„An die Wand“: KungerKiezTheater zeigt Stück über Antisemitismus

Um Fanatismus, Hass, Liebe und Toleranz geht es bei dem präventiven Theaterprojekt „An die Wand“. Anfang Juni zeigte das KungerKiezTheater das Stück an den Campus Hannah Höch. Fünf Klassen der Mittelstufe haben es sich angeschaut. Aurelia aus der M9 berichtet davon.

Darum geht es in dem Theaterstück

In dem Stück „An Die Wand“ geht es darum, dass es eine Mauer gibt, und um drei Freunde. Anna, Tareq und Ben („TAB“) gehen jeden Tag zu dieser Mauer und sehen, dass immer neue antisemitische Sprüche an der Wand stehen.

Diese Konflikte gibt es in dem Stück

Anna, Tareq und Ben streiten oft miteinander. Als Anna sagt, dass sie Jüdin ist, sind ihre Freunde sauer auf sie, weil sie es all die Jahre vor ihnen verheimlichte.

So sieht das Bühnenbild aus

Es gibt eine Mauer, die aussieht wie die Berliner Mauer. Sie soll aber eine Schulhofmauer darstellen. Nach und nach kommen immer mehr Graffiti auf die Mauer, darunter krasse antisemitische Sprüche. Zu sehen ist auch ein Bild mit den fünf Weltreligionen Islam, Christentum, Judentum, Hinduismus und Buddhismus.

In den Wänden sind auch eine Fahrradklingel von Anna, ein blaues T-Shirt mit einer Friedenstaube von Tareq, das er von seiner Mutter bekommen hat, als sie aus Syrien geflohen sind, und ein Bild von Ben mit den Weltmächten darauf. Fast am Ende steht auf einem Stein Kerzen zum Gedenken an verstorbene Juden und Jüdinnen.

So hat mir das Stück gefallen

Ich fand es sehr realistisch gespielt und sehr interessant. Auch, dass Anna auf Hebräisch gesungen hat, war sehr cool. Hebräisch ist eine sehr schwere Sprache meiner Meinung nach. Was mir weniger gut gefiel, war, als sie sich stritten und dabei sehr laut schrien. Ich fand es sehr cool, dass die Schauspieler dabei so ernst blieben.

So haben wir uns im Unterricht auf das Stück vorbereitet

Wir haben über den Nahostkonflikt und seine Entstehungsgeschichte gesprochen. Wir haben einen Ausschnitt aus dem Theaterstück mit unterschiedlichen Rollen vorgelesen und besprochen, warum Tareq so reagiert hat. Außerdem haben wir über Graffiti mit politischer oder beleidigender Botschaft gesprochen und darüber, ob es so etwas auch an unserer Schule gibt. Nach der Aufführung hatten wir noch die Möglichkeit, uns mit den Schauspieler*innen über das Stück und seine Themen auszutauschen.

Das habe ich von dem Stück gelernt

Dass man nicht lügen sollte, vor allem wenn es um Freunde und Familie geht und wenn es dann auch noch Freunde sind, die man schon länger kennt. Man sollte Leute nicht wegen ihrer Religion oder Hintergrundgeschichte beurteilen.

Campus-Schülerinnen bringen Bücher und Kuscheltiere zur Charité

Am Dienstag, 3. Juni 2025 waren wir im Kinderklinikum der Charité. Der Grund unseres Besuchs: Im Rahmen des Zukunftstages am Campus Hannah Höch wollten wir krebskranken Kindern, die eine sehr lange Zeit im Krankenhaus verbringen, mit Geschenken eine Freude machen. 

Als erstes machten wir an der Grundstufe einen Spendenaufruf für Bücher, Spielzeug und Kuscheltiere. Zwei Wochen später sammelten wir die gespendeten Sachen in den Lerngruppen ein. Dann schrieben wir die Charité an. Nachdem die Klinik uns geantwortet hatte, machten wir mit ihr einen Termin für die Übergabe der Spenden aus. Am 3. Juni packten wir in der Schule alle gesammelten Spenden in einen Bollerwagen und machten uns damit auf den Weg zur Charité.

Im Kinderklinikum auf Station 30i wartete die Erzieherin Petra auf uns, und wir übergaben ihr die Bücher, Spielsachen und Kuscheltiere. Als Dankeschön bekamen wir ein selbstgebasteltes Bild mit Glitzer. Darauf steht: „Danke. Station 30i“. Nach der Übergabe fuhren wir mit leerem Bollerwagen wieder zurück.

Vielen Dank an alle, die uns mit ihren Spenden unterstützt haben!

Autorin: Johanna

Querklang+: Campus-Schüler*innen verrappen das Märkische Viertel

Musik, Tanz, Theater und Bildende Kunst – das alles vereint das Projekt “Querklang+“, an dem Schüler*innen der Mittelstufe des Campus Hannah Höch teilnahmen. Die Jugendlichen unserer Gemeinschaftsschule haben ihr Märkisches Viertel verrappt, vertont, in Szene und gemalt. Ihre künstlerischen Werke präsentierten sie im Rahmen von “MAERZMUSIK 2025“ auf der Bühne der Universität der Künste (UdK). Lakisha berichtet hier von dem Projekt und der Aufführung.

