Frau Petzold: „Jedes Kind ist eine Bereicherung“

Für unsere Lehrerin Frau Petzold ist die schulische Inklusion ein Herzensthema. Dafür engagiert sie sich als Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der GEW Berlin und deshalb unterrichtet sie bewusst nur an Schulen, an denen Inklusion großgeschrieben wird. 

„Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht“, betont sie. „Jeder hat das Recht auf Teilhabe.“ Damit ist sie an unserer Gemeinschaftsschule mit einer gelebten Vielfalt genau richtig. Die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen hält sie für „unheimlich entspannend“ und jedes Kind als Bereicherung. 

Am Campus leitet sie die Lerngruppe 123c und unterrichtet Mathematik und Sport und begleitet die „Future Kids“. 

SCHNIPSEL: Warum sind Sie Lehrerin geworden?

FRAU PETZOLD: Ich wollte mit Kindern arbeiten, möglichst mit vielen unterschiedlichen. Da alle in die Schule gehen, ist es für mich der Ort, an dem ich sein möchte.

SCHNIPSEL: Ihr lustigstes Erlebnis im Unterricht?

FRAU PETZOLD: Unterricht, in dem nicht gelacht wird, ist für mich kein guter Unterricht. Mit Spaß lernt es sich einfach besser.

SCHNIPSEL: Wie finden Sie Schulnoten?

FRAU PETZOLD: Ich mag keine Noten und arbeite auch nur an Schulen, an denen ich keine Noten geben muss. Bilanz- und Zielgespräche finde ich viel besser. Zu formulieren, was jemand in nächster Zeit lernen möchte, hilft beim Lernen und auch mir, guten Unterricht zu planen.

SCHNIPSEL: Was stört Sie als Lehrerin?  

FRAU PETZOLD: Ich finde es schlimm, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland keine freie Schulwahl haben und zum Beispiel Sonderklassen besuchen müssen oder nicht auf ein Gymnasium gehen dürfen.

SCHNIPSEL: Wie waren Sie als Schülerin?

FRAU PETZOLD: Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, meist nicht, weil der Unterricht toll war, sondern um viele Freund:innen zu treffen.

SCHNIPSEL: Was gefällt Ihnen an unserer Schule?

FRAU PETZOLD: Dass alle bis zur 10. Klasse gemeinsam lernen können. Ich mag die Lernetagen, den Ganztag und die Projekte an der Hannah-Höch-Gemeinschaftsschule.

SCHNIPSEL: Welche Ausrede haben Sie als Schülerin benutzt, wenn sie zu spät kamen?

FRAU PETZOLD: Der Bus ist schuld. 😉