Zukunftstag-Projekt: Wie man obdachlosen Menschen helfen kann

Zu viert suchten wir Schüler der 456er-Lerngruppen zusammen mit Frau Poznyak das Gespräch mit Obdachlosen in Berlin. Wir fanden welche und sprachen sie an. Sie konnten kein Deutsch, aber Mansur, Max und Frau Poznyak sprechen auch Russisch und übersetzten für uns andere das Gesagte.  

In dem Tunnel, in dem wir sie antrafen, schlafen ungefähr 30 Obdachlose. Wir hatten Essen und Getränke dabei, das wir ihnen gaben. Ein Problem der Menschen dort ist, dass sie kein warmes Essen haben. Außerdem ist es im Tunnel sehr laut. Ich könnte bei dem Lärm dort nicht schlafen. Abends gehen sie oft betteln, erzählten sie uns.

Ich habe durch das Projekt gelernt, dass man alles wertschätzen soll. Egal, ob du das neueste Handy hast oder nicht – du hast ein Handy! Sei dankbar dafür!

Am Ende schenkte uns ein Obdachloser ein Skateboard.

Autor: Milow

„Man sollte dankbar für das sein, was man hat und bekommt“

SCHNIPSEL: Ziad, wie habt ihr euch für das Projekt vorbereitet?

ZIAD: Wir haben uns den Ablauf überlegt und uns Fragen für die Gespräche mit den obdachlosen Menschen überlegt.

SCHNIPSEL: Was hast du dir von dem Treffen erhofft?

ZIAD: Dass wir die Sprachen verstehen. Sie haben alle kein Deutsch gesprochen.

SCHNIPSEL: Wie hast du dich vor Ort gefühlt?

ZIAD: Es war wegen der Autos sehr laut, so dass ich Kopfschmerzen bekam. Ich habe mich unsicher gefühlt.

SCHNIPSEL: Wie hast du dich danach gefühlt?

ZIAD: Nachdem mir die Obdachlosen geholfen hatten, fühlte ich mich besser. Ich war am Ende auch kaputt.

SCHNIPSEL: Was hat dich besonders beeindruckt?

ZIAD: Dass die obdachlosen Menschen dort sehr dankbar und nett waren.

SCHNIPSEL: Was hast du sonst noch beobachtet?

ZIAD: Dass sehr viele Matratzen auf dem Boden lagen und dass die dort lebenden Menschen alle zusammen saßen.

SCHNIPSEL: Was hast du durch das Treffen über das Leben auf der Straße gelernt?

ZIAD: Dass wir in der Schule aufpassen und mitmachen sollten. Viele der Menschen dort waren Bauarbeiter und finden hier keine Arbeit, weil sie nicht angemeldet sind.

SCHNIPSEL: Was wünschen sich die Menschen, dir ihr dort gesprochen habt, am meisten?

ZIAD: Ihr größtes Bedürfnis ist warmes Essen.

SCHNIPSEL: Wie kann man den wohnungslosen Menschen dort helfen?

ZIAD: Mit Essen und Verpflegung.

SCHNIPSEL: Was hast du durch das Treffen über dich selbst gelernt?

ZIAD: Dass man dankbar sein sollte für das, was man hat und bekommt.

SCHNIPSEL: Was hast du über deine Mitschüler:innen gelernt?

ZIAD: Sie sollten offener gegenüber anderen Menschen sein.

SCHNIPSEL: Was würdest du nächstes Mal anders machen?

ZIAD: Ich würde mehr Orte besuchen und mehr Fragen stellen.

SCHNIPSEL: Was hat dir besonders gut gefallen?

ZIAD: Die Menschen, die dort auf der Straße leben, waren nett und großzügig.