Campus Hannah Höch, Märkisches Viertel, Reinickendorf. Hier leben wir und hier gehen wir zur Schule. Ein Ort, an dem man mit Neuem und Unbekannten stets in Berührung kommen kann. So wie bei Querklang. Zuhören, Zusammenspiel, Zuversicht, Mut: Wir, die M9, habe in einer Reihe verschiedenster kreativer Experimente diese und andere Eigenschaften des künstlerischen Handelns jeden Montag während des Musikunterrichts erfahren. Es wurde viel ausprobiert, angelehnt, neu gefunden. Wir reagieren aufeinander, lassen reagieren. Wir erforschen unsere Umgebungen. Das ist unser MV. 

Aus dem Programmheft MAERZMUSIK Querklang & Querklang+

Worum es bei Querklang+ geht

Bei Querklang+ geht es um künstlerisches Experimentieren in der Schule mit Musik, Theater, bildender Kunst und Tanz. Es geht darum, miteinander zu arbeiten, also um Teamarbeit und etwas Musikalisches und/oder Künstlerisches auf die Bühne zu bringen.

„Der Weg dahin war ein bisschen schön.“

Stimmen der beteiligten Schüler*innen

Bei Querklang haben insgesamt 10 Berliner Schulklassen teilgenommen. Darunter Grundschulen, eine ISS, Gymnasien, Waldorfschulen, Förderschulen für geistige und motorische Entwicklung und zwei Gemeinschaftsschulen. Alle haben am Ende bei MAERZMUSIK im Rahmen der Berliner Festspiele etwas aufgeführt. 

„Ich fand es toll auf der Bühne vor Leuten zu stehen.“

Stimmen der beteiligten Schüler*innen

Wie wir gearbeitet haben

Wir haben Aufgaben bekommen, bei dem es immer darum ging, etwas Künstlerisches zu erfinden und zu präsentieren. Dabei haben wir meistens in kleinen Gruppen gearbeitet. Zum Beispiel haben wir mit verschiedenen Gegenständen und Schnüren einen Film am Alexanderplatz gedreht. Dabei ist zum Beispiel eine lustige Verfolgungsjagd zwischen einem Stachelball und einer Eidechse entstanden.

„Ich fand es super, weil wir gerappt haben.“

Stimmen der beteiligten Schüler*innen

Wir haben mit Garage Band Loops geschaffen und mit KI einen Rap über das Leben im Märkischen Viertel erstellt. Wir haben Sätze über uns aufgeschrieben. Das erfordert Mut. Am Ende haben wir den Ablauf ziemlich viel geprobt, damit es auf der Bühne gut klappt. 

Was dabei entstanden ist

Wir haben das Märkische Viertel in einen Rap mit Beat umgesetzt, eine persönliche Information über uns mit unseren Mitschüler*innen und dem Publikum geteilt. Wir haben ein Video mit klatschenden Händen erstellt, Geräusche aus dem Märkischen Viertel abgespielt, blaues Licht genutzt und unsere mit Graffiti besprayten „Geister“ auf die Bühne gehangen. Alles ist fast gleichzeitig passiert. Außerdem wurde von unserem Schüler Kayleb das Märkische Viertel live gezeichnet und auf eine Leinwand übertragen. 

„Ich fand es cool, dass wir uns selber einbringen durften.“

Stimmen der beteiligten Schüler*innen

Wie die Aufführung lief

Die Aufführung an sich hat sehr gut geklappt. Während Querklang waren wir teilweise sehr kreativ und haben z.B. in kleinen Gruppen gut miteinander gearbeitet. Manchmal hatten viele auch keinen Bock auf das Projekt und haben nicht mitgemacht oder gestört, aber wir haben es trotzdem geschafft.  Es waren auch nicht bei der Aufführung alle da. Aber die, die da waren, haben die M9 super vertreten und ihr Bestes gegeben. Die Aufführung war ein Erfolg und wir haben viel Applaus bekommen. Es war eine coole Erfahrung.

„Es hat richtig Spaß gemacht.“

Stimmen der beteiligten Schüler*innen
Aus dem Programmheft von MAERZMUSIK

„Ich wünsche mir, dass alle Schüler*innen an einem solchen Projekt teilnehmen können, bei dem sie erfahren, was es heißt, in einem Team zu arbeiten.“

Kaj Duncan David, Komponist

Autorinnen: Lakisha Hübener (M9) und Wit

Ein Fest für die 100

Auf der Etage der Klassen 123 a, b und c haben wir viele Sachen zur 100 gemacht. Wir haben Matheaufgaben gelöst und gebastelt. Jedes Kind musste zum Beispiel eine selbst gebastelte Eintrittskarte für das Hunderterfest mitbringen. Die 123a hat Wasser und Mehl gewogen. Und zwei Kinder haben in 100 Sekunden Zahlen auf einem Hunderterfeld abgekratzt. Mir hat am besten gefallen, die 100 Büroklammern zusammenzustecken.

Beim Hunderterfest haben wir gebastelt und gerechnet. Es gab zum Beispiel Sachen mit Büroklammern und Bügelperlen auch auch Rechenaufgaben. Wir machten auch einen Wettbewerb um die schönste gebastelte Eintrittskarte. Diese Karte musste etwas mit der 100 zu tun haben. In der 123c hat ein Junge mit seiner Eintrittskarte den 1. Platz gemacht. Er hat seine Daumen in Farbe getaucht und dann Fingerabdrücke auf das Papier gemacht. Seine Mama hat dann dann daraus Gesichter gemalt. Der 2. Platz ging an Amelie für ihr Tablett, das sie mit 100 Perlen verziert hat.

Hallo, ich bin Amelie und ich sage euch, was ich am Hunderterfest cool fand. Ich fand die Matheaufgaben cool. Die Aufgaben steckten in Rechenziegeln und mussten immer 100 ergeben, zum Beispiel 50 + 50 oder 25 + 25 + 25 + 25. Cool fand ich auch die Ketten aus 100 Büroklammern oder aus 100 Bügelperlen. Gut war auch eine 100er-Brille: Da bastelten wir eine Brille in der Form einer 100. Nicht so toll fand ich die Station mit den Legosteinen.

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Autorinnen: Amelie, Aminat, Derin

Die Future Kids singen und spielen im Seniorenheim

Wir „Future Kids“ gehen jeden Mittwoch in ein Seniorenheim, um den alten Menschen etwas Gutes zu tun. Wir machen verschiedene Sachen wie zum Beispiel tanzen und backen. Wir spielen sehr oft und reden sehr viel. Wir lernen uns dabei kennen und singen auch sehr oft zusammen. Wir lachen mit ihnen und machen sie damit glücklich.

Autorinnen: Emilia, Marlene, Noreia aus der 123e

Campus Beauty Day: Frühlingsputz in der Schule und alle packen an

Ausmisten, aufräumen und anstreichen: Die Kinder und Jugendlichen am Campus Hannah Höch haben am traditionellen Campus Beauty Day kräftig angepackt, um das Schulgelände und die Lehrräume zu säubern und zu verschönern. Da wurden Wände geweißt, Mauern bemalt, Laub geharkt, Tische, Schränke und Fenster geputzt sowie alte kaputte Möbel entrümpelt.

Schüler*innen der 10. Klassen hatten für alle fleißig Helfenden ein leckeres kulinarisches Angebot vorbereitet und verkauften in der Lehrküche belegte Brötchen, Kuchen, Obst- und Gemüsespieße sowie Getränke.

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Wertedialoge: Schüler sprechen über Ängste, Wünsche und Hoffnungen

Toleranz, Freiheit, Chancengleichheit – diese und weitere Werte wollen die Botschafter*innen von GermanDream an Schulen vermitteln. Noch bis Ende Mai sind sie auch an der Mittelstufe des Campus Hannah Höch unterwegs. Zwei Teilnehmer, Uriele und Tamino aus der M7, berichten von ihrem Wertedialog.

“Was wir gemacht haben: Wir haben zunächst einzeln die für uns wichtigsten Werte aufgeschrieben. Am Anfang sollten wir zehn Werte aussuchen und uns danach jeweils für drei dieser Werte entscheiden. Im Sitzkreis suchten wir dann aus den gesammelten Werten einzelne heraus und sagten dabei, wieso wir diesen Wert gewählt haben.

Anschließend sprachen wir darüber, wie es uns an der Schule geht. Manche erzählten, dass es ihnen nicht so gut gehe, weil sie wegen ihrer Hautfarbe oder wegen ihres Geschlechts beleidigt wurden. 

Das half uns zu verstehen, wie es diesen Personen geht und wie sie sich fühlen. Man kann sich dadurch besser in ihre Lage versetzen. In den meisten anderen Situationen weiß man nicht, wie es einer anderen Person geht, die beleidigt oder gemobbt wird, weil sie ihre Gefühle nicht zeigt.“

Ziel der Wertedialoge ist es, einen Wertekonsens zu erarbeiten, “bei dem demokratische Werte ein nachhaltiger Teil der Lebensrealität von jungen Menschen werden“, erklären die GermanDream-Botschafter*innen. Die Ängste, Wünsche, Hoffnung, Fragen, Erlebnisse und verschiedenen Perspektiven der Teilnehmer*innen sollen dazu führen, dass sich Jugendliche ermächtigt fühlen, ihren eigenen Weg zu gehen und ihren persönlichen Träumen zu folgen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Lebensentwurf.

Mein „Jugend forscht“-Projekt: Wie man am besten lernt, den Zauberwürfel zu lösen

“Jugend forscht“ ist ein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Jeder, der eine Idee hat und diese selber untersuchen will, kann da mitmachen und die Ergebnisse der Experimente einer Jury vorführen. Man kann ab der 4. Klasse mitmachen. Wenn man unter 15 Jahren ist, heißt der Wettbewerb “ Jugend forscht junior“.

Lukas stellt bei „Jugend forscht“ sein Projekt vor.

Vor einem Jahr habe ich gelernt, einen Zauberwürfel zu lösen. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mehr darüber wissen wollte, wie andere Cuber vorgehen. Cuber sind Leute, die einen Zauberwürfel lösen können. Dieses Lösen nennt man Cuben. Deshalb habe ich im Rahmen meines „Jugend forscht“-Projekts eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, wie Menschen das Cuben lernen.

Da in meinem Umfeld niemand (außer meinem Vater) cuben kann, konnte ich keine Freunde oder Familie befragen. Stattdessen habe ich meine Umfrage auf Cubing-Wettbewerben durchgeführt, um echte Cuber zu befragen. Ich wollte wissen, wie sie zum Cuben gekommen sind, wie sie neue Formeln lernen und wann sie angefangen haben.

Die Ergebnisse meiner Umfrage

Meine Umfrage hat gezeigt, dass die meisten Leute durch Freunde oder Familie mit dem Cuben anfangen, meistens im Alter zwischen 5 und 15 Jahren. Die erste Methode, die fast alle lernen, ist LBL, mit der man den Würfel Schicht für Schicht (Layer by Layer) löst. Sie ist einfach und hat nur wenige kurze Formeln, allerdings ist man damit nicht besonders schnell. Wer schneller werden will, wechselt oft zur CFOP-Methode (Fridrich-Methode). Viele Speedcuber (Leute, die den Zauberwürfel ganz schnell lösen) probieren am Anfang verschiedene Methoden aus, bevor sie sich auf eine spezialisieren.

Neue Formeln und Methoden lernen die meisten Cuber über das Internet oder direkt von anderen Cubern. Besonders hilfreich ist es, Bewegungen in Videos zu sehen und erklärt zu bekommen. Interessanterweise haben viele Anfänger Schwierigkeiten mit den Notationen, die einem sagen in welche Richtung man den Würfel drehen muss. Jüngere Cuber fanden es oft hilfreich, mit einem 2x2x2-Würfel zu beginnen, um die Grundprinzipien zu verstehen. Ältere Cuber (ab 25 Jahren) empfehlen hingegen meist, direkt mit dem 3x3x3-Würfel und der LBL-Methode zu starten.

Wie kann man am besten cuben lernen?

Je nachdem, ob man allein oder mit Hilfe lernen möchte, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Mit Freunden oder Familie: Am einfachsten lernt man, wenn jemand im Umfeld bereits cuben kann. Diese Person kann die Grundlagen erklären und bei Fehlern helfen.
  • Mit Online-Communitys: Wer niemanden kennt, kann Cuber online finden, z.B. über die German Cubing Association (GCA), die auch einen Discord-Channel für Berlin hat.
  • Mit Internetvideos und Anleitungen: Viele Websites und YouTube-Videos bieten detaillierte Erklärungen und helfen dabei, neue Formeln zu lernen. Besonders empfehlenswert fand ich die Webseiten von Studyflix und MasterCubeStore.
  • Mit passenden Methoden starten: Anfänger sollten mit der LBL-Methode beginnen. Wer sich mit dem 3x3x3-Würfel schwer tut, kann zunächst mit leichteren Puzzles wie dem Pyraminx oder dem Skewb beginnen. Der 2x2x2-Würfel ist besonders hilfreich, um die Notationen zu verstehen.

Mein Fazit

Jeder kann lernen, einen Zauberwürfel zu lösen, wenn er es wirklich will. Wichtig ist, dass man dranbleibt und Spaß daran hat. Sobald man den 3x3x3-Würfel beherrscht, sind andere Drehpuzzles viel einfacher zu lösen. Mein „Jugend forscht“-Projekt hat mir gezeigt, dass der Einstieg oft durch Freunde und Familie erleichtert wird, aber auch das Internet eine große Hilfe sein kann. Wer Lust hat, kann einfach mal anfangen – es lohnt sich!

Autor: Lukas

Stempel, Stationen und bunte Kostüme: So feierten die Kinder Fasching

Am Freitag, den 28. Februar 2025, haben wir in der Grundstufe vom Campus Hanna Höch Fasching gefeiert. Das Motto lautete “Glanz und Glitzer“. Viele Kinder und auch Lehrer*innen und Erzieher*innen haben sich verkleidet. Prinzessinnen, Piraten und Märchenfiguren wie Schneewittchen oder Rotkäppchen trafen da auf Elfen, Ninjas, Animé-Figuren oder auch Bananen und Dinos.

Die Kinder bekamen jeweils eine Stempelkarte und konnten sich an jeder Station einen Stempel abholen. Die Klasse, die am Ende des Faschingsfests die meisten Stempel gesammelt hatte, bekam einen Preis. Das wurde zwischen 123ern und 456ern getrennt. Die 123d und die 456g lagen dabei jeweils auf dem ersten Platz und gewannen damit einen Gutschein im Wert von 20 Euro.

Es gab viele tolle Stationen in Haus 1, an denen die Kinder spielen oder basteln konnten. Die beliebtesten Stationen waren “Mario Kart“, “Schminken“, “Luftballontiere“ und die Disco. Zur Auswahl standen aber zum Beispiel auch:

  • Masken basteln
  • Luftschlangen basteln
  • Traumfänger basteln
  • Schmuck basteln
  • Fangbecher basteln
  • Glitzertattoos
  • Dosenwerfen
  • Eier-Hindernislauf
  • Topfschlagen
  • Der Clown braucht eine rote Nase.
  • Mumien einwickeln
  • Gesellschaftsspiele
  • Finde die goldene Nuss!
  • Karaoke
  • Zeitmesstanz
  • Sinne erleben
  • Schokokuss-Wettessen

Alle hatten beim Faschingsfest sehr viel Spaß, egal ob Kind, Lehrer*in oder Erzieher*in.

Das sagten Kinder über ihre Kostüme

In vielen Lerngruppen der Grundstufe wählten die Kinder die besten Kostüme. Während des Faschingsfests befragten wir Kinder dazu, als was und warum sie sich so verkleideten. Das sagten sie:

WISDOM: Ich gehe heute als afrikanischer König, weil ich darauf Lust hatte.

MIKKEL: Ich habe mich als Dino verkleidet, weil ich nichts anderes finden konnte.

EMMA: Ich bin als Waldelfe verkleidet, weil ich den Wald und die Farbe Grün liebe und weil ich Elfen voll schön finde.

LILYA: Ich bin eine Jiu-Jitsu-Kämpferin. Das ist kein Kostüm, sondern ich mache diesen Kampfsport wirklich.

AMELIE, JULIE, SAMANTHA: Wir sind die Chipmunks, weil wir beste Freundinnen sind und das so machen wollten. Erst hatten wir aber die Idee, als Tick, Trick und Track zu gehen.

MELISSA: Ich bin ein Cowgirl mit langen bunten Haaren, weil es mir Spaß macht.

ANHELINA: Ich bin Colette, denn das ist meine Lieblingsfigur aus Brawl Stars.

HERR FIEDLER: Ich bin hier Spielleiter im Spielcasino und deshalb sehe ich so glitzern-förmlich aus.

LINA: Doch, ich bin verkleidet! Als Schlafmütze! Ich wollte kein Kostüm kaufen und ich mag die Farbe Pink.

ASIYA: Ich bin als Döner-Mann verkleidet, weil mein Vater einen Döner-Laden hat.

KIARA: Ich bin heute eine Ägypterin, weil ich die schön finde.

ASIA: Ich bin als Glitzerfee verkleidet, denn das Thema ist ja Glitzer.

ELLA: Ich bin als Engel verkleidet, weil ich mit meiner Freundin im Partnerlook gehen wollte.

SERKAN: Ich bin heute ein Pirat, weil meine Mama das wollte.

KATNISS: Ich bin als Soldat verkleidet, weil ich später selbst mal Soldatin sein möchte.

ODIN: Ich habe mich als Drache verkleidet, weil mir ein anderes Kostüm zu klein war, und dann hat mir meine Mutter dieses gekauft.

ELINA: Ich gehe jedes Jahr als Polizistin!

Leila: Ich bin auch als Polizistin verkleidet, weil Polizistinnen uns immer helfen. Ich habe auch schon viele verhaftet hier, weil die böse sind.

RAGHAD: Ich gehe als Prinzessin, weil meine Mama das Kleid selber genäht hat und ich es sehr schön finde.

LARA: Ich hatte zu Hause verschiedene Sachen von Minnie Maus und die habe ich mir selbst zusammengesucht.

SARAH: Ich habe mich als Schneewittchen verkleidet, weil ich das wollte.

LILLI: Ich bin als Simon Biles verkleidet, weil ich sie liebe und sie mein Vorbild ist.

MAJA: Ich bin als Hund verkleidet, weil ich meinen Hund zu Hause liebe.

Frau Pfaff: „Wir haben Spaß daran, Feste zu organisieren“

Adam und David haben mit zwei der Organisatorinnen des Faschingsfests am Campus gesprochen.

SCHNIPSEL: Warum haben Sie unser Faschingsfest organisiert?

FRAU PFAFF: Weil wir generell Spaß daran haben, Feste zu organisieren. Fasching ist ja nicht das einzige Fest an der Schule. Und wir haben dann auch immer selbst viel Spaß, solche Feste durchzuführen.

SCHNIPSEL: Wie lange hat die Vorbereitung gedauert und wie viele haben daran mitgearbeitet?

FRAU PFAFF: Wir hatten vier Vorbereitungstreffen mit vier Kolleg*innen.

FRAU HERRMANN: Und wir haben Anfang Februar mit der Planung begonnen.

SCHNIPSEL: Erzählen Sie uns etwas über Ihre Kostüme!

FRAU PFAFF: Wir beide haben ja die Disco der 123er gemacht, und ich bin heute passend dazu die Discokugel.

FRAU HERRMANN: Ich mache heute den Gegenteiltag: Ich bin nicht Glanz und Glitzer, sondern ein Sträfling im Knast.

SCHNIPSEL: Sagen Sie “Fasching“ oder “Karneval“?

BEIDE: Fasching.

SCHNIPSEL: Sind Sie Fasching-Fans?

FRAU PFAFF: Jein. Ich habe zwei Kinder und die feiern jedes Jahr Fasching. Dadurch habe ich zu Hause natürlich mit Verkleiden zu tun, weil die Kinder sich jedes Jahr ein neues Kostüm aussuchen.

SCHNIPSEL: Ja. Vielen Dank für Ihre Antworten!

Frau Hauser: „Es war viel los, alle hatten Spaß!“

Im Anschluss haben Aminat, Celeste und Derin mit unserer Grundstufenleiterin Frau Hauser über das Faschingsfest gesprochen.

SCHNIPSEL: Warum feiern wir heute in der Schule Fasching anstatt zu lernen?

FRAU HAUSER: Fasching feiern wir ja jedes Jahr. Es ist ein Fest, das Christen zu Beginn der Fastenzeit feiern. Und danach wird sieben Wochen lang gefastet. Manche essen dann kein Fleisch oder keine Süßigkeiten oder schauen kein Fernsehen. Da wird also eine Zeit eingeläutet, in der man bescheidener lebt. Und wir machen das hier, weil es auch hier eine Tradition ist und weil es Spaß macht.

SCHNIPSEL: Sind Sie selbst ein Fasching-Fan?

FRAU HAUSER: Wenn ich ehrlich bin: Ich mag Fasching eigentlich nicht so sehr. Ich feiere gerne, aber ich verkleide mich nicht so gern.

SCHNIPSEL: Und wie war das als Kind?

FRAU HAUSER: Als Kind war ich gefühlt an jedem Fasching krank. Deshalb habe ich ganz wenig Fasching mitgefeiert. Da war ich früher sehr traurig darüber.

SCHNIPSEL: Erzählen Sie uns etwas über Ihr Kostüm?

FRAU HAUSER: Unser Motto in diesem Jahr ist ja “Glanz und Glitzer“. Da habe ich in meinem Schrank etwas gesucht, das glitzert, und habe dieses Kleid gefunden. Das hatte meine Tochter mal zu einem Ball an.

SCHNIPSEL: Wie haben Sie das Faschingsfest heute erlebt?

FRAU HAUSER: Ich fand es ganz toll, weil überall viel los war. Ich bin überall mal gewesen und hatte das Gefühl, dass alle großen Spaß hatten. 

SCHNIPSEL: Und was ist mit den Kindern, die keinen Fasching mögen?

FRAU HAUSER: Es gab Kinder, die sich nicht verkleiden mochten, und das müssen sie ja auch gar nicht. Aber ich glaube, es haben alle mitgefeiert. Wenn kein Kostümzwang da ist, ist das doch auch in Ordnung, oder?

SCHNIPSEL: Ja. Vielen Dank für das Interview, Frau Hauser.

Autor*innen: Benedikt, Johanna, Adam, David, Aminat, Celeste, Derin

Schulstadtrat Muschner zu Besuch: „Ich habe Schule immer ganz positiv erlebt!“

Der Harald Muschner (CDU) bezeichnet sich selbst als „Lokalpatriot“. Er zog mit seinen Eltern nach Reinickendorf, als er 10 Jahre alt war, und ging hier zur Schule. Auch seine fünf Töchter besuchten Reinickendorfer Schulen, und er selbst saß viele Jahre in Ausschüssen, die sich mit dem Bereich Schule beschäftigten. Er kennt also die Schulen in unserem Bezirk sehr gut und er ist weiterhin eng mit ihnen verbunden: seit 2022 als Bezirksstadtrat in Reinickendorf für die Bereiche Bildung, Sport, Kultur und Facility Management.

Foto: Dennis Plath

Am vergangenen Donnerstag stattete Herr Muschner der SCHNIPSEL-Redaktion einen Besuch ab, um den Nachwuchs-Redakteur*innen zum Sieg beim Berliner Schülerzeitungswettbewerb zu gratulieren. „Eure Arbeit zeigt, wie wichtig es ist, dass auch junge Menschen eine Stimme haben. Ihr bringt Themen auf, die bewegen, und macht das mit viel Engagement“, lobte Herr Muschner die journalistische Leidenschaft der Nachwuchsredakteur*innen. „Dass eure Zeitung jetzt als beste Berlins ausgezeichnet wurde, habt ihr euch absolut verdient.“

Die Kinder nutzten die Gelegenheit, um Herrn Muschner Fragen zu seinen Aufgaben und zu unserer Schule zu stellen.

Herr Muschner im SCHNIPSEL-Interview

SCHNIPSEL: Herr Muschner, was genau sind Ihre Aufgaben im Bereich Schule?

HERR MUSCHNER: Der Schulstadtrat ist für die äußeren Dinge im Schulbereich zuständig. Das Haus, dass die Einschulungen gut laufen, dass alle Kinder einen Schulplatz finden, dass schwänzende Kinder einen Brief nach Hause geschickt bekommen und sie wieder zur Schule zurückkommen.

SCHNIPSEL: Wie wird man Bezirksstadtrat?

HERR MUSCHNER: Bezirksstadtrat wird man ganz einfach: Man wird gewählt. Man muss dazu auch nichts Besonderes lernen. Es gibt keinen Lehrberuf „Stadtrat“. 

Ich kann euch nur meine Geschichte erzählen: Ich habe fünf Mädchen. Deshalb war ich früher Elternvertreter, erst in der Kita, dann in der Schule. Irgendwann hatte ich dann im Bezirkselternausschuss jahrelang den Vorsitz. Als mein letztes Kind die Schule verließ, wurde ich angesprochen, ob ich das nicht in der Bezirksverordnetenversammlung weitermachen wollte. Da war ich auch für das Thema Schule zuständig.

Dann kam eines zum anderen: Erst habe ich den Schulausschuss geleitet, dann den Hauptausschuss, ein Haushaltausschuss, in dem das Geld verteilt wird im Bezirk. Wahrscheinlich habe ich nicht so viele Fehler gemacht, und deshalb fragte man mich, ob ich nicht Bezirksstadtrat für Schule werden wollte.

Das hat mich sehr gefreut, denn Schule ist immer mein Steckenpferd gewesen. Die Frage, die man sich immer stellen muss: Was nützt der Schule, was nützt den Kindern?

SCHNIPSEL: Wie haben Sie als Kind und Jugendlicher Schule erlebt? Fiel Ihnen das Lernen schwer oder leicht? 

HERR MUSCHNER: Ich habe die Schule immer ganz positiv erlebt, weil ich da meine Freunde traf. Das Thema Freunde und Gemeinschaft war für mich das Wichtige an der Schule. Das Lernen für später ist zwar wichtig, aber wenn ihr daran noch Spaß habt, dann wird daraus auch etwas.

Als Schüler sind mir Mathe und Naturwissenschaften wie Physik immer leicht gefallen. Mit Sprachen habe ich mich dagegen schwer getan. Was aber auch ganz wichtig für die Zukunft ist, ist reden und kommunizieren. Das lernt man auch in der Schule, zum Beispiel ganz nebenbei in der Teamarbeit.

SCHNIPSEL: Inwiefern sind Teamarbeit und Kommunizieren für Sie als Bezirksstadtrat wichtig?

HERR MUSCHNER: Das tiefe Fachwissen kann ich mir zur Not auch anlesen. Aber mit Menschen zu reden, im Team zu arbeiten und Dinge zu erklären ist für einen Bezirksstadtrat ganz wichtig. Als Stadtrat in der Politik kann man es nie allen Menschen recht machen. Der eine will links herum gehen, der andere rechts herum. Und dann muss man die eine Seite überzeugen, warum der andere Weg der bessere für die Allgemeinheit ist.

Und als Bezirksstadtrat kann man nicht alles alleine machen. Deshalb habe ich ein tolles Team um mich herum, aber auch Schulamtsleitungen und Finanzleute, die alle zusammenarbeiten. Die können ihren Job alle besser als ich. Und wir alle sind zusammen da, damit die Schulen im Bezirk funktionieren.

SCHNIPSEL: Sie kennen also die Schulen in Reinickendorf sehr gut. Auf welche Entwicklungen der vergangenen Jahre sind Sie stolz oder froh?

HERR MUSCHNER: Worauf ich stolz bin in Reinickendorf, ist, dass wir immer allen Kindern im Bezirk einen Schulplatz anbieten können. Das hört sich so selbstverständlich an, aber es ist ab und zu eine Herausforderung, wenn irgendwo viele neue Häuser gebaut werden oder irgendwo etwas kaputt geht. Etwas stolz bin ich auch darauf, dass wir unseren Nachbarbezirken in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 auch noch Schulplätze abgeben und ihnen so mit ihren Oberschülern helfen können.

Ich persönlich komme ja beruflich aus der EDV und IT. Für mich ist außerdem interessant, ein spezielles Digitalisierungsprojekt zu haben, bei dem wir Glasfaser in den Klassenzimmer legen, damit wir mit dem Internetzugang für die Zukunft gerüstet sind.

SCHNIPSEL: Was sind zurzeit die größten Probleme der Reinickendorfer Schulen?

HERR MUSCHNER: Auch das sind die Schulplätze, also mehr Schüler unterzubringen und Klassenräume anzubieten. In Reinickendorf-Ost und in Reinickendorf-West steigen die Schülerzahlen dadurch, dass Menschen hierher ziehen. Das liegt unter anderem daran, dass die Wohnungsmieten in Reinickendorf noch vergleichsweise moderat sind. 

Die Sanierung der Schulen ist eine andere große Hauptaufgabe für ich als Schulstadtrat auf der einen Seite und als Baustadtrat auf der anderen Seite. Wir bekommen zwar vom Land Berlin Geld zum Bauen, aber wir brauchen Menschen, die es machen, und wir brauchen genug Geld. Aber von beidem haben wir nicht genug, so dass wir immer nur stückchenweise weiter sanieren können.

SCHNIPSEL: Am Campus Hannah Höch wurde gerade für viel Geld das Schulgelände umgestaltet, während durch den Sparhaushalt für andere Schulen kein Geld für Neubauten oder Umbauten zur Verfügung steht. Müssen wir deshalb ein schlechtes Gewissen haben? 

HERR MUSCHNER: Ganz sicher nicht. Ihr habt am Campus jahrelang eine Außenfläche gehabt, die schöner gemacht werden sollte. Und wir hatten das Glück, das wir hier im Bereich des Märkischen Viertels ein Fördergebiet hatten, in das Geld vom Land Berlin hineingegeben wurde. Davon ist euer Schulhof ein Teil, und ihr habt keiner Schule etwas weggenommen und ihr habt es euch auch verdient. Das war die Gunst der Stunde.

SCHNIPSEL: Yuna würde gerne mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Allerdings gibt es keinen Fahrradweg zum Campus. Deshalb ist es ihr zu gefährlich. Warum gibt es keinen Fahrradweg zu unserer Schule und was kann man machen, damit es bald einen gibt?

HERR MUSCHNER: Ich bin für eine Menge zuständig, aber nicht für Fahrradwege. Aber im Bereich Schule haben wir unterschiedliche Verkehrsproblematiken. Eigentlich ist unser Hauptproblem der selbstgemachte Autoverkehr von den Eltern, die morgens ihre Kinder mit dem Auto in der zweiten Reihe schnell mal absetzen und nachmittags zu zehnt in der zweiten Reihe warten, um die Kinder zum Schulschluss wieder einzusammeln. Wir versuchen jedes Jahr an den Schulen, die Eltern zu motivieren, ihre Kinder zur Schule laufen oder mit dem Fahrrad fahren zu lassen.

SCHNIPSEL: Gute Schülerinnen und Schüler wie jetzt zum Beispiel Benedikt, Linus und Yuna verlassen nach der Grundstufe den Campus, weil wir keine Oberstufe haben. Warum bekommt der Campus keine Oberstufe?

HERR MUSCHNER: Die Oberstufe ist nach der zehnten Jahrgangsstufe. Ihr werdet immer einen Platz finden, der euch zum Abitur bringt. Wir haben im Land Berlin die Durchlässigkeit, dass jeder Schüler mit einem guten MSA-Abschluss in der zehnten Klasse in die Oberstufe weitergehen und ein Abitur machen kann. Hier an der Schule gibt es keine Oberstufe. Wir haben nur einige wenige ehemalige Gesamtschulen, heutige integrierte Sekundarschulen (ISS), die eine Oberstufe in sich drin haben.

Herr Muschner (hinten Mitte) und Schulleiterin Frau Wengler (hinten links) gratulierten der aktuellen SCHNIPSEL-Redaktion zu Ihrem 1. Platz beim Berliner Schülerzeitungswettbewerb in der Kategorie Gemeinschaftsschulen. Foto: Dennis Plath

Es gibt unterschiedliche Konzepte im Land Berlin: dass man entweder an einem Gymnasium, an einer ISS mit Oberstufe oder einem Oberstufenzentrum (OSZ) sein Abitur machen kann. Das Land Berlin sieht vor, dass wir berufsorientiert viele Schülerinnen und Schüler an einem OSZ zum Abitur bringen.

Nun gibt es unterschiedliche Projekte im Land Berlin, die versucht wurden. Ich bin ein Fan davon, dass man Oberstufenverbünde bildet. Dann haben alle das Verständnis, dass jede Schule zum Abitur führt. Hier an der ISS habt ihr den Vorteil, dass ihr dann das Abitur in 13 Jahren macht, während es am Gymnasium in sportlichen 12 Jahren geschieht.

SCHNIPSEL: Wir haben am Campus den Zukunftstag eingeführt, an dem wir Schülerinnen und Schüler selbständig Projekte zu den 17 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung planen und durchführen. Was halten Sie davon?

HERR MUSCHNER: Das Thema Projektarbeit finde ich cool, weil sich oftmals jeder seine eigenen Themenschwerpunkte aussuchen und in Teamarbeit in der Gruppe bearbeiten und lösen kann. Wie gesagt: reden und zuhören, austauschen, Argumente verstehen. Das ist die Grundlage von allem. Was die Ziele des Zukunftstages angeht: Wer, wenn nicht ihr, soll sich denn darum kümmern? Ihr habt noch viel länger etwas davon als ich. Also: Ein tolles Thema, tolle Projekttage und ich hoffe, super Ergebnisse!

SCHNIPSEL: Vielen Dank für das Interview, Herr Muschner.

Die Fragen stellten Aminat, Benedikt, Celeste, Derin, Johanna, Lilli, Linus, Lucy, Maryem und Tanzila.

Zum Weiterlesen: Pressemitteilung des Bezirksamts Reinickendorf zum Besuch des Bezirksstadtrats in der SCHNIPSEL-Redaktion

SCHNIPSEL-Gewinnspiel: Greta gewinnt den Kinogutschein

In der letzten SCHNIPSEL-Ausgabe führten wir ein Gewinnspiel durch. Jetzt haben wir im Losverfahren die Gewinnerin eines Kinogutscheins für zwei Personen ermittelt.

Gewonnen hat Greta aus der 123b. Wir überreichten ihr den Gutschein am Freitag, als wir Fasching feierten. Sie hat sich über den Preis sehr gefreut und ging am Wochenende gleich mit ihrer Tante ins Kino. Sie sahen den Film “A girl named Willow“. Greta gefiel der Film sehr gut.

Autorin: Yuna

SCHNIPSEL gehört zu den besten Schülerzeitungen in Berlin

Die Schüler*innen-Zeitung des Campus Hannah Höch gehört zu den besten Berlins. Beim 22. Berliner Schülerzeitungswettbewerb belegte SCHNIPSEL den 1. Platz unter den Zeitungen an Gemeinschaftsschulen. Damit ist die SCHNIPSEL-Redaktion mit der Ausgabe vom vergangenen Juli (Titel: „Haltung zeigen“) jetzt auch beim Bundeswettbewerb dabei, der von der Jury am 6. und 7. März in Stuttgart entschieden wird.

Vier SCHNIPSEL-Redakteurinnen freuen sich über die Auszeichnung beim diesjährigen Berliner Schülerzeitungswettbewerb.

Der Jury des diesjährigen Berliner Schülerzeitungswettbewerbs gefiel an der SCHNIPSEL-Ausgabe vor allem die Mischung aus schulinternen und „ernsten“ Themen. Den Artikel„Kinder haben Angst vor Abschiebung“ hob Lorenz Lodni von der Jugendpresse Berlin- Brandenburg dabei lobend hervor. In dem Artikel beschäftigt sich Yuna mit den Folgen des Rechtsrucks nach dem von Correctiv aufgedeckten Geheimtreffen von Potsdam und der danach entstandenen Stimmung unter den Mitschüler*innen in ihrer Klasse.

Die farbenfrohe SCHNIPSEL-Zeitung gibt es seit drei Jahren am Campus Hannah Höch und hat sich seitdem fest im Schulleben etabliert. Bei ihren ersten beiden Teilnahmen am Berliner Schülerzeitungswettbewerb konnten die Jungredakteurinnen des Campus Hannah Höch schon die Plätze 2 und 3 unter den Gemeinschaftsschulen erreichen. Bislang beteiligen sich vornehmlich Grundstufenschüler der Jahrgangsstufen 3 bis 6 an der Schülerinnen-Zeitung unserer Gemeinschaftsschule.

Der Name der Schülerzeitung SCHNIPSEL spielt auf die Namensgeberin unserer Gemeinschaftsschule an. Wie bei den Collagen der bekannten Künstlerin Hannah Höch sollen die vielen Artikel als kleine Schnipsel ein großes Bild unserer Schule und der hier arbeitenden und lernenden Menschen ergeben.

Staatssekretärin: „Schülerzeitungen fördern Meinungsfreiheit“

„Schülerzeitungen zeigen, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen, kreative Ideen entwickeln und sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen. Sie fördern Meinungsfreiheit, regen Diskussionen an und stärken die Demokratie, indem sie kritisches Denken und eine klare Stimme für die Schülergeneration ermöglichen“, sagte Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung, bei ihrer Begrüßungsrede in der Aula der Max-Taut-Schule.

Der Berliner Schülerzeitungswettbewerb wird jedes Jahr von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel, der Jugendpresse Berlin-Brandenburg e.V. und dem Jugendnetzwerk jup!Berlin ausgerichtet. In diesem Schuljahr 2024/2025 nahmen 50 Schülerzeitungen an dem Wettbewerb teil.

Weitere Informationen zum 22. Berliner Schülerzeitungswettbewerb: