten Niklas (456c), H. (456f) und Luca (456e). Ich war als fünfte dran, und dann kamen noch Lilli (456a) und David (456h).

Abwechselnd lasen wir jeweils drei Minuten lang aus unseren selbst mitgebrachten Büchern die Stellen vor, die wir vorbereitet hatten. Danach lasen alle aus einem von der Jury vorgegebenen Buch vor, von dem wir vorher nichts wussten. Dieser Text war gut, aber schwer.

Danach stimmte die Jury ab. Die Siegerin des Vorlesewettbewerbs war Lilli aus der 456a. Sie las sehr gut, aber es war ein bisschen unfair, weil sie das Buch der Jury schon von zu Hause kannte. Dafür konnte sie selbst natürlich nichts. Aber das nächste Mal sollte die Jury ein Buch wählen, das wirklich keiner von den Teilnehmern schon kennt.

Autorin: A.

Der Vorlesewettbewerb im Vergleich

Ich erzähle vom Vorlesewettbewerb. Genauer gesagt vergleiche ich die Vorlesewettbewerbe von zwei Schulen, die ich kenne. Vor einem Jahr wechselte ich die Schule aufgrund eines Umzugs meiner Familie. Ich persönlich fand den Vorlesewettbewerb an meiner alten Schule besser organisiert.

In meiner alten Schule konnten Schülerinnen und Schüler schon ab der 2. Klasse am Vorlesewettbewerb teilnehmen, was ich persönlich besser finde. Bei uns am Campus lesen Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe vor. Die Zahl der Kinder, die als Publikum beim Vorlesewettbewerb dabei sein können, ist bei uns beschränkt. An meiner alten Schule durften alle Klassen der Vorlesenden mit, weil wir dort eine große Aula mit vielen Stühlen hatten.

Ich nahm jedes Jahr am Vorlesewettbewerb meiner alten Schule teil und gewann ihn jedesmal. Hier am Campus wurde ich diesmal Vierte.

Autorin: H.

Zukunftstag: Staunen auf der Klimazukunftskonferenz

Fünf Schülerinnen und Schüler des Campus Hannah Höch nahmen am 25. November 2025 an der 7. Klimazukunftskonferenz im Zeiss Planetarium teil. Dort diskutierten sie mit anderen Kindern und Jugendlichen der 5. bis 13. Jahrgangsstufen sowie Expert:innen aus Wissenschaft und Politik Fragen und Herausforderungen der Klimakrise. Dabei ging es zum Beispiel um Ergebnisse aus der Klimaforschung, um gemeinsame Ideen für den Klimaschutz und um eine Mitbestimmung für ein klimagerechtes Berlin.

„Die Klimazukunftskonferenz war toll“, berichtete Herr Fiedler, der die Campus-Gruppe im Rahmen des Zukunftstages begleitete. „Wir haben viel gestaunt und sehr viele Angebote bekommen.“

Seit 2019 laden die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und die Stiftung Planetarium Berlin jährlich zur Klimazukunftskonferenz ein. Die Themen und den Ablauf der Konferenzen planen die Veranstalter gemeinsam mit interessierten Schüler:innen